Ein wilder Haufen schlechter Vorbilder

In Kürze erscheint der Roman Salon der Schatten. Doch was und wer verbirgt sich hinter diesem geheimen Bündnis aventurischer Schwarzmagier?
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In dem 2013 erschienenen Roman Der Nabel der Welten kommt es zu folgendem Dialog zwischen der Vinsalter Unterweltfürstin Niam von Bosparan und dem Gossenzauberer Gorodez Sgirra:
 
»Kann ich dich zum nächsten Salon der Schatten erwarten, Gorodez? Es wäre bedauerlich, auf deine unterhaltsame Gegenwart verzichten zu müssen. Da Pôlberra bereits abgesagt hat, könnte es der Zusammenkunft an der gewissen Würze fehlen.«
 
»Der stinkende Leichenschänder kommt nicht? Gut.« Gorodez entzündete einen Zigarillo. »Es ist besser, wenn wir uns nicht über den Weg laufen. Wir sind uns zu ähnlich.«
 
Damit war die Idee zum Salon der Schatten geboren, der namengebend für einen Roman wurde, indem seine Mitglieder die Hauptrollen spielen. Als ich mit dem Exposé für das Buch begann, musste ich jedoch zuerst die Frage beantworten: Wer gehört zum Salon der Schatten? Drei Mitglieder hatte ich schon benannt – neben Niam und Gorodez den Nekromanten Pôlberra, wie die Königin der Unterwelt ein Urgestein der Spielwelt (Niam und Pôlberra wurden 1990 bzw. 1994 erstmals beschrieben). Mit der Geschichte, die ich erzählen wollte, war mir schnell klar, dass alle Mitglieder offizielle Meisterpersonen sein sollten. Es reizte mich, mit bekannten Figuren zu arbeiten, die den Lesern aus anderen Publikationen und vom Spieltisch bekannt sein können, sie in diesen
besonderen Kontext aufeinander losgehen zu lassen und ihre Geschichten zu vertiefen.
 
Diese Figuren mussten Schwarzmagier sein, innerhalb dieses Rahmens ein breites Spektrum anFähigkeiten, Weltsichten und Charaktereigenschaften abdecken, um sich nicht zu sehr zu ähneln, und einflussreich sein, aber durften dabei durchaus bisher in der zweiten oder dritten Reihe gestanden haben. Die Wahl fiel schließlich auf die Selemer Chimärologin Sefira Alchadid (aus Stätten okkulter Geheimnisse), den tulamidischen Dämonenbeschwörer Bey Rafim ibn Rizwan (ebenda sowie in Land der ersten Sonne und in der Anthologie Basargeschichten) sowie den Drôler Intriganten und Geisterrufer Arestas de Torrean (aus Reich des Horas).
 
Der erlauchte Kreis umfasste nun Personen mit über zwei Jahrzehnten Publikationsgeschichte, ebenso wie solche mit nur wenigen Sätzen Hintergrund und immerhin eine, die ich selbst geschaffen hatte (besagter Gorodez). Mit dieser Gesellschaft zog ich nun in die Geschichte, und mehr als einmal hat sie mich überrascht und ist als der eigenwillige, selbstgefällige Haufen aufgetreten, als der sie berüchtigt ist.
 
Das waren die zwei spannendsten Herausforderungen des Romans: Figuren, die keine Sympathieträger sind und sein wollen, zu fragwürdigen Mitteln greifen und als Verbrecher und Schwarzkünstler eher zum Spektrum der Widersacher von Helden zählen, etwas zu geben, dass man als Leser ihrer Geschichte folgen will. Sowie die Motive und die Moral dieser Figuren zu durchleuchten und dabei ihre Unterschiede herauszuarbeiten.
Ob dies gelungen ist, lässt sich bald zwischen den Buchdeckeln von Salon der Schatten herausfinden.

Zuletzt aktualisiert: 20. Juni 2016 by Ulisses Spiele GmbH



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