Tales from the Loop: Werkstattbericht

Tales from the Loop: Werkstattbericht

Mit dem Deutschland-Band von Tales from the Loop begeben wir uns auf eine ganz besondere Reise in den 80ern. Nämlich in das geteilte Deutschland mit all seinen Tücken.

 

 

Zwei Deutschländer in den 80ern

Hallo zusammen!

Die erste Frage, die wir uns natürlich stellen mussten, als es an die Konzeption des Deutschlandbandes ging, war die, wohin wir den Loop denn nun legen. Und es dauerte auch nicht lang, bis mich erste Nachrichten erreichten, die in Inbrunst und voll des Lokalpatriotismus auf ihre jeweilige Heimat zeigten. Ich verstehe das gut, ich habe intern durchaus auch für die Eifel geworben.

Dass es nun am Ende der Taunus ist, liegt aber tatsächlich nicht nur daran, dass wir damit das Ulisses-Umland aktiv ins Spiel umsetzen können, sondern auch, dass wir vor Ort all das vorgefunden haben, was wir für die Umsetzung unserer Planungen brauchten – und mehr. Aber eine dieser Zuschriften fiel mir früh ins Auge, da sie etwas Wichtiges ansprach: In den 80ern hatten wir nicht ein Deutschland, sondern zwei.

Viel grundlegender als beispielsweise die Frage, ob man auf dem Land oder in der Stadt großgeworden ist, unterteilen sich in Deutschland alle Kinder der 80er Jahre in jene, die in der Bundesrepublik aufgewachsen sind und in jene, die in der DDR lebten. Das war keine triviale Sache, denn mir war wichtig, dass ein „Deutschland in den 80ern“ für alle interessant sein würde, selbst wenn es 80er sind, „die es nie gab“.

Wenn wir nun aber über die DDR schreiben wollen, dachte ich mir, dann sollte das auch jemand tun, der Ahnung hat. Nicht nur leere Hülsen zwischen Ostalgie und Spreewaldgurke, nicht nur das in grauen Farben gemalte triste Bild der Länder jenseits des „antifaschistischen Schutzwalls“, was uns medial so gerne präsentiert wird, sondern echte Erfahrungen mit all ihren Nuancen. Also bat ich die Kollegen, mal ihre Fühler auszustrecken, ob wir vielleicht sogar eine Autorin oder einen Autor haben, mit dem wir schon zusammenarbeiten und die oder der diese Erfahrungen mitbringt.
Auftritt: Carolina Möbis. Carolina hat sich ja nicht nur bei Das Schwarze Auge, sondern insgesamt bei vielen Franchises sehr verdient gemacht, von BattleTech über Earthdawn bis zu HeXXen. Aber Carolina war auch tatsächlich ein Kind der DDR – und als wir dann miteinander darüber telefonierten, merkten wir schnell, dass wir da auf einen gemeinsamen Nenner kommen würden. Nicht nur in Bezug auf die DDR, sondern auch in Bezug auf den Band insgesamt.

Zum Umgang mit der Deutschen Demokratischen Republik ist unsere Lösung am Ende nun die: „Unser“ Loop liegt im Taunus. Das Buch bietet allerdings zugleich Informationen über einen möglichen, zweiten Loop, der Gerüchten zufolge jenseits der Grenze läge. Und wenn nun eine Gruppe lieber dort spielen möchte, bieten wir zudem Ansätze, wie man das ganze Szenario drehen kann und gewissermaßen die Rollen beider Standorte untereinander tauscht.

Die Trennung Deutschlands findet auch in der Kampagne Niederschlag, die das Buch präsentiert. Es ist aber zugleich nur ein Beispiel für eine ganze Reihe spannender Elemente, aufgrund derer ich mir sehr sicher bin, dass unser Deutschland-Setting das Spiel noch einmal um neue Facetten bereichern kann. Es ist definitiv Teil des Loop-Universums, doch es sollte zugleich mehr sein als nur die Mälaren mit deutschen Straßenschildern.

Wir arbeiten hart daran, das Buch so schnell wie möglich in euren Händen zu wissen – aber ich bin sicher, bis dahin finden wir auch die Gelegenheit, euch noch ein paar weitere Einblicke dieser Art zu geben.

 

Viele Grüße, euer Thomas

 



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