Das Bornland erwacht!

Das Bornland erwacht!

Meskinnes, Groschen und Bronnjaren! Mit einer der nächsten Regionalspielhilfen erhält Das Schwarze Auge 5 endlich die langersehnte Beschreibung des Bornlandes und des jenseits des Flusses Walsach gelegenen Überwals. Aber was macht diese doch recht abgelegenen Gegenden Aventuriens so beliebt?

Wer auf der RatCon 2022 in Limburg das Das Schwarze Auge-Panel besucht hat, konnte die Neuigkeiten direkt aus erster Hand erfahren: Mit Die Marschallslande – Das Borland & das Überwals wurde die neunte Regionalspielhilfe für die 5. Edition von Das Schwarze Auge angekündigt. Damit widmen wir uns endlich einer der vielleicht traditionsreichsten Regionen des phantastischen Kontinents Aventurien.

 

Eine irdische Geschichte des Bornlands

Seine erste ausführliche Beschreibung erhielt das Bornland bereits 1989 mit der passend benamten Regionalbox Das Bornland aus der Reihe „Aventurische Regionen“ für DSA2 – sogar die erste Das Schwarze Auge-Regionalspielhilfe überhaupt! Auf 40 Seiten (zuzüglich 12 Seiten Meisterinformationen) erhielten die Lande am Born hiermit als erste Region Aventuriens eine detailliertere Ausdifferenzierung. Stadtpläne für Festum und Rodebrannt liegen ebenso bei wie eine erste Gesamtkarte des Bornlandes. Viele der Setzungen und angelegten Geheimnisse sind noch fast dreißig Jahre später relevant und werden in aktuellen Publikationen aufgegriffen.

 

 

Im Jahr 1998 erweiterte die DSA3-Regionalbox Rauhes Land im Hohen Norden diese Beschreibungen auf über 160 Seiten in dem Heft Das Land an Born und Walsach. Die Box enthielt zusätzlich Beschreibungen der Nivesenlande und des Hohen Nordens, eine Abenteueranthologie, einige Kurzgeschichten und eine ganze Menge zusätzlicher Stadtpläne, darunter Norburg, Neersand und Ouvenmas. Schon im vorigen Jahrhundert war also bereits das Grundkonzept der „Regionalspielflöte“ angelegt, also eines Sammelpakets der Quellenbände mit erweiterndem Spiel- und Hintergrundmaterial.

Die DSA4-Regionalspielhilfe Land des schwarzen Bären der Grünen Reihe von 2008 ist aktuell die jüngste vollständige Beschreibung des Bornlands. Mit Firunen war ein weiterer Plan einer bornischen Stadt enthalten. Dieser Quellenband stellt die Grundlage für sämtliche bislang für die 5. Edition von Das Schwarze Auge erschienenen Inhalte für das Bornland dar.

Die prägendste Darstellung des Bornlands ist jedoch vielleicht der monumentale Roman Das zerbrochene Rad von Ulrich Kiesow. Die fast 1000 Seiten starke Geschichte beschreibt die Geschicke der nordaventurischen Adelsrepublik im Auftakt der Borbaradkrise, die ganz Aventurien erschüttert hat und letztlich in der epischen Kampagne um die Sieben Gezeichneten mündete. Im größeren Gesamtzusammenhang beschreibt Kiesows letzte Geschichte, die erst nach seinem Tod veröffentlicht wurde, zwar wenig mehr als eine Randnotiz der aventurischen Historie, doch legt sie den Grundstein für wichtige Akteure späterer Publikationen und definiert auf unnachahmliche Art das Selbstverständnis der Bornländer.

 

Abenteuer am Born

Doch auch zahlreiche Abenteuer haben im Laufe der Jahre das Bild des Bornlandes geformt. Das Schiff der Verlorenen Seelen stammt aus einer Zeit vor den ersten Regionalbeschreibungen. Frühe Abenteuer der 2. Regeledition, die einen starken Beitrag zur Atmosphäre des Settings geleistet haben, sind beispielsweise das für seine Zeit außergewöhnlich atmosphärische Gruppenabenteuer Der Zorn des Bären, das unbarmherzige Soloabenteuer Menschenjagd und das für den gesamtaventurischen Kontext immens wichtige Abenteuer Die Attentäter. Während in der 3. Edition vor allem die Randregionen des Bornlands bespielt wurden, wurden in der 4. Edition wieder einige beliebte Abenteuer veröffentlicht, die im Herzen des Bornlands stattfinden – beispielsweise Drei Millionen Dukaten, Zeit der Ritter und Schloss Strobanoff, um nur einige zu nennen.

 

 

Den ersten Ausflug ins Bornland in der 5. Regeledition konnten Helden und Spielleiterin gemeinsam im zweiten Kurzabenteuer der Heldenwerk-Reihe erleben, Ein Goblin mehr oder weniger. Dabei können sie einen Mord in Festum, der größten Stadt am Born, aufklären und dabei bereits einigen Meisterpersonen begegnen, die wenig später eine gewichtige Rolle für die Geschicke des Bornlands spielen sollten. Nur ein halbes Jahr später erschien ein weiteres Heldenwerk-Abenteuer für Festum, Die Thorwalertrommel, und es sollte den Auftakt für die erste Abenteuerkampagne für Das Schwarze Auge 5 darstellen, die zudem wegweisend für die Regionalspielhilfe Die Marschallslande ist: die Theaterritter-Kampagne.

 

Das Erbe der Theaterritter

Eine ausführliche Regionalbeschreibung für das Bornland gibt es für Das Schwarze Auge 5 bislang nicht, doch mit der sechsteiligen Abenteuerkampagne rund um die Theaterritter ließ sich dennoch das gesamte Bornland bereisen und erkunden. Dabei wurden unzählige Geheimnisse und Abenteueraufhänger vergangener Publikationen aufgegriffen, aber auch neue Handlungsstränge gewoben und das Fundament für die Entwicklung der Region in der aktuellen Regeledition gelegt.

Während allen sechs Abenteuern der Kampagne ein eigenständiger Plot zugrundeliegt, werden sie durch eine gemeinschaftliche Hintergrundhandlung verbunden. Diese folgt dem historischen Erbe der Theaterritter, eines Ordens der Rondrakirche, der das Bornland vor fast einem Jahrtausend in blutigen Kämpfen gegen die hier lebenden Goblins in Besitz genommen hat. Im Laufe der Kampagne werden uralte Hinterlassenschaften aus jener Zeit zutage gefördert und längst vergessene Wahrheiten über die damaligen Ereignisse kommen ans Licht. Die Helden stellen sich namenlosen Bedrohungen entgegen, ergreifen in Streitigkeiten zwischen den bornischen Schwesternschaften der Hexen Partei, erleben folgenschwere Intrigen am Hofe eines Feenkönigs mit und werden gar Zeuge eines Vulkanausbruchs.

 

 

Immer wieder spielt dabei das Erwachen des Bornlandes eine Rolle. Dieses schon in früheren Publikationen angedeutete Phänomen beschreibt, wie eine magische Kraft, die mit dem Wesen des Bornlandes selbst verbunden zu sein scheint, gegen die menschliche Besiedelung aufbegehrt. Sie trachtet danach die Errungenschaften der Kultur ungeschehen zu machen. Jahrhundertealte Straßen und Wege werden in kürzester Zeit überwuchert, altes Mauerwerk splittert unter der Gewalt von kräftigen Wurzeln, die Winter werden länger, kälter und dunkler. Gleichzeitig stemmt sich diese uralte Macht jedoch auch gegen Bedrohungen, deren Existenz den Menschen des Bornlandes oft nicht einmal vollständig bewusst ist.

 

Die Zukunft des Bornlands

Die Ereignisse der Kampagne und das Erwachen des Bornlands schaffen die Grundlagen der neuen Regionalspielhilfe für Das Schwarze Auge 5: Die Marschallslande. Die Geschehnisse der Kampagne liegen einige Jahre zurück und haben ihre Kreise gezogen, haben beispielsweise Entwicklungen in den Glaubensvorstellungen der Bornländer angestoßen und das Machtgefüge im Norden des Landes, in Sewerien, ordentlich durcheinandergebracht.

 

 

Höchste Zeit also, wieder einmal das Bornland zu besuchen und nachzuschauen, was sich dort seit dem Ende der Kampagne getan hat! Wo wir dieses Mal einen Kurzabriss der Vergangenheit des Bornlandes durchkämmt haben, werde ich euch beim nächsten Mal mehr über seine Gegenwart erzählen – allerdings wird das nicht ganz spoilerfrei sein. Falls ihr mit der Theaterritter-Kampagne also noch nicht fertig seid, habt ihr noch ein paar Wochen Zeit!

 

Erwartungsvolle Grüße, Euer Johannes

 



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