Das Schwarze Auge 5: Die Gestade des Gottwals — ein Werkstattbericht

Das Schwarze Auge 5: Die Gestade des Gottwals — ein Werkstattbericht

Rafael Knop hat sich im Rahmen des Thorwal-Crowdfundings Auf ins Abenteuer gemacht. Im folgenden Werkstattbericht beschreibt er, wie es zum Treueschwur kam und welche Elemente beim Erstellen des Abenteuers wichtig waren.

 

 

Mit Treueschwur geht es an den Gestaden des Gottwals Auf ins Abenteuer

Die Mitarbeit an Die Gestade des Gottwals war für mich eine echte Herzensangelegenheit, habe ich doch nach einem schwierigen Start mit den Nordländern diese als eines meiner liebsten Völker erkoren. Als die Schreibarbeiten losgingen, bin ich also hoch motiviert die mir zugeteilten Teile der Regionalspielhilfe angegangen – und habe dabei relativ schnell die ein oder andere Abenteueridee vor Augen gehabt. In einer kurzen Schreibpause habe ich also Niko angeboten, dass ich gerne auch einige Szenarien und Abenteuerideen beisteuern könne, und ziemlich schnell kam seine Antwort: „Ich brauche noch jemanden für das Auf ins Abenteuer-Heft!“
Ich muss zugeben: Einen Moment habe ich gezögert. Bei diesem Format sind die Helden vorgegeben, sie haben allesamt noch nichts erlebt, und man muss sie auch noch zusammenbringen. Klappt das? Andererseits: Wo soll es klappen, wenn nicht in Thorwal?

Nach kurzem Austausch mit Niko stand das Konzept schnell fest. Allerdings bestand es lediglich aus fünf Worten: Langhaus, Godi, Wildnis, Seidkona, Endkampf. Weiter ins Detail ging es dann zunächst nur bei der Wahl des Schauplatzes. Wir haben uns schnell für einen Ort entschieden, der eine lange Historie hat, aber in Abenteuern bislang nicht thematisiert wurde: Torstorsgard, die zweitälteste Siedlung Thorwals nach Olport. Gerade die lange Historie ist für mich immer ein gefundenes Fressen. Wer meine Abenteuer kennt, weiß, dass ich gerne auf Ereignisse aus früheren Zeiten zurückgreife. Zu Torstorsgard lieferten die aktuellen Texte (die ich selbst schreiben durfte) und die Vorlage aus der DSA4-Regionalspielhilfe Unter dem Westwind eine Grundlage, die nicht genau begründet war. Die Stadt verfügt über reichhaltige Fischvorkommen. Warum ist das so erwähnenswert? Eine Laune der Natur? Die Gunst der Götter? Gute oder böse Zauberei? Diese Frage wird im Rahmen des Treueschwurs in Auf ins Abenteuer beantwortet …

 

Also, auf ins Abenteuer

Wie oben erwähnt, startete ich mit fünf Wörtern. Eines davon war „Godi“ und zwar nicht nur, weil einer der Archetypen ein Godi ist. Eine Szene im Abenteuer sollte eine Weissagung mittels Runen beinhalten und als das Abenteuer schon fortgeschritten war, kam uns die Idee, dass wir die Runensteine, die im Rahmen des Crowdfunding mit angeboten wurden, als optionales Handout mit in die Szene aufnehmen könnten. Weitere kleine Details rundeten das Bild zum Abenteuer ab. Der Archetyp der Gjalsker Tierkriegerin ist genauer eine Durro-Madadh-Dûn, also eine Wolfgeist-Tierkriegerin. Als Außenseiterin der Runde sollte sie eine optionale Szene bekommen, bei der ihr Odûn, also ihr Tiergeist-Patron, eine Rolle spielt. Bei dieser Szene, wie auch in ihrer Beschreibung, habe ich mich von einem berühmten Abenteuervorbild leiten lassen. Ich hoffe, die Anspielung fällt euch auf.

Ein tatsächlich etwas kniffliger Teil beim Abenteuerschreiben war der Abgleich der geforderten Proben mit den Heldenfähigkeiten. Das fing bei Kleinigkeiten wie Fertigkeitsspezialisierungen an. Ich bin ein großer Freund von Spezialisierungen (ja, auch das erkennt man in meinen Abenteuern wieder), aber es ergab nur bedingt Sinn, im Abenteuer eine Probe auf Sinnesschärfe (Wahrnehmen) zu verlangen, wenn doch klar ist, dass keiner der Archetypen diese Spezialisierung aufweist. Zudem sollten die Proben vernünftig zu schaffen und am besten so verteilt sein, dass einerseits einzelne Helden ruhmreich hervorstechen können, andererseits das Abenteuer ebenso in einer Gruppe mit nur drei Archetypen zu bestehen ist. Letztlich habe ich darauf geachtet, dass alle Helden passable Werte in Klettern und Körperbeherrschung bekommen, um das Schlimmste zu vermeiden.

Am Ende musste noch der Teil des Abenteuers finalisiert werden, der mir traditionell am schwersten fällt: der Titel! Niko machte den Vorschlag das Abenteuer Treueschwur zu nennen und dementsprechend habe ich noch eine Szene um einen Vorlesetext ergänzt. In einem thorwalschen Langhaus, zu später Stunde nach einem einschneidenden Ereignis, kommt es zum namensgebenden Treueschwur, der zumindest in meiner Testrunde freudig und feierlich abgelegt wurde. Und wer weiß, ob nicht noch mehr hinter dem Titel steckt?

 



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