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Print on Demand Vorlage

20. Juni 2022

Viele Produkte verlassen nach und nach das Lager von Ulisses und sind dann vergriffen. Wieso ist das so? Und wenn ein Nachdruck zu teuer ist, wieso nutzt ihr dann nicht Print on Demand? Michael versucht, einen Überblick zum Thema und zu den Hürden zu geben. 

Tach!

Wir müssen ja echt mit dem Amboss gebürstet sein, um Bücher auslaufen zu lassen, die eigentlich noch Leute kaufen möchten – oder? Tatsächlich ist die Verfügbarkeit des Backstocks, also der Produkte, die nicht mehr als Neuheit gelten, für eigentlich alle Verlage ein Problem. Die Mindestauflage im Offset-Druck für viele unserer Bücher ist 300 Exemplare und wirtschaftlich sinnvoll ist oftmals erst eine Auflage von 500 Büchern. Wenn man zuvor an den letzten 100 Exemplaren zwei Jahre verkauft hat, dann ist der Markt gesättigt – und selbst wenn es initial einige Dutzend Interessenten gibt, wird man noch viele Jahre verkaufen müssen, um den Punkt zu erreichen, an dem man die Investition für den Nachdruck wieder erreicht hat. Das ist Geld, das gebunden im Lager ist und sich nicht mehr reinvestiert. Zudem nimmt die Ware Platz für neueres Material weg, das man ggf. besser verkaufen kann. Das ist ein so großes Problem, dass Verlage durchaus zahlungsunfähig werden können, weil sich ihr Bestand nicht in monetäre Mittel umwandeln lässt, obwohl das „Vermögen“ im Lager eigentlich noch ansehnlich ist.

 

 

Tatsächlich hatten wir bereits vor Jahren erste Print on Demand-Tests zu Pathfinder, doch mit der Qualität der Anbieter waren wir nicht zufrieden. Zudem bestand das Problem, dass die Innenseiten der Cover nicht mit bedruckt werden konnten, weswegen wir umlayouten mussten. Wenn aber zwei Seiten im Innenteil dazukommen, muss man noch zwei leere Seiten einbauen (von denen eine am Ende eh für die Prozessierung in der Druckerei benötigt wird) … Das ist alles nicht sexy, aber machbar. Zudem hat Drivethru Print on Demand zwischenzeitlich auch die Klammerheftung abgeschafft, weswegen alle Produkte mindestens Softcover werden müssen. Daher sieht ihr oben auch die DSA1-Print on Demand-Druckversuche alle bereits mit Klebebindung.

 

 

Wir hatten die Test-Produkte in verschiedenen Papierstärken und Qualitäten geordert, um zu sehen, was am besten funktioniert. Auch wenn es das teuerste ist, führt am Premium-Farbpapier eigentlich kein Weg vorbei, selbst bei s/w-Titeln wie den Retroabenteuern. Und bei farbigen Titeln ist das Problem, dass die Print on Demand-Druckereien nur maximal 240 % Farbauftrag ermöglichen, wo Offset-Druckereien 300 % schaffen. Also müssen wir schauen, dass die farbigen Ergebnisse auch akzeptabel sind – was möglich ist, aber entsprechend Anpassungen an unseren Daten an die neuen Vorgaben erfordert. Wir werden versuchen, einen akzeptablen Preis für die Print on Demand-Titel zu finden, aber die Papierkrise betrifft die Print on Demand-Druckereien natürlich ebenso wie die Offset-Druckereien. Ein weiteres Problem ist, dass die Druckerei unseres Partners in Großbritannien steht. Das bedeutet zum Beispiel für Kunden in Deutschland noch einmal längere Wartezeiten, wenn sie ein Buch bestellen. Einen alternativen Print on Demand-Partner zu finden, ist ebenfalls problematisch, da wir dann für die Print on Demand-Bücher einen weiteren Shop bräuchten und auch Kombos aus PDF und Print aus vertraglichen Gründen nicht mehr möglich wären.

 

 

Die Print on Demand-Romane für Das Schwarze Auge sind ebenfalls nicht vergessen und nach einigen Tests mit Anbietern, Testdruckproblemen und verschobenen oder gar verschwundenen Elementen, hoffen wir bald eine Lösung anbieten zu können, damit diese Klassiker wieder als Print on Demand erhältlich werden können.

 

 

Am liebsten hätte ich gerne ALLES, was im offset-Print und der normalen Handelsdistribution rausfliegt, danach direkt als Print on Demand, sofern es Verträge und Lizenzlage hergeben. Aber leider ist uns das in den letzten Jahren schon aufgrund unserer Personalressourcen nicht möglich gewesen. Wir haben allerdings weder die Hoffnung noch die Arbeiten an den Projekten aufgegeben und hoffen, euch irgendwann vergriffene Romane und Rollenspielmaterialien auf diesem Wege erneut anbieten zu können.

 

Mit informierenden Grüßen, euer Michael Mingers.

 

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