„Bis in die Unendlichkeit und …“, Teil 2

Nachdem wir uns das letzte Mal mit dem Gelände aus Operation: Icestorm beschäftigt haben, wenden wir uns nun den Modellen zu.

Infinity – Die Montage von Helden

Das Gelände ist fertig, nun fehlt nur noch was zum Zocken. Eines schönen Samstag Nachmittags ging es bei einer Tasse Kaffee los. Ein Kumpel und ich fingen an, unsere Truppen aus dem „Verteilt Euch!!“ – Zustand (wörtlich genommen) in einen intakten Zustand zu versetzen, um sie danach im ersten Testspiel wieder zu zerlegen.

Vorbereitung ist alles

Wie bei allen Resin- und Zinnmodellen müssen diese erst von Resten des Produktionsprozesses befreit werden. Hierzu eignen sich als umfassende Patentlösung Spüli, eine (Zahn-)Bürste und Wasser. Am Ende immer mit klarem Wasser abspülen. Lässt man diesen Schritt weg, wird bei Zinn die liebevoll aufgetragene Farbe recht schnell abblättern. Bei Resinmodellen und –bases haftet sie sonst mitunter gar nicht. Trocknen lassen und es kann losgehen.

Jeder Held hat Ecken und Kanten, oder nicht?

Bei jedem Gussverfahren gibt es sogenannte Grate, d.h. der Bereich der Miniatur,  wo die beiden Hälften der Gussform zusammengesetzt wurden. Selbst wenn diese Grate bei den Infinity-Modellen sehr gering sind, empfehle ich, diese dennoch mit einem Messer vorsichtig abzuschaben oder mit einer Feile zu entfernen. Diese feinen Unsauberkeiten lassen sich am besten finden, indem man die Miniatur von oben beleuchtet und dann vorsichtig dreht. Die Gussgrate werden leichte Schatten werfen und sich damit verraten. Also macht sie alle platt… oder weg.

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Jeder Held braucht ein Podest – Basegestaltung

Wir haben es uns besonders einfach gemacht und von MicroArt Studios vier Blister mit Bases gekauft. Hierzu eignet sich vor allem die Serien „Urban Bases“ oder  „Warehouse Bases“. Aber das ist Geschmackssache.  Alternativ wäre da auch noch Antenocitis Workshop als Hersteller sehr schöner Resin-Bases zu nennen. Natürlich kann man auch die beiliegenden Bases verwenden und mit etwas Green Stuff und Teilen der eigenen „Bits Box“ individueller gestalten. Hierzu vielleicht ein andermal ein eigener Artikel. Langer Rede kurzer Sinn, wir waren faul und haben gestaltete Bases gekauft.

Wie jetzt die Minis auf die Resin-Bases bringen? Hierzu empfehle ich, einem Besen für Außenbereiche einige Borsten zu klauen.

Zuerst entfernt man mit einem Präzisionsseitenschneider alle Zinnbereiche unterhalb der Füße, welche eigentlich in die Bases verklebt werden sollen. Diese sind für Plastikbases sinnvoll, aber für massive Resinbases nicht ausreichend stabil. Dann bohrt man mit einer Dremel, oder einem vergleichbaren Werkzeug, je ein 0,5mm-Loch in die Fersen der Miniaturen. Aber Vorsicht, dass man nicht die Fußrücken durchstößt. Danach werden die Plastikborsten eingeklebt und nach dem Trocknen des Sekundenklebers auf 2-3mm gekürzt. Hiernach die Miniaturen in der gewünschten Position auf die Base halten und mit einem Filzer die Position der Borsten auf der Base markieren. Nun an den markierten Stellen Löcher in die Base bohren und die Modelle ankleben.

Warum Plastik- Borsten? Viele Bastler verwenden Stahldraht, aber hier fehlt mir persönlich die Flexibilität der Borsten. Bei Unfällen brechen die Stahldraht Stifte ganz nach dem Motto der Klügere gibt nach entweder aus der Miniatur oder aus der Base. Und ohne Minis überhaupt zu stiften, fallen diese mitunter schon vom Anschauen von ihrer Base. Sehr ungünstig beim Spielen.

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Ist das dein Arm? – Die Montage

Sehr angenehm war die herausragende Passgenauigkeit der Modelle. Trotz anfänglicher Bedenken, dass einige meiner PanOceania-Truppen denselben Sturmgewehrtyp und Rüstung benutzen, passen die Arme aber immer nur zu ihrem zugehörigen Torso. Das erleichterte die Zuordnung der richtigen Gliedmaßen enorm. Dr. Frankenstein ist nichts gegen einen motivierten Bastler.

Als Kleber empfehle ich dickflüssigen Sekundenkleber. Wem schon einmal die Fingerspitzen erst am Modell und dann aneinander festgeklebt sind, weiß, dass dünnflüssiger Zinnkleber nicht immer das Produkt der Wahl ist. Ich selbst benutze den „Super Glue Thick“ von Citadel, aber es gibt auch vergleichbare Produkte anderer Hersteller.

Grundsätzlich heißt es immer: Geduld bei der Montage. Nicht zu früh die nächsten Teile ansetzen und noch nicht ausgehärtete Klebestellen wieder abbrechen. Das ist auch besser für die allgemeine Stimmung und den Frustpegel. Daher erst überall die Arme oder die Rucksäcke usw. und dann zum nächsten Teil übergehen.

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Beim nächsten Mal geht es weiter mit dem Bemalen. Macht euch gefasst auf einen Hagelsturm an abstrusen Farbnamen und semiprofessionellen Fachausdrücken.

Zuletzt aktualisiert: 21. August 2015 by Ulisses Spiele GmbH



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