Infinity – Deutsche Meisterschaft 2013 – Eine Nachbetrachtung

Es ist jetzt schon wieder über eine Woche her, als sich 10 Spieler und Spielerinnen …, nein lassen wir es bei Spielern – man kennt ja das Nerddasein, in Hamburg versammelten, um über zwei Tage verteilt und in sechs verschiedenen Missionen zu beweisen, dass man es wert ist, den Titel Deutscher Infinity Meister zu tragen. Über das ganze Jahr verteil konnte man sich auf diversen Turnieren in ganz Deutschland für die Teilnahme qualifizieren und das Recht erwerben, an diesem denkwürdigen Wochenende dabei zu sein. Aber auch für nicht qualifizierte Spieler gab es nebenher auch noch ein kleines Turnier. Die Bude war also voll.

Der Austragungsort Hamburg bedeutete für uns, um 04:00 aufzustehen und pünktlich den langen Weg anzutreten. Aber was macht man nicht alles für das Hobby. Nach einer wahnwitzigen Hinfahrt, die eigentlich nur noch durch die Rückfahrt getoppt wurde (die Eingeweihten wissen Bescheid), gelangten wir ohne größere Probleme in Hamburg an und sorgten erst einmal mit Kaffee/Kakao und Brötchen für unser leibliches Wohl. So gestärkt starteten wir in den Turnieralltag. Nach einer Begrüßung und kurzen Klärung von organisatorischen Dingen seitens der Orga ging es dann auch gleich los.

Im ersten Spiel musste ich, genauso wie im letzten Jahr, gegen die Ariadna Armee des amtierenden deutschen Meisters ran. In einem knappen Spiel, bei dem wir uns nichts schenkten, mussten wir auf dem Spielfeld verteilte Signalgeber übernehmen. Auch wenn sich meine Franzosen gut behaupten konnten, resultierte doch der Veteran Kazak meines Gegenübers und der gut verminte und damit für mich schlussendlich unerreichbare Signalgeber in der Mitte des Spielfeldes, für ein 0:3 Resultat im letzten Spielzug. Besser kann ein Turnier doch nicht anfangen …

Im nächsten Match lief es dann schon besser für mich. Ich musste gegen Haqqislam (Scarface und einem Gefechtstrupp Odalisken) die Franzosenehre verteidigen. Drei Geräte mussten diesmal von der Mittelfeldlinie zur gegnerischen Spielfeldkante transportiert werden. Das Spiel lief für mich sehr glücklich, mein Mitspieler würfelte sehr unglücklich (übrigens in jedem Spiel an den beiden Tagen!) und nachdem Margot den Gefechtstrupp aus sicherer Entfernung mit Granaten auseinandergenommen hatte, konnte ich ohne große Probleme drei Siegpunkte holen.

Im letzten Spiel des Tages ging es dann auf Genjagd gegen Yu Jing – ein als Versuchssubjekt missbrauchter Gefangener musste auf seiner Flucht erlegt werden. Auch hier machte das Dreamteam Mirage 5 schon früh klar, dass Franzosen nicht nur Käse und Wein genießen, sondern auch mit Granaten und Chainrifle um sich schießen können. Trotz dieses herben Rückschlages in der ersten Runde, schaffte es mein Gegenüber aber noch, das Spiel spannend zu gestalten. Ein Tigersoldat schaffte es fast, meinen genmanipulierten Loup Garou zu töten und damit Siegpunkte zu holen. Zum Glück hieß es dann schlussendlich doch noch Vive la France!

Damit ging der erste Turniertag zu Ende. Nach einem gemütlichen Essen mit der versammelten Mannschaft beim Italiener um die Ecke, mussten wir aber schon wieder Richtung Pension aufbrechen. Bis auf das erste Spiel des Tages war ich eigentlich zufrieden mit meiner Leistung und konnte daher beruhigt einschlafen, um am nächsten Tag wieder mit vollen Kräften durchzustarten.

Der nächste Morgen startete mit einer eher unüblichen Mission für Infinity: Deathmatch, die teuerste gegnerische Einheit musste eliminiert und der Feind in die Flucht gedrängt werden. Diesmal mussten sich meine Franzosen gegen eine ALEPH Armee unter der Führung von Achilles beweisen. Duroc opferte sich heldenhaft, um der KI schwere Verluste in der Aufstellunsgzone zuzufügen. Zum Schluss musste ich aufpassen, dass sich ALEPH nicht vorzeitig in den Rückzug bewegte, denn sonst hätte ich so nicht alle Siegpunkte erhalten können. Ein einzelner Netrod machte den Unterschied zwischen Sieg und Niederlage aus und so stellte sich Achilles mutig vor den Netrod, nur um von meinen Loup Garou festgeklebt und viralisiert zu werden.

Im vorletzten Spiel des zweiten Turniertages durften wir dann kurz vor dem Auslösen stehende Explosivgeschosse sichern. Das Spiel gegen PanOceania mit Cutter verlief sehr knapp und war von Zeitmangel geprägt, so dass ich das Spiel zwar für mich entscheiden konnte, aber wir gerne noch mehr Zeit gehabt hätten, um alles auszuspielen.

Im sechsten Spiel musste ich dann noch gegen die Vereinigte Armee ran. Geheime Ware musste zügig gestohlen bzw. in Sicherheit gebracht werden. Auch wenn der Sepsitor meines Mitspielers gegen meine rückständigen Franzosen keine Gefahr darstellte, machte ein früher Angriff eines Speculo auf Duroc und das bessere Positionsspiel meines Gegenüber einen Sieg sehr schwer. Am Ende verlor ich auch dieses Spiel und musste mich geschlagen geben.

Zum Schluss reichte es dann doch noch für den 2. Platz und damit immerhin für den Vizemeistertitel (wie letzte Jahr). Meine Gratulation geht erneut an den neuen (alten) deutsche Meister Stefan "DaBoss" Böhm !

Interessant übrigens, dass sich bei einem Spiel, das von Hackern, Drohnen und thermooptischer Tarnung dominiert wird (wir befinden uns immerhin über 175 Jahre in der Zukunft), die Armeen mit der technologisch fast schon rückständigen Ausrüstung die beiden ersten Plätze teilen. Aber das ist ja auch das Schöne bei Infinity: Es kommt nicht auf die Liste an, sondern was man daraus machen kann!

Nach der Siegerehrung, dem gemeinsamen Abbau und der Verabschiedung machten wir uns dann auf den Heimweg und erreicht erschöpft aber dennoch zufrieden wieder die heimischen Gefilde.

Ich möchte mich noch bei Thimo für die Organisation nicht nur der Deutschen Meisterschaft, sondern auch der Qualifizierungsturniere bedanken. Vielen Dank auch an die Betreiber vom Jugendzentrum Schorsch, dass wir noch kurzfristig bei euch unterkommen konnten. An meine Mitspieler, die dafür gesorgt haben, dass es trotz Turnierdruck zu spannenden und interessanten Spielen gekommen ist. Und natürlich auch an unseren Fahrer, ohne den wir wohl nicht so entspannt in Hamburg angekommen wären.

Bis zum nächsten Jahr!

Fotos von der Meisterschaft gibt es hier.

Platzierungen des Finales:

Platz	Name	TP-Gesamt	VP	SP
1	DaBoss	 	52	788	1132
2	Agnomen 	42	897	1006
3	bruzzelbirne 	41	609	975
4	Skippi1986 	33	1021	784
5	Beans 		31	582	824
6	Sniperjack 	31	994	805
7	ARtiCle 	29	767	845
8	Burrock 	29	866	674
9	Joka 		23	1251	661
10	HH3818919 	13	1420	365

Die Platzierungen des freien Nebenturniers:
1	Amorphium 	44	898	1051
2	Bullet 		43	447	974
3	MickMountain 	42	813	916
4	Ivan 		27	714	887
5	luCiPHer 	16	1353	401
6	Nachtpfiffel 	13	1269	419

Schönste Armee: luCiPHer`s Haqqislam

Zuletzt aktualisiert: 23. Oktober 2013 by Ulisses Spiele GmbH



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