Warmachine: R.E.C.O. Stormwall (Ridiculous Electrical Components Overkill) – Teil 3

Hier kommt ihr zum ersten Artikel und zum zweiten Artikel der Reihe.

Wie in den letzten Tagen angekündigt, folgt heute nun der letzte Beitrag zum Umbau.

Noch einmal das Video des fertigen Umbaus und aller Funktionen sowie das kleine Making-Of-Video der Innereien des R.E.C.O. Stormwalls.

4. Drehende Chainguns.

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Hierfür habe ich 2 Getriebemotoren verwendet. Man hätte auch noch eine Nummer schneller nehmen können, oder als Alternative diesen Motor. Das kleine Getriebe vorne dran sorgt dafür, dass die Motoren nicht zu schnell drehen. Sie laufen mit 6V und hängen mit einem eigenen Schaltkreis mit an der 6V Fotobatterie des Rauchgenerators (sie ziehen nicht viel mAh).Die Motorwelle wird über eine Plastikhülse mit den Chainguns verbunden. Die Chainguns sind Aftermarket-Teile von MaxMini. Die Originalen konnte ich nicht nehmen, da das Kühlblech teil des Chaingun-Gusses ist, aber die von MaxMini sind ein guter Ersatz (ein winziges  bisschen kleiner als die Originalen).

5. Chaingun Schussgeräusch.

Ein einfaches Soundmodul für Grußkarten, bekommt man z.B. von Pearl bei Amazon für wenig Geld. Das Modul hat schon eigene Batterien und einen kleinen Lautsprecher. Die Schiebelasche habe ich natürlich durch einen Schalter ersetzt, zudem noch einen etwas besseren Lautsprecher dran gelötet. Das Modul nimmt bis zu 10 Sekunden auf, was vollkommen ausreichend ist. Im Internet ein paar verschiedene Chaingun Sounds gesucht, dazu „Anlauf-Geräuche“, alles zusammengefügt und über die Boxen der Anlage auf das Modul aufgenommen. Fertig.

6. „Verbrauchte“, raus fallende Hülsen.

Der Horror! Hierfür gibt es halt nun mal kein Modul oder ähnliches. Der erste Versuch war mit einem kleinen Elektromagnet, der über kleine Hebel 2 Luken öffnen sollte, aus denen die Hülsen raus fallen. Leider war der Magnet so schwach, dass er schon bei minimalem Druck auf die Luken nicht mehr funktionierte und so eine Ladung Hülsen brachte eben viel zu viel Gewicht auf die Luken. Somit musste alles wieder verworfen werden.Im Endeffekt wurde es der gleiche Motor wie bei den  Chainguns, nur hier mit einer kurzen Gewindestange aus Plastik auf der Welle, das Ganze senkrecht in der Mitte des Torsos eingebaut. Auf der Gewindestange sitzen 2 quadratische Muttern, die ein Blech halten, Muttern und Blech bewegen sich je nach Drehrichtung des Motors hoch oder runter. Am Blech sind beidseitig Plastikluken befestigt, die sich jeweils vor eine Rutsche schieben, über die die Hülsen raus fallen (siehe Video). Die Drehrichtung des Motors wird über einen Umpolschalter aus dem Modellbahnbau (ca. 5€ bei ebay) manuell geändert. Eine automatische Schaltung wäre natürlich schöner gewesen, hierfür reichten aber meine sehr beschränkten Elektronikkenntnisse nicht aus. Diese mangelnden Kenntnisse waren auch Schuld am recht komplizierten Einsatz des Timermoduls (ebenfalls aus dem Modellbahnbau, kostet ca. 15€). Ich hoffe, die Erklärung im Video hierzu ist ausreichend, denn das alles genau aufzuschreiben, würde den Rahmen sprengen.Das Modul wird mit einem 9V Lithium Block versorgt. Diese halten wesentlich länger als normale 9V Blocks und kosten ca. 6€ bei ebay. Bei den Hülsen handelt es sich um Fox Klemmhülsen Größe 1 (5mm lang, 0,7mm Durchmesser) aus dem Angelbedarf, 500 Stück für 15 €. Ist viel günstiger, als tatsächliche Patronenhülsen aus dem Modellbau zu nehmen, da liegt man bei 20 Stück meistens schon bei 6 – 8€. Ein Problem war allerdings noch das Verkanten der Hülsen im Inneren des Torsos. Hier musste ich die Anzahl der Hülsen reduzieren und ein rundes Plastikrohr einbauen, in dem die Hülsen einfach weniger Möglichkeit hatten, sich zu verkanten.

7. Schießende Hauptkanonen mit Glühkerzen und Pyrowatte

\"\"Pyrowatte gibt es einfach bei ebay, kostet meist so ca. 8 – 10€. Unbedingt nach Erhalt nochmal ausbreiten und richtig austrocknen lassen! Glühkerzen bekommt man in jedem R/C Modellbaugeschäft oder auch bei Conrad, die billigsten sind vollkommen ausreichend. Leider musste ich das Kabel, das am oberen Gewinde der Glühkerze sitzt einmal rundum fest löten,drumwickeln war nicht ausreichend. Normalerweise wird ja die Glühkerze eingeschraubt, wodurch das Kabel sehr fest angedrückt wird. Eine entsprechend große Mutter hätte hier aber die Optik der Kanonen versaut, darum das Festlöten. Trotzdem kann man die Glühkerzen beim Stormwall auswechseln, falls sie mal durchbrennen, ist dann nur etwas aufwändiger. Sie werden mit 1,5V aus jeweils einer AAA Batterie versorgt, jede Glühkerze hat ihren eigenen Stromkreis (weder mit Parallel- noch mit Reihenschaltung – bei letzterem dann getestet mit 3V Batterie – haben sie geglüht, sodass ich irgendwann resigniert habe und jede einen eigenen Stromkreis bekommen hat – so kann man sie immerhin auch einzeln abfeuern. Die Big Guns wurden natürlich komplett ausgebohrt, zudem sitzt ein Messingrohr in jeder Kanone, sodass die verbrennende Pyrowatte keinen direkten Kontakt zum Resin der Kanonen hat.

Ich hoffe, ich konnte interessierten Warmachine- und Horde Spielern einen halbwegs interessanten Einblick gewähren. Mein Dank geht an Markus von Ulisses, der diese Vorstellung im Ulisses-Blog möglich gemacht hat und an Dirk, der Markus auf meine Arbeit aufmerksam gemacht hat. Natürlich auch 1000 Dank für das „kleine Freebie“, die Planungen für den „R.E.C.O. Galleon“ laufen – das wird aber noch laaaange dauern.

Pydracor

(Für Bilder in Originalgröße bitte im page5-Forum den ursprünglichen Beitrag lesen)

Hier kommt ihr zum ersten Artikel und zum zweiten Artikel der Reihe.

Zuletzt aktualisiert: 15. August 2013 by Ulisses Spiele GmbH



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