DSA5-Beta: Das Tal des Todes

Die RPC in Köln steht vor der Tür, und damit auch der Start unserer offenen Beta-Testphase für die 5. Edition von Das Schwarze Auge. Im Beta-Abenteuer Das Tal des Todes jagt Demonicon-Autor Daniel Heßler eure Helden durch die Dschungel Meridianas.
Bereits wähend des Schreibens hat er sich einige Gedanken über seine Erwartungen an das neue Regelwerk gemacht: Was macht ein gutes Regelsystem aus, und wie kann ein Abenteuer ein solches unterstützen? Welche Mechanismen werden in Das Tal des Todes auf den Prüfstand gestellt? Und warum sind Talente ein derart wichtiger Bestandteil des Spiels?


DSA5 – mit mehr als weniger Talent

DSA5 verbinde ich mit Hoffnung. Meiner persönlichen Hoffnung auf ein faireres, spielbareres und übersichtlicheres Regelsystem als DSA4. Ebenso hoffe ich auf mehr Vielfalt, Verlässlichkeit und Vlex  Flexibilität als in DSA3. Kurz gesagt: Ich will besseres Gameplay.

Klar, das kann ich jetzt schon haben. Regeln gibt’s ja genug, Vereinfachungs- und Hauskonzepte ebenso. Aber meistens bin ich zu faul, diesen Wust an veränderlichen Werten und Gegenständen meinen Spielern – und vor allem mir selbst –  zuzumuten. Zu viel Verwaltung, zu wenig Nutzen, und die spannendsten Situationen entstehen meiner Meinung nach sowieso durch freies Spiel.

Darum bin ich eigentlich auch kein Fan von Pen-Paper-Wildnis. Oder Dungeons. Diese Szenarien sind nämlich ähnlich regellastig, und man überlebt sie meist nur durch gnädige Meister oder ausgesuchte Spezialisten. Man muss schon sich schon sehr entschieden auf der unendlich langen Talentliste orientieren, um einen solchen Spezialisten zu ersteigern – und die meisten relevanten Talente sind nicht einmal Basistalente.

Das halte ich auch für den Grund, warum der Kampf bisher so viel wichtiger war als das Talentsystem. In allen bisherigen DSA-Editionen war er das wesentliche Regelelement, der primary gameplay mode.

\"\"Ob als Autor, als Meister, als Spieler – man wurde nicht warm mit dem Talentsystem, und das schlug sich auch in den Abenteuern nieder. Das einzige, worauf man sich als Autor nämlich wirklich verlassen konnte, war das Kampfsystem. Dafür sind die meisten Helden irgendwie ausgelegt – und wenn nicht, wollen das die Spieler ja wohl auch so haben und sich in stundenlangen Kämpfen halt auch mal ein bisschen langweilen.

Oder man argumentiert so: Interessiert mich doch nicht, ob meine Gruppe heil durch das Abenteuer kommt. Da steht „erfahren“ drauf, und das sind die ja wohl, wenn ich mir anschaue, wie großzügig ich immer mit AP, SE und Artefakten schmeiße. Hätten sich ja in ihrem jahrelangen Heldensteigern mal drauf einstellen können, dass ich gerade Lust auf ein bisschen Alchimie / Dungeoncrawl / Krankheitsregeln habe.

Klingt doof, was?

Find ich auch.

Darum habe ich in Das Tal des Todes versucht, dem Einsatz von Talenten mehr Aufmerksamkeit zu widmen. Ich glaube, DSA5 wird sie besser an das Kampfsystem binden als bisher. Ich hoffe, dass wir  mit der 5. Edition eine große Chance haben, durch mehr Durchlässigkeit zwischen beiden Systemen die einzelnen Gameplay-Elemente universaler einzusetzen, als wir das bisher kannten. Vielleicht kommen wir damit sogar einen Schritt näher zur Verschmelzung von Gameplay und Story – ein Vorgang, mit dem unsere jüngere Schwester Computerspiel deutlich größere Schwierigkeiten hat als wir.

Was also ist Das Tal des Todes?

  • ein Testcase für die Regelbereiche Wildnis, Ausrüstung, Fallen, Krankheiten, Gifte – aber auch für Untote, Dämonologie, Schamanenrituale und liturgisches Wirken
  • eine Expedition durch die Dschungel des östlichen Regengebirges, strotzend vor Waldmenschen, giftigen Tieren, mörderischen Pflanzen und tückischen Krankheiten
  • die Erkundung eines uralten Tempels voller Fallen, Rätsel und Tschumbies.
  • ein dörflicher Interaktions-Baukasten, der Untätigkeit der Helden verhindert und mittelfristig sich selbst unterläuft
  • der Versuch, die Grenze zwischen Kampf- und Talentsystem zu überschreiten. Beide sollen gleich gut zur Lösung des Abenteuers genutzt werden können.
  • meine kleine Reminiszenz an Indiana Jones, gespickt mit Zitaten und augenzwinkernden Umdeutungen
  • eure Chance, endlich mal an einer verdammt luxuriös ausgestatteten Expedition teilzunehmen – sogar mit einem echten Elefanten.

 

Mehr über den Inhalt des Abenteuers erfahrt ihr dann im nächten Blog.

Wir lesen uns!
Daniel Heßler

Zuletzt aktualisiert: 8. April 2014 by Ulisses Spiele GmbH



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