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Die Schwarze Katze

Entdecke Aventurien als Katze!

 

Die Schwarze Katze ist ein ganz besonderes Fantasy-Rollenspiel, in dem du und deine Freunde die Hauptrollen übernehmt: Katzen! Von Bewusstsein und Wissen beseelt und bereit für Abenteuer! Durchstreife verborgen vor den Blicken der Menschen die alte Hafenstadt Havena an der Westküste Aventuriens. Ob als geschickte Dachtänzerin, wagemutiger Straßenkämpfer oder verwöhnte Schoßkatze, viele Abenteuer erwarten dich in den düsteren Gassen und Höfen der Stadt, auf den Festen der wohlhabenden Hauskatzen oder in der ewigen Dunkelheit der Kanalisation. Gemeinsam könnt ihr Schätze in der überfluteten Unterstadt finden, in Rudeln um ganze Stadtviertel Krieg führen oder Intrigen zwischen den angesehensten Katzen Havenas spinnen. Denn in Havena gibt es für schlaue, mutige oder schlichtweg dreiste Katzen mehr als genug zu tun!

 

Um dich mit deinen Freunden ins Abenteuer zu stürzen, brauchst du nur ein paar Stifte, Würfel und das Regelwerk.

 

Erschaffe einen befellten Helden nach deinen Vorstellungen und führe ihn durch die phantastische Welt von Die Schwarze Katze oder wähle deinen Charakter aus einem der 8 spielfertigen Archetypen aus. Rüste deinen Charakter mit Waffen, Kleidung und schönen Dingen aus und stelle dich den Herausforderungen des Lebens einer erwachten Katze in Aventurien. Mit der gewonnenen Erfahrung kannst du deinen Helden mit zusätzlichen Fähigkeiten, neuen Ahnengaben oder besonderen Kampffähigkeiten ausstatten, um dich noch größeren Gefahren zu stellen, die auch jenseits der Stadtmauern warten mögen.

 

Entdecke Aventurien aus einem völlig neuen Blickwinkel und stelle dich nie dagewesenen Gefahren und Abenteuern!

Entstehungsgeschichte


 

 

Alles begann an einem dieser trägen Nachmittage, an denen man ziellos im Internet surft. Und mit einer Illustration von Kyoung Hwan Kim, einem koreanischen Concept Artist. Er hatte niedliche Katzen als Fantasyhelden gezeichnet und sie Army of Wool genannt. Aus einem „Warum eigentlich nicht?“ wurde ein kurzes Exposé, kaum eine halbe Seite, zu Die Schwarze Katze, einem Katzen- Spin-Off zu Das Schwarze Auge. Nach einem Monat der Stille kam eine E-Mail zurück, und mit ihr die Frage „Warum um alles in der Welt ist vorher niemand darauf gekommen?“. So entstand: Die Schwarze Katze!

 

 


 

 

Der gestiefelte Kater in Aventurien, damit lässt sich Die Schwarze Katze gut zusammenfassen. Man spielt intelligente Katzen, die tagsüber all das tun, was Katzen eben so tun, aber nachts, wenn die Menschen schlafen, Kleidung, Küchenmesser und Glitzerkram aus ihren Verstecken holen und sich auf die Suche nach Abenteuern, Ruhm und Reichtum machen. Und davon gibt es in Havena, der Hafenstadt an der Mündung des großen Flusses, jede Menge. Aber auf dem Weg lauern auch Herausforderungen und Gefahren. Konflikte zwischen den Katzen- und Hunderudeln, Feen und Biestinger, Geister und die Geheimnisse, die in den Tiefen Havenas verborgen liegen. All dies bietet genug Material für sieben Katzenleben. Die Schwarze Katze ist dabei keine Satire, die nur für ein Schmunzeln herhalten muss, auch wenn es mit einem gewissen Augenzwinkern entwickelt wurde. Es ist ein vollständiges Rollenspiel mit allem, was man benötigt, um als vierbeiniger Held spannende Kampagnen in Havena und weit darüber hinaus zu erleben.

 

Die Stadt

Havena

 

„Es gibt in dieser Stadt viele Regeln, aber nur ein Gesetz. Es lautet: Traue keinem Menschen.“

 

Das Fürstentum Albernia ist ein Land dichter Wälder. In diesen leben, so heißt es zumindest, Einhörner und Feen. Ganz im Westen dieses Landes, wo der große Fluss in das Meer der sieben Winde mündet, liegt die Hauptstadt des Fürstentums: Havena.

 

Von trutzigen Mauern geschützt, stehen dicht an dicht die Häuser, Hütten und Werkstätten der Menschen, die Havena ihre Heimat nennen. So manchen Bauernsohn hat es schon in diese Stadt gezogen, versprechen ihre Handwerksgilden doch Lohn und Brot und ihr Hafen die Wunder der Welt. Mutige Ritter und reiche Händler sind hier genauso zu finden wie Raufbolde, Bettler und Taugenichtse. Am Fischmarkt herrscht wie so oft geschäftiges Treiben, und das Gefeilsche der Fischhändler schallt über die Marktstände hinweg. Doch unser Blick folgt nicht der Patrizierin, die sich mit einem Fischer streitet, oder dem Ritter in glänzender Rüstung, dessen Pferd sich durch die Menge schiebt. Unser Blick wandert tiefer an den Beinen der hastenden Menschen vorbei zu einem leeren, löchrigen Sack auf dem ein Kater sitzt und lächelt. Er lächelt, denn er weiß, dass all der Trubel um ihn herum, all das Rufen, Feilschen und Treiben der Menschen nur das Wesentliche überdeckt wie der Nebel die Berge. Denn wenn die Sonne hinter dem Meer versinkt und die Menschen vor der Dunkelheit an ihre Herdfeuer fliehen, dann durchstreifen die wahren Herrscher der Stadt die nächtlichen Gassen, dann durchwandern sie ihr Reich, das Reich der Katzen.

 

Spezies

Aranier

Aranierkatzen gelten unter Menschen als Edelkatzen, die bei einer entsprechend nachweisbaren Abstammung und perfekter Fellfarbe und Fellzeichnung stattliche Summen wert sein können. Sie werden seit Jahrhunderten von den Herrschern des fernen Aranien gezüchtet und erfreuen sich seit einiger Zeit auch in der Oberschicht Havenas einer wachsenden Beliebtheit.

 

 


 

 

Firunsbärchen

Die bei Menschen als Firunsbärchen oder Burgenkatz bekannten Katzen stammen ursprünglich aus dem kalten Bornland im fernen Nordosten Aventuriens. Viele Menschen halten Firunsbärchen für eher schlichte Gemüter, kennen sie aber auch als zähe Mäuse- und Rattenfänger. Sie sind eher kurzbeinig, stämmig und zeichnen sich durch einen rundlichen Kopf und sehr dichtes, weißes Fell aus. Ihre Augen glänzen oftmals bernsteinfarben. Trotz ihrer geringen Körpergröße sind sie ausgesprochen zäh und hart im Nehmen.

 

 


 

 

Scheunenkatze

Scheunenkatzen stellen die Mehrheit der Katzen Havenas. Sie sind Mischlinge unterschiedlichster Herkunft in allen erdenklichen Farben, ob grau getigert, schwarz mit oder ohne weiße Flecken oder weiß mit rötlichen und schwarzen Flecken. Auch ihr Fell varriiert zwischen kurz und lang, ebenso wie ihre Körpergröße ganz unterschiedlich ausfallen kann.

 

 


Alle oben genannten Rassen sind im Regelwerk vorhanden!

Kulturen

 

Hauskatze

Hauskatzen leben eng mit Menschen zusammen. Manche lassen sich als Kuscheltiere aushalten und genießen ein Leben in Müßiggang, auch wenn dies bisweilen mit Gefangenschaft erkauft wird. Andere teilen sich zumindest Haus und Hof mit Menschen, die sie als nützliche Helfer gegen Ungeziefer ansehen. Solange die Katzen Ratten und Mäuse kurzhalten, ist ein Fischkopf oder ein Schälchen Milch für sie ein gutes Geschäft. Werden die Katzen jedoch zur Last, sind viele Menschen schnell dabei, überzählige Kätzchen in mit Steinen beschwerten Säcken verschwinden zu lassen. Trotzdem bietet so ein enges Zusammenleben genügend Vorteile, sodass viele Katzen sich, wenn auch mit der nötigen Vorsicht, darauf einlassen. Gerade Schoßkatzen leben oftmals so eng mit Menschen zusammen, dass sie ihre menschlichen Mitbewohner nicht nur tolerieren, sondern sogar so liebgewonnen haben, dass sie sich als ihre Beschützer verstehen.

 

 


 

 

Straßenkatze

In den Straßen und Hinterhöfen der Stadt treiben sich hunderte Straßenkatzen herum. Einige wandern von Haus zu Haus, um sich Futter zu erbetteln, andere schlagen sich mit der Jagd auf Mäuse und Vögel, dem Durchwühlen des Mülls oder frechen Diebstählen durch. Unter Straßenkatzen ist es nicht ungewöhnlich, sich in Rudel zusammenzuschließen, die einzelne Gebäude oder ganze Viertel beherrschen. Andere ziehen als Einzelkämpfer durch die Viertel und konkurrieren mit Hunden, Ratten und Bettlern um alles, was sich fressen lässt.

 

 

 


 

 

Tiefling

Tief unter den Straßen und Häusern Havenas, verborgen vor den neugierigen Blicken der Langbeiner, leben die Tieflinge. Diese in Sippen organisierten Katzen haben sich an die harte Existenz in den Kanalisationsrohren, Wasserleitungen und Kellern angepasst und gelten daher den meisten anderen Katzen als barbarisch und grob. Auch wenn sie oft vor Schmutz starren und sich in Rattenfelle und Knochenrüstungen hüllen, verstehen sie sich selbst jedoch als Elite der Katzenheit. Denn einerseits haben sie es nicht nötig, sich dem Diktat von Tag und Nacht zu unterwerfen, sondern tragen ständig ihre grobe Kleidung. Andererseits führen sie voller Stolz und oft genug mit fast religiöser Inbrunst einen nicht enden wollenden Vernichtungsfeldzug gegen die Kanalisationsratten, in der Überzeugung, dass sie sonst eines Tages die ganze Welt überfluten werden.

 


Alle oben genannten Kulturen sind im Regelwerk vorhanden. Weitere Kulturen werden in den erhältlichen Quellenbänden vorgestellt.

Professionen

Die Profession eines Charakters ist ein zentrales Merkmal. Sie umfasst all das, was er in den letzten Jahren erlernt und erfahren hat und bildet es durch Fertigkeitswerte und Sonderfertigkeiten ab. Das bedeutet jedoch nicht, dass alle Charaktere der gleichen Profession die gleiche Persönlichkeit besitzen oder sich nach der Charaktererschaffung weiter als Teil dieser Profession sehen müssen. Ein Müllwühler muss nicht ewig die Abfallhaufen der Langbeine durchwühlen, sondern kann sich genauso in Abenteuer stürzen und Heldentaten vollbringen wie ein Rondrakind oder ein Rattenjäger. Alle Professionspakete sind nur Beispiele. Es steht dir frei, Fertigkeiten und andere Elemente zu verändern oder eigene Professionen zu erschaffen.

 

 


 

 

Charmeurin

Wer ihr bei Nacht auf den Straßen begegnet und ihren Blick auf sich spürt, kann es kaum ertragen, sich nicht für immer im Funkeln ihrer Augen zu baden. Sie ist die Meisterin des großen Auftritts und der kleinen Gesten, des überschäumenden Umgarnens und des bittersüßen Verschmähens.

 

Dass eine feste Partnerschaft im Reich der Katzen eher ungewöhnlich ist, kommt der Charmeurin sehr gelegen. Ihre Energie konzentriert sie auf das Geschlecht ihrer Wahl und dafür ist ihr keine Hürde zu hoch. Ja, sie betrachtet es geradezu als Leidenschaft. Denn ihre Fähigkeiten beziehen sich auf weit mehr als Äußerlichkeiten, wie ein samtiges Fell und sinnliche Kleidung. So ist schon so mancher Kater ihrer romantischen Dichtkunst gefolgt oder ihrem sinnlichen Tanz verfallen.

 

 


 

 

Dachtänzer

Die Elster unter den Katzen ist selbst für einen Erwachten ein Langfinger der ganz besonderen Art. Nur versteht er sich nicht als gieriger Gauner, er ist ein Entwendungskünstler, ein Taschenspieler, ein Befreier des Versteckten, weshalb er ausgesprochen geschickte Pfoten und eine geschmeidige Selbstbeherrschung pflegt.

 

Etwas, das ihm gefällt, betrachtet er aus Prinzip schon als sein Eigentum. Doch erst wenn etwas schwierig zu erlangen ist, blüht sein inneres Wesen auf. Dabei spielt es keine Rolle, wie wertvoll, unhandlich oder gut verborgen das Objekt der Begierde ist. Je kniffliger, desto besser! Und er wird keine Ruhe geben, bis er es schließlich auch besitzt – um dann wieder nach der nächsten Kostbarkeit Ausschau zu halten. So sieht man ihn oft auf den höchsten Dachfirsten balancieren, wo er mit geschultem Auge die Stadt nach weiteren geheimnisvollen Schätzen auskundschaftet.

 

 


 

 

Fischerkatze

Misstrauen und Argwohn müssen diese Erwachten oft über sich ergehen lassen, haben sie ihr Leben doch dem seltsam nassen Element verschrieben, welches die meisten Katzen lieber meiden. Ein weiterer Grund, sich an den Hafen und die Ränder der Unterstadt zurückzuziehen und dort ein Leben fernab von Vorurteilen und abschätzigen Blicken aufzubauen. Fischerkatzen haben nicht nur keine Angst vor Wasser, viele von ihnen sind sogar bemerkenswert gute Schwimmer. Sie nutzen diese Fähigkeit, um durch die überfluteten Ruinen der Unterstadt zu streifen und begleiten sogar Fischer in ihren Booten bis hinaus auf das offene Meer. Ihre Nähe zu Fischern nutzen sie auch gleich, um Fischereiabfälle oder gleich ganze Fische zu stibitzen.

 

 


 

 

Mäusefänger

Es gibt so manche, die ihn auf den ersten, unbedachten Blick mit einem verschmusten Stubentiger verwechseln. Doch sieht man etwas genauer hin, erspäht man das abenteuerlustige Funkeln in seinen wachsamen Augen.

 

Der Mäusefänger lebt zwar bei den Menschen, ist aber nicht auf sie angewiesen. Er hat sich vielmehr mit ihnen arrangiert. Für einen weichen Teppich vor einem warmen Feuer jagt er die Mäuse aus Kellern, Scheunen und Dachböden und bringt sie als Beweis vor, um auch in der nächsten kalten, nassen Nacht ein bequemes Bett zu haben. Doch die Mäusejagd ist kein leichtes Unterfangen: Es erfordert eine Menge Finesse, schnelle Reflexe und eine stählerne Geduld. So ist er ein erfahrener Kämpfer, der sowohl mit Schusswaffen, als auch im Nahkampf ein Könner ist. Zur Not greift er mit seinen kräftigen Krallen an, verfolgt die flinken Biester durch schmale Schächte und lauert im Dunkeln vor ihren Behausungen. Und wenn er sich satt gefressen hat und ihm die Menschen zu sehr auf den Pelz rücken, zieht er weiter und sucht nach einem neuen Mäusenest und einem anderen, warmen Örtchen, an dem er seine Schlemmereien verdauen und vielleicht ein Schälchen Milch abstauben kann.

 

 


 

 

Müllwühler

Nicht alle Katzen sind erprobte und eifrige Jäger, und manchen ist dieses hektische Leben schlichtweg zu anstrengend. Lebendige Nahrung mag zwar schmackhaft und frisch sein, doch hat sie in der Regel etwas dagegen, gegessen zu werden und macht es einem so schwer wie möglich, sie zu verspeisen. Doch wozu all der Aufwand, wenn die verschwenderischen Menschlinge ganze Berge mit Abfall und Essensresten hinter ihren Häusern auftürmen? Noch dazu unbewacht, unverschlossen und am wichtigsten: unbeweglich! Dem genügsamen Müllwühler ist diese Gelegenheit sehr wohl bewusst und obwohl es auf Kosten seiner Körperhygiene geht und man seine ganz besondere Duftnote schon von Weitem riechen kann, bevorzugt er dieses entspanntere, wenn auch kargere Leben. Angewidert wie sich mancher Kater abwenden mag, wären sie doch überrascht über das, was ein Müllwühler so alles in dem Durcheinander menschlicher Hinterlassenschaften an Nützlichkeiten und kleinen Schätzen finden kann.

 

 


 

 

Rattenjäger

Sie sind robust, widerstandsfähig und willensstark und das müssen sie auch sein. Denn ihre Beute sind weder Käfer noch Mäuse, sondern Ratten. Ziel des Rattenjägers sind nicht die gewöhnlichen kleinen Biester, die sich nur wenig von den Mäusen unterscheiden. Er jagt jene Ratten, die in der Kanalisation hausen. Versteckt vor den Menschen, und von ihren Abfällen fett gefressen können sie beinahe die Größe von Katzen erreichen, mit langen Zähnen, die sich mit Leichtigkeit durch Fell und Haut bohren. Sie vermehren sich zahlreich in den dunklen Tiefen unter der Stadt und sie sind immer hungrig.

 

Es braucht ein belastungsfähiges Wesen, um in die Finsternis hinabzusteigen und es mit diesen Ungeheuern aufzunehmen. Doch der Rattenjäger ist vorbereitet: Schwer bewaffnet und gerüstet zieht er in die ewige Schlacht gegen die schwarze Flut der Ratten, und so manche Tieflingssippe erzählt stolz von ihren Streitern, die bereit waren, sich ihr bis zum letzten Atemzug entgegenzustellen.

 

 


 

 

Schoßkatze

Von manch erwachter Katze wurden sie schon belächelt oder es wurde über sie den Kopf geschüttelt, wie über ein unbelehrbares Kind. Ein intelligentes Wesen, das weiterhin das Haustier eines Menschlings bleibt? So etwas kann nur von Schwachsinn herrühren, so sagen sie – obgleich so mancher sie in Wahrheit für ihr scheinbar einfaches und gemütliches Leben beneidet. Doch die Schoßkatze ist weit mehr, als nur ein dummer Vierbeiner. Viel eher betrachtet sie sich als Gast bei den Menschen, als freier Geist, der für Kost, Logis und ein paar Streicheleinheiten, alle mit ihrer liebreizenden, flauschigen Anwesenheit erfreut. Sie ist die Herrin der Bequemlichkeit und die Langbeine sind ihre ganz persönlichen Diener.

 


 

 

Straßenkämpfer

Kaum eine andere Katze wird von den Erwachten so respektiert und zugleich gefürchtet wie der Straßenkämpfer. Er durchstreift alleine oder in bis an die Zähne bewaffneten und rauflustigen Rudeln die Viertel der Stadt oder verteidigt sein selbst abgestecktes Revier. Er ist der selbsternannte König der Straßen. Nichts geschieht, ohne dass er Wind davon bekommt und wer nicht die Tollkühnheit besitzt, ihm die Stirn zu bieten und ein friedliches Leben führen will, der zollt ihm besser Respekt und Tribut – was auch immer er verlangt.

 

Trotz der Stärke der Gruppe versucht jeder für sich der beste aller Kämpfer zu werden, sodass Straßenkämpfer oft von Rudel zu Rudel ziehen, um neue Kampftechniken zu erlernen und sich in Straßenraufereien zu beweisen. Das hat zur Folge, dass Loyalität nur dem eigenen Vorteil gilt und Rudelführer nur so lange anführen, wie es für das Rudel am besten ist. Eine solche Horde streitlustiger Halbstarker hat im Übermut schon so manchen Stadtteil in heillose Verwirrung und Chaos gestürzt, nur um danach flink im Labyrinth der Häuser und Gassen zu entschwinden.

 

 


 

 

Tauscher

Während viele Erwachte schöne Dinge, die sie unterwegs aufstöbern, durchaus zu schätzen wissen – auch wenn sie keinen größeren Nutzen haben sollten – so gibt sich der Tauscher damit nicht zufrieden. Zwar sammelt auch er alles, was ihm unter die Nase kommt, vor allem wenn es bimmelt, glänzt oder sich gar von selbst bewegt, aber er sieht auch stets all die Möglichkeiten, wie etwas noch besser, noch nützlicher und noch fantastischer werden könnte. Und während sein Kopf tüftelt und plant, basteln und friemeln seine Pfoten in ungeheurem Geschick und mit solcher Geschwindigkeit, dass einem beim Zusehen schwindelig werden kann.

 

 


 

 

Wissende

Die Erkenntnis traf einige Katzen härter als andere. Während die meisten Katzen ein grundlegendes Verständnis von Sprache, dem Gebrauch von Werkzeugen und den alltäglichen Dingen um sie herum erhielten, fanden sich die Wissenden mit weitaus mehr wieder. So hat die Wissende erstaunliche Fachkenntnisse in einem sehr speziellen Fachbereich erlangt, meist ohne selbst zu wissen, woher diese stammen. Manche Wissende kennen jeden Stern mit Namen und haben ein intuitives Gespür für die Bewegung der Wandelsterne und die Phasen des Mondes, während andere detailliertes Wissen über Körperfunktionen oder die Verwendung von Pflanzen oder Metallen in sich tragen. Manche haben das Pech, völlig nutzloses Wissen erlangt zu haben. So soll es einen Kater in der Unterstadt geben, der jede Oase und jede Wasserstelle in der Khom kennt, nur leider keine Ahnung hat, was es mit dieser Weite aus Sand und Geröll auf sich hat.

 

 


 

 

Aphasmasohn

Aphasmakinder sind als Verführer, Glücksspieler und Tunichtgute bekannt. Kein Wunder also, dass ihr Revier der Tanzschuppen, der Mäusemarkt oder die Rennbahn ist. Kaum ist die Sonne untergegangen, zieht er los, um die Stadt unsicher zu machen, selbstverständlich mit gestriegeltem Fell, perfekt gefeilten Krallen und geschmackvoller Kleidung, die genug Freiraum lässt, um auf der Tanzfläche zu brillieren. Wenn auf der Tanzfläche alle Blicke auf ihn gerichtet sind, dann blüht er auf, dann vermag er seinen Tanzpartner genauso mit seiner spielerischen Eleganz zu verzaubern wie seine Zuschauer.

 

Er liebt die schönen Dinge, den Tanz und die Unterhaltung, und allzu oft bringt ihn sein Spieltrieb in schwierige Situationen. Aber was macht das schon, immerhin bedeutet Risiko nur eine Chance für eine weitere spannende Wette.

 

 


 

 

Nurtitochter

Ob als Hebamme, Heilerin oder Lehrerin, kaum jemand hat ein höheres Ansehen in der Gesellschaft der Katzen als die Nurtitochter. Sie reinigt die Wunden, lindert den Schmerz und leitet schon die Jüngsten zu einem guten Leben an. Als Lehrerin vermittelt sie Geschichten über die Ahnen und warum die Welt so ist wie sie ist, aber auch all die Grundlagen, die eine Katze benötigt, um sich in einer Stadt wie Havena zurechtzufinden. Glücklich kann sich daher jene Katze schätzen, die so von einer Nurtitochter seit der Geburt begleitet und betreut wird. Doch sollte man nicht den Fehler begehen, sie für eine duldsame Heilerin zu halten, die jederzeit bereitsteht, wenn man sich im Kampf übernommen hat. Denn ihr zu eigen ist nicht nur die hingebungsvolle Liebe, sondern auch die Strenge einer Mutter, und selbst ein gestandener Rattenjäger zuckt zusammen, wenn sie ihre Stimme
erhebt.

 

 


 

 

Rondrasohn

Wenn Schwertmesser klirren, Krallen über Rüstungen kratzen und Zischen und Fauchen die Luft erfüllt, ist der Rondrasohn in seinem Element. Für manche Rondrakinder ist es die Lust am Kräftemessen, für einige eine Kunst und für andere ein Rausch, doch ihnen allen ist gemein, dass der Kampf mit oder ohne Klinge sie fast magisch anzieht. Doch sollte man den Rondrasohn nicht mit einem brutalen Straßenschläger verwechseln. Denn so unterschiedlich ihre Waffen sein mögen, so unterschiedlich ist auch für Rondrakinder der Trieb, den Kampf zu suchen. Der Schutz des eigenen Wurfes und der Familie mag ihn umtreiben, der Wunsch der Gerechtigkeit durch seine Kraft eine Stimme zu geben, oder als Tiefling den Tod unter den ewigen Feind, die Ratten, zu bringen. So durchstreift dieser Rondrasohn die Stadt, um den Schwachen beizustehen und einer Welt ohne Gesetz und Richter ein wenig Ordnung zu geben.

 

 


 

 

Zerzaltochter

Viele Katzen empfinden gegenüber der Zerzaltochter ein gewisses Unbehagen. Die Jagd gehört für Katzen zum täglichen Leben und für viele sogar zum Zeitvertreib, aber sie betreibt die Jagd ohne das grausame Spiel mit der Beute. Das Spiel liegt ihr nicht, denn es bringt sie nur von ihrem Ziel ab. Die Zerzaltochter kann Stunden und Tage damit verbringen ihr Ziel aus der Dunkelheit heraus zu beobachten, um den perfekten Moment abzuwarten. Wenn sie zuschlägt, dann präzise und tödlich. Hat sie eine besonders interessante Beute zur Strecke gebracht, sammelt sie nicht ihr Fell als Trophäe, sondern die Seele ihrer Beute, um sie in deren eigenen Schädel zu bannen. So heißt es, dass manche Zerzalkinder ganze Haufen von Schädeln aufgetürmt haben, allesamt bewohnt vom Geist ihres vormaligen Inhabers.

 

 


 

Weitere Professionen werden im Regelwerk, als auch in den erhältlichen und kommenden Quellenbänden (wie zum Beispiel im Meisterschirm & Kompendium) beschrieben.

Regelwerk

DIE GRUNDAUSSTATTUNG FÜR ALLE KATZEN UND KATER!

Das Regelwerk

 

Im Regelwerk wird dir alles vermittelt, was du als Katze oder Katzenmeister brauchst, um dich in der Welt der Schwarzen Katze zurecht zu finden. Um dich mit deinen Freunden ins Abenteuer zu stürzen, brauchst du nur ein paar Stifte, Würfel und dieses Buch. Hier erfährst du alles über die Regeln des Spiels. Schritt für Schritt wirst du durch das Regelwerk geführt und lernst mehr über die Welt, die Stadt Havena und die Anwendung von Fertigkeiten, den Kampf und die Gaben der Ahnen, die den Katzen übernatürliche Fähigkeiten verleihen.

 

Es sind keine Vorkenntnisse notwendig!

 

Geeignet für drei bis fünf Personen ab 12 Jahren!

 

Regelerweiterung

ENTDECKE AVENTURIEN NEU!

Die Regelerweiterungen

 

Die Regelerweiterungen für Die Schwarze Katze stellen dir nicht nur neue Rassen, Kulturen und Professionen vor, sondern unterstützen dich auch in vielen anderen Bereichen. Viele Katzen in Havena halten sich Mäuse als Haustiere! Wie die Haltung und Aufzucht von Mäusen genau funktioniert und welche Vorteile dein Charakter dadurch hat, wird genau behandelt. Die Schwarze Katze ist auch ein Spiel für Kinder und Familien. Das Kompendium beispielsweise gibt dir einen speziellen Regelsatz an die Hand, der das Spielen mit Kindern vereinfacht.

Dies und viel mehr bieten dir die Regelerweiterungen für Die Schwarze Katze!
 

 

Abenteuer

SPANNENDE ABENTEUER ERWARTEN DICH!

Offizielle Abenteuer

 

Bei den offiziellen Abenteuern handelt es sich um Anthologien, also gleich mehrere Abenteuer, die sich an spezielle Spieler und deren Vorlieben richten. Die Anthologie „Nachtgeheul“ ist geeignet für Spieler, die einen angenehm kalten Hauch über den Rücken wertschätzen und die Anthologie „Samtpfoten“ richtet sich vor allem an Spieler, die narratives Erzählen bevorzugen und in intensiver Interaktion mit der Spielwelt aufblühen.

Die einzelnen Abenteuer können dabei vom Meister so ausgelegt und modifiziert werden, dass die aktuelle Gruppe sich schnell einfinden kann!

 

Bist du bereit die Abenteuer mit deinen Freunden zu bestehen?
Zubehör und Allerley

TOLLES SPIELZEUG FÜR DEINE GRUPPE!

Zubehör und Allerley für Die Schwarze Katze

 

Für Die Schwarze Katze stehen dir viele Produkte zur Verfügung, die das Rollenspiel deiner Gruppe vereinfachen. Mit den Spielkarten vereinfachst du den Spielern (und auch dem Meister) das Rollenspiel ungemein, denn das Blättern in den Regeln wird so minimal gehalten und lässt dich so auf das fokusieren, auf das es ankommt – Auf das Spiel an sich. Mit den Katzendokumenten hast du die Übersicht über deinen eigens erstellten Charakter und schnellen Zugriff auf alle Werte auf die es ankommt. Hinzu kommen noch viele weitere Zusatzprodukte.

 

Bist du eine wahre Katze?

Jens Ullrich

Redaktion

 

Jens ist der Urvater und Erfinder von Die Schwarze Katze. Dabei ist Die Schwarze Katze nicht seine erste Erfindung. Jens hat bisher an vielen Rollenspielsystemen mitgearbeitet und war sogar mal ein Teil der Das Schwarze Auge Redaktion! Darüber hinaus hat Jens auch an fachlichen Publikationen mitgewirkt und an Hochschulen Game Design unterrichtet.

 

Möchtest du mehr über Jens wissen, dann schau doch mal auf seiner Website Das Eisparadies vorbei!

Nadine Schäkel

Redaktion

 

Nadine ist nicht nur der Art Director für Das Schwarze Auge, sondern auch ein Teil der Redaktion für Die Schwarze Katze. Als Kennerin konnte sie ihre Erfahrung mit Katzen in das Regelwerk mit einfließen lassen und zusammen mit dem Erfinder dafür sorgen, dass Die Schwarze Katze einen ganz speziellen Charme entwickelt.

 

Möchtest du mehr über Nadine wissen? Dann schau mal hier!