Uthuria Jost und die Stadt des Blutes

Die Abenteuer von Uthuria Jost gehen weiter! Dominic Hladek, einer der Autoren von Porto Velvenya und Der Fluch des Blutsteins, berichtet euch heute von einigen Elementen des zweiten Bandes der Uthuria-Regionalkampagne Grüne Hölle und erwähnt dabei auch einiges, das die Helden sehen oder erfahren können. Je nach persönlicher Spoilerempfindlichkeit sei darum eine Warnung geäußert. 😉

 

Aus der Ferne mutet der wirre Tanz des Priesters wie die waghalsigen Manöver einer Coatl an, einer gefiederten Schlange. Jost hat die hiesige Drachenart bisher zum Glück nur von weitem beobachten können. Die Menschenmenge starrt wie gebannt auf den Tanz, denn man weiß, dass danach Blut fließen wird. Jost treibt es ein grimmiges Lächeln aufs Gesicht, als das am Blutstein in Ketten liegende Biest gequält aufschreit:

Das hast du götterverfluchte Bestie jetzt davon, dass du Boradne gefressen hast. Die Xos spaßen nicht, die schneiden dir ohne zu zucken dein Herz aus dem Leib. Wenn du überhaupt eins hast…

Jost weiß, dass er sich jetzt konzentrieren muss, um den Moment nicht zu verpassen. Dem Tanz folgt sehr bald das Opfer.

Gleich ist es soweit… und los!

Während die Stufen der Pyramide sich unter dem Jubel der Menge blutig rot färben, nutzt er den Moment der Ablenkung bei den Kriegern.

Zum Glück haben hier die von der Jaguarschule Wachdienst. Die Jungs von den Adlern oder Stieren wären nicht so nachlässig gewesen

denkt er sich, während er gewandt ins Innere der Pyramide gleitet.

[…]

Jost kommt es vor, als irre er schon seit Stunden durch die Gänge. Von draußen hört er gedämpft das Gegröle von der Xortapok-Arena.

Verdammter Blutsport! Dagegen wirkt Imman wie ein Ritt auf Tsas Regenbogen. Aber jetzt konzentrier dich, alter Junge, konzentrier dich!

Dann erblickt er endlich, was er sucht. Einen Blutstein. Kein großer wie der auf der Tempelpyramide, sondern klein wie ein Hühnerei, bereitliegend für die morgige Weihe eines Blutmagiers, an den der Stein gebunden werden soll. Genauso einen will Jost mit nach Hause bringen. Ein kleines Andenken, das ihm – verkauft an die richtigen Leute in Mirham – seinem Wunsch vom eigenen Teehaus in Khunchom und einem sorglosen Leben bei Wasserpfeife und Falafel ein gutes Stück näher bringen wird.

Dann schreckt ihn ein seltsames Gepolter auf, als sich die rechteckigen Gebilde neben ihm in Bewegung setzen. Eiskalt läuft es ihm über den Rücken.

Verdammt! Lebende Statuen… warum ausgerechnet müssen es Statuen sein?

[…]

Als die Geisterstatuen vor ein paar Tagen auf ihn losgegangen sind, hätte er nicht gedacht, dass er sich nochmal in diese Stadt mit ihren blutigen Pyramiden zurückwünschen würde. Irgendwie kam er dort raus und jetzt hier im Sumpf ist ihm klar, dass Amakun ein Fanal der Ordnung mitten in dieser Grünen Hölle darstellt.

Die Xo’Artal haben ihre Seltsamkeiten, aber ihre Städte funktionieren und stinken auch nicht so wie die Gassen Al‘Anfas.

Er denkt zurück an die atemberaubenden Tempelpyramiden, die Wohntürme und den Markt mit seinen fremden Speisen und Gewürzen. Die kleine grüne Schote, die er dort probiert hat, brennt jetzt noch auf seiner Zunge.

Apropos grün und scharf… denkt Jost sich seufzend und schwelgt in Erinnerungen an die Nanshemu-Schönheiten des Fremdenviertels. Wer hätte gedacht, dass diese Wilden hier jenseits der Berge mit den Xos zusammen in den Städten wohnen und solch kultivierte Gastgeber sein können.

Gedankenversunken stapft er durch den Sumpf, dann reißt ihn ein Anblick aus seinen Träumen, der Abenteuer verheißt. Endlich sieht er die gesuchten Bauwerke vor sich. Jost grinst breit vor sich hin.

So gefallen mir Pyramiden: versunken im Sumpf und verdammt nochmal unbewohnt, wie sich das gehört. Na, dann lass mal schauen, wie wir da reinkommen …

 

Bald wird Der Fluch des Blutsteins, der zweite Teil der Regionalkampagne Grüne Hölle, in den Regalen des Händlers eures Vertrauens stehen. Da ist es angebracht, einen ersten Blick in den Abenteuerteil des Bandes zu werfen. Was Uthuria Jost hier beschreibt, sind seine Eindrücke der Xo’Artal-Stadt Amakun sowie von deren Umland.

Beim Aufbau des Abenteuerteils in der Stadt, die die Helden am Ende von Grüne Hölle 1 – Porto Velvenya erreichen, war es uns besonders wichtig, die Stimmung einer für Aventurier völlig neuen Metropole mit einem spannenden Plot zu verbinden, der möglichst offen gehalten und nach Belieben erweiterbar ist. Während die in Porto Velvenya thematisierte Reise hierher im Kern geradlinig war (mit viel Raum für Schlenker in alle Richtungen und Abenteuer „am Wegesrand“), bietet das Spiel in Amakun stattdessen eine Reihe Szenarien, die zwar unter einer Rahmenhandlung stattfinden, aber in Reihenfolge, Zeitpunkt und dem letztlichen Ergebnis nur wenige Vorgaben haben. Aber keine Angst, die Szenarien sind ausführlich beschrieben und der Spielhilfenteil unterstützt den Meister beim Leiten mit einer umfangreichen Stadtbeschreibung Amakuns und einer Kulturbeschreibung der Xo’Artal. Eine Farbkarte der Stadt und einige Bilder archetypischer Bewohner erleichtern ihm die Arbeit zusätzlich.

Der zweite Teil des Abenteuers führt in die Wildnis und die Ruinen einer anderen Xo’Artal-Stadt. Schon aus dem ersten Teil der Kampagne sollte klar sein, dass der Dschungel den Namen „Grüne Hölle“ zu Recht trägt, und auch diesmal steht fest, dass es für die Helden kein Zuckerschlecken wird, sich hier zu behaupten. Auch in diesem Teil haben wir darauf geachtet, dass die Handlungselemente sich nach den Aktionen der Spieler richten und geben ihnen sogar die Befehlsgewalt über ein nicht eben kleines Expeditionscorps, das es sinnvoll einzusetzen gilt.

Zum Inhalt wollen wir hier noch nicht zu viel verraten. Aber der namensgebende Fluch des Blutsteins wird ebenso eine Rolle spielen wie der fremdartige Glaube der Xo’Artal, denen ihre Götter womöglich noch viel näher stehen als die Zwölfe den Aventuriern. Daneben aber heißt es, sich in der Fremde zwischen exotischem Opferkult und Intrigen, Traumvisionen und Kämpfen gegen bösartige Bestien, düsteren Kulten und wilden Echsenvölkern, ja womöglich sogar unter leibhaftigen Göttern zu beweisen. Denn nur durch seine Taten wird man bei den Xo’Artal respektiert; ein Volk also, das auf eure Helden nur gewartet hat.

Zuletzt aktualisiert: 25. Juli 2013 by Ulisses Spiele GmbH



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