Die Unterstadt, Hobbyartikel #1: Vorbereitung der Modelle

von Charles Agel

Die ersten Miniaturen, die ich je bemalt habe, stammten von einem Brettspiel namens HeroQuest (das war damals DIE große Nummer für einen 12-Jährigen). Ich erinnere mich daran, wie ich dachte, wie cool dieses Spiel war – aber dass es noch viel cooler sein könnte, wenn die Miniaturen bemalt wären.

Ich wusste damals nichts von der Notwendigkeit, Modelle zu entgraten, zu reinigen und zu grundieren und kannte den Unterschied zwischen Emaille- und Acrylfarben nicht. Aber ich wusste, was cool war, und ein bemalter Barbar war cool. Dies war mein erster Kontakt mit der Welt des Miniaturen-Strategie- und Brettspiels und mein Wunsch, diese Erfahrung zu verbessern, hat sich seitdem weiterentwickelt und verfeinert.

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Eine der Fragen, die mir am häufigsten gestellt wurden, als ich Demospiele für Die Unterstadt auf der GenCon gab, war, ob man die Miniaturen auch bemalen könnte, und ich gab meine Erfahrungen mit z.B. der Bemalung der Miniaturen aus dem Entfesselt-Abenteuerset gerne weiter. Nun da ich mein eigenes Exemplar von Die Unterstadt besitze, dachte ich mir, ich könnte meine Hobbyerfahrungen mit dem Spiel in einer dreiteiligen Artikelreihe festhalten. Dieser erste Artikel wird sich damit beschäftigen, die Miniaturen des Brettspiels zu säubern und zu verhärten. Artikel Zwei wird sich mit der Bemalung der verschiedenen Schurken-Miniaturen beschäftigen, sodass Spieler immer noch die roten von den blauen unterscheiden können, und im letzten Beitrag wird es um die Umbauten alternativer Geschlechterversionen der Helden gehen.

Brettspiele sind dazu gedacht, in sich geschlossen zu sein, und ist die Spielrunde vorüber, landet normalerweise alles wieder in der Box, um verstaut zu werden. Aus diesem Grund entscheiden sich Hersteller entweder mit sehr flachen Spielsteinen aus Hartplastik oder aber weichem Kunststoff wie jene aus Die Unterstadt, wenn sie detailliertere Teile haben wollen. Es ist wichtig, sich darüber im Klaren zu sein, was man von seinem Produkt erwartet – ich würde meine Spielsteine nicht bemalen, wenn ich sie nach dem Spielabend einfach nur wieder in meine Box werfe. Ich lagere alle meine Miniaturen in Schaumstoffbehältern, in denen sie geschützt sind, was bedeutet, dass ich das Brettspielmaterial verhärten kann, ohne mir um die daraus resultierende Brüchigkeit Sorgen zu machen.

Die effektivste Methode, die ich herausgefunden habe, um Brettspielkunststoff zu versteifen, ist sie schockzuhärten, und damit werde ich mich in diesem Artikel beschäftigen.

Erforderliche Dinge:

  • Kochtopf mit Wasser
  • Zange
  • Schale mit Eiswasser
  • Handtuch

Schritt 1: Wasser im Topf zum Kochen bringen.

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Schritt 2: Lege deine Brettspielminiatur mithilfe der Zange in das kochende Wasser. Ich wählte eine verbogene Miniatur, um die heilenden Kräfte eines gründlichen Bades zu veranschaulichen.

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Schritt 3: Nachdem die Miniatur eine Weile gekocht wurde, hole sie mit der Zange wieder heraus. Zu diesem Zeitpunkt ist der Kunststoff sehr weich, wird jedoch wieder zu seiner ursprünglichen Form zurückkehren. Lege das Modell in eine Schale mit Eiswasser.

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Schritt 4: Lass die Miniatur für 30 Sekunden im Eisbad ruhen. Sobald sie die Gelegenheit hatte auszuhärten, hole sie mit der Zange wieder heraus und lege sie zum Trocknen beiseite. Du solltest dies mit allen Spielelementen tun, die du bemalen möchtest.

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Und das war's! Die Kochen-Methode entfernt alle Trennmittelrückstände, die vielleicht noch an den Miniaturen haften, und härtet den Kunststoff, damit deine Grundierung später gut haftet. Aber darum kümmern wir uns im nächsten Artikel …

Zuletzt aktualisiert: 4. November 2015 by Ulisses Spiele GmbH



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