Nutzt Ulisses eigentlich KI?
Kaum ein Thema ist im Kreativbereich gerade so heiß umstritten wie die Nutzung von KI-Tools zur Erstellung von Texten und Bildern. Auch uns erreichen in letzter Zeit immer häufiger Anfragen zu dem Thema. Also: Reden wir darüber!
Die einen feiern KI-Tools als befreiendes Werkzeug, mit dem man endlich ohne Zeit- und Geldaufwand ein Buch illustrieren oder gar schreiben kann. Die anderen verweisen auf die ethischen Probleme, die juristischen Unwägbarkeiten und die Seelenlosigkeit der erzeugten Werke. Kurzum: Das Thema KI polarisiert.
Um zu erkennen, wie sehr all dies auch euch umtreibt, muss ich nur auf die Anfragen schauen, die uns inzwischen regelmäßig erreichen: Ist dieses Bild KI-generiert? Wurde jener Text mit ChatGPT erstellt? Oder verkürzt gesagt: Nun sag‘, Ulisses, wie hast du’s mit der künstlichen Intelligenz?
Wir verfolgen das Thema schon lange, diskutieren intern immer wieder intensiv über all die komplexen Aspekte dieser vermeintlich einfachen Frage. Dennoch ist unsere Antwort Stand heute sehr klar: Wir bei Ulisses verwenden keine generativen KI-Inhalte in unseren eigenen Produkten.
Unsere Texte werden von Menschen geschrieben und bearbeitet, sei es von unseren Redakteuren oder in Zusammenarbeit mit Freelancern. Und auch die Bilder in den Büchern werden nach wie vor von den Künstlern erschaffen, die das auch in der Vergangenheit getan haben.
Es ist dennoch fair einzuschränken, dass gerade in der Zusammenarbeit mit Freelancern für uns eine gewisse Unwägbarkeit liegt. Trotz unserer Vorgaben können wir bei extern erstellten Texten oder Bildern schlicht nicht wissen, was alles im Zuge des Erschaffungsprozesses zum Einsatz gekommen sein mag.
Zugleich muss man Acht geben, sich nicht verrückt machen zu lassen. Der Tonfall der Anfragen, ob ein bestimmtes Element vielleicht per KI erstellt sei, ist in letzter Zeit leider immer anklagender geworden. Es ist in unseren Augen jedoch wichtig, Freelancern wie Verlagen mit einer „Unschuldsvermutung“ zu begegnen, zumal sich bei unseren hauseigenen Produkten bisher kein einziger an uns herangetragener KI-Verdacht bestätigt hat. Die Alternative sind Vorverurteilungen und digitale Hexenjagden, die am Ende nur allen schaden, nicht zuletzt den Kreativschaffenden.
Ganz klar: Viele Fragen sind derzeit offen. Wird die KI-Blase platzen? Werden Plattformen Wege finden, die ethischen und juristischen Probleme zu lösen? Wie wird sich die Gesetzgebung entwickeln? Am Ende kann auch ich nicht sagen, was die Zukunft bringen wird. Was ich aber guten Gewissens sagen kann, ist: Wir bei Ulisses glauben fest an den Mehrwert, den menschliche Kreativität und Phantasie unseren Produkten verleihen.
Mit phantastischen Grüßen
euer Thomas