Drachenodem aus der Luft

Drachenodem aus der Luft

Beitragvon stebehil » Donnerstag 25. Mai 2017, 12:24

Ein Drache mit einem kegelförmigen Odem sollte, wenn er direkt über seinem Ziel ist, eine kreisförmige Fläche am Boden mit dem Odem treffen, richtig? Wenn der Drache also einen 15m Kegel als Odem hat, und aus 15 Metern Höhe den Odem einsetzt, sollte dieser einen Kreis von 15 Metern Durchmesser am Boden bedecken. Oder sehe ich das falsch?

Insofern wäre es für einen solchen Drachen die klügste Taktik, sofern die Ziele nicht fliegen und es für ihn keinen Anlaß gibt, in einen Nahkampf zu gehen, über den Zielen zu kreisen und zwar so, dass er alle vier Runden über den Zielen ist und sie voll mit dem Odem erwischt - wenn die Ziele dumm genug sind, nach dem ersten Angriff auf einem Haufen stehen zu bleiben. Die vier Runden nehme ich hier deswegen an, damit der Drache auf jeden Fall seinen Odem wieder einsetzen kann. Je nachdem, wie schnell das geht, braucht er weniger, wobei er dann ggf. manövrieren muss.

Mir fällt gerade auf, dass das im PRD mißverständlich oder sogar falsch formuliert ist. Im englischen heißt es:

Turn greater than 45° by spending 5 feet of movement 15
Turn 180° by spending 10 feet of movement 20

im deutschen steht

Sich innerhalb von 1,50 m um mehr als 45° drehen 15
Sich innerhalb von 3 m um 180° wenden 20

Steht in den Regelbüchern auch so drin. Ich deute das so, dass die Drehungen und Wendungen von der verfügbaren Bewegungsweite abgezogen werden, so wie das auch für die 45°-Wende im Fließtext beschrieben ist (wobei auch hier im englischen deutlicher wird, dass die beiden nachfolgend beschriebenen Manöver keine Bewegungsweite kosten). Im deutschen Text kann man es so auffassen, dass die in der Tabelle angegebenen Manöver keine BW kosten, was aber unlogisch ist.

"Mein" Drache startet in einer Höhe von 200 Fuß/60 Metern und muss auf eine Entfernung von 50 Fuß/15 Metern auf Kampfflughöhe von max. 15 Metern kommen, dort stehen seine Ziele (in diesem Fall meine SC-Gruppe). Wahrscheinlich läßt er sich einfach fallen und fängt sich mit einem Wurf auf Fliegen gegen 10 ab, was bei +16 kein Problem ist. Ansonsten müsste er runterfliegen, was eine Runde dauert. Dann müsste er zu Beginn der zweiten Runde eine Fliegen-Wurf gegen 15 machen und seine Bewegung um 1,50 m verkürzen, um vom fast senkrechten Sturzflug in den waagerechten Flug überzugehen (mehr als 45°). Ich würde beides - fallen lassen und runterfliegen - mit einer Runde ansetzen, um die überbrückte Distanz darzustellen.
In der zweiten Runde erreicht er die Ziele, benutzt seinen Odem und fliegt weiter. Gemäß Taktik-Notizen im Abenteuer ist er Unsichtbar, bis er angreift. Somit können die SC erst zurück angreifen, nachdem er dran war, weil sie vorher kein Ziel haben. Oder sie versuchen es blindlings.
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Re: Drachenodem aus der Luft

Beitragvon Ju-mo » Freitag 26. Mai 2017, 00:12

Ja es ist ein Kegel, heißt in dem Fall: Höhe = Durchmesser (ganz unten halt)

Wenn der Kampf erst beginnt wenn er den Odem macht, weil sie ihn bis dahin nicht sehen und auch sonst nicht kämpfen, dann sind sie AFF.
(Leider wirkt sich das Regeltechnisch nicht auf den REF-Wurf auf, was mich ein bisschen stört, aber das nur so nebenbei)

Also ist es eig egal, wie er sich den SC nähert.
Er fliegt runter, sie machen was auch immer sie machen einfach weiter und auf einmal ist überall um sie herum Feuer (Eis/Säure/Blitze etc).
Oder gibts Gründe warum sie Pfeile und Zauber in den Himmel schießen sollten?


Zum restlichen Kampf.
Ja herumkreisen, vil ein paar Zauber wirken und dann wieder auf 15m annähern für den Odem ist ziemlich lustig.
Von den Regeln passt eig alles, der SG wird dich eher weniger interessieren und bei den normalen Flugbewegugnsraten eines Drachen, ist die Reduktion der Bewegungsrate auch eher egal.
Wenn der Drache "Angriff im Vorbeifliegen" hat, dann wäre eine 180° wende auch ziemlich gemein.

Allerdings finde ich das mit dem "fallen lassen" nirgends :?


Die klügste Taktik...
Kommt auf die Gruppe an
Sind es alles Fernkampfmagier?
Dann würde er in den Nahkampf gehen, sodass das Zaubern eher schwerer wird.
Sind es nur Nahkämpfer, dann wird er niemals den Boden berühren (außer er will in seiner Arroganz seine Überlegenheit demonstrieren)

Wenn er es schafft sich unsichtbar zu machen, während sein Odem aufladet, dann wird er das whs machen.

Wenn er es nicht eilig hat, kann er auch nachdem sich die Gruppe gebufft hat, einfach zurückziehen und ein paar Stunden später wiederkommen.
Ziemlich gemein, weil die SC nur begrenzt fliegen können im Normalfall, und auch nur begrenzt ranged/buff Zauber haben.
Er allerdings immer fliegen und immer Feuer spucken kann.

Geht aber eher selten von der Situation her und ist auch extremst gemein.
Und so ein "feiges" Verhalten passt auch wenig zu einem mehrere hunderte Jahre altem Drachen, der sehr stolz auf seine Mächtigkeit ist.
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Re: Drachenodem aus der Luft

Beitragvon Delethor » Freitag 26. Mai 2017, 08:07

Halt ich für ein legitimes Vorgehen als Drache. Warum sollte ein intelligenter Gegner mit mächtigen Fernkampfangriffen freiwillig in den Nahkampf gehen, um sich auf die Mütze hauen zu lassen?

Bzgl. unsichtbar möchte ich noch darauf hinweisen, dass der Drache auch unsichtbar durchaus wahrgenommen werden kann. Gerade, wenn er sich bewegt. Sobald die Charaktere aber wissen, dass da was ist, könnten sie mit eigenen Flächenangriffen antworten...

Gibt's überhaupt Odemwaffen mit Kegel 15m? Ich dachte, bei Kegel geht's von 12m direkt auf 18m... Das nur am Rande, ändert ja nichts an der grundsätzlichen Situation.
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Re: Drachenodem aus der Luft

Beitragvon stebehil » Freitag 26. Mai 2017, 08:33

Das mit dem sich fallen lassen habe ich aus der Formulierung der Fertigkeit Fliegen abgeleitet, folgender Passus:

"Fallschaden vermeiden: Kannst du fliegen, kannst du Fallschaden mit einem Wurf auf Fliegen (SG 10) vermeiden. Diesen Wurf darfst du allerdings nicht machen, wenn der Sturz aufgrund eines misslungenen Wurfs auf Fliegen oder einer Kollision geschieht."
Ich finde es plausibel, wenn eine fliegende Kreatur sich von ihrer hochgelegenen Position fallen lassen kann und sich dann abfängt. Letztlich ist es aber fast egal, ob das über Sturz abfangen (SG 10) oder Manöver (SG 15) läuft, der Drache hat Fliegen auf +16.

In der Taktik des Drachen steht drin, dass er in der Luft bleiben wird, ggf. ein einzelnes Ziel schnappen und dieses aus der Luft fallen lassen wird. Richtig böse wird es, wenn er einen Gegner mit dem Maul ergreift, ihm einen Odem verpasst (= kein RW) und ihn dann fallen läßt. Er zieht sich erst zurück, wenn er ca. 2/3 TP (ca. 180) verloren hat, was nicht so einfach werden dürfte. Es ist ein ehrwürdiger Weißer Drache, der eine RK von 37 hat, Schild, Standort vortäuschen und Energie Widerstehen (Feuer) auf sich wirkt. Er hat also eine effektive RK von 41, 50% der Angriffe gehen sowieso daneben, und von Feuer nimmt er 20 Punkte weniger Schaden. Dazu noch SR 15/Magie und ZR 26. Ich hab so ein bisschen Sorge, dass sich das zu einem TPK auswachsen könnte... Aber das sehe ich ja heute.

Die kegelförmigen Odemwaffen fangen für sehr kleine Drachen bei 4,50 m an, gehen dann auf 6 m und für jede Größenkategorie + 3 m. Ein riesiger Drache hat 15 m. Die Odemstrahlen gehen von 9 auf 12 und dann je + 6 m. Ich fänds ja logischer, wenn die Odemwaffen je nach Entfernung vom Drachen an Stärke verlieren würden, aber das wäre schon wieder Physik auf Magie angewandt...

Ja, die Unsichtbarkeit heißt ja nicht, dass er unhörbar ist. Und eine riesige fliegende Kreatur mit Flügeln dürfte nicht ganz lautlos fliegen. Daher könnten die SC auf die Idee kommen "in den Himmel zu schießen". Im Moment stehen sie allerdings im Verhüllenden Nebel.

Die Gruppe ist nahkampflastig, der einzige richtige Fernkämpfer ist ein Waldläufer, der dafür als einen Spezialfeind Drachen hat. SIe haben keine richtige magische Artillerie, Caster sind eine Klerikerin, eine Bardin, der Waldläufer und ein Paladin.
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Re: Drachenodem aus der Luft

Beitragvon Delethor » Freitag 26. Mai 2017, 08:41

stebehil hat geschrieben:Die kegelförmigen Odemwaffen fangen für sehr kleine Drachen bei 4,50 m an, gehen dann auf 6 m und für jede Größenkategorie + 3 m. Ein riesiger Drache hat 15 m. Die Odemstrahlen gehen von 9 auf 12 und dann je + 6 m. Ich fänds ja logischer, wenn die Odemwaffen je nach Entfernung vom Drachen an Stärke verlieren würden, aber das wäre schon wieder Physik auf Magie angewandt...


Steht hier genau anders rum drin... :shock:
Wenn man etwas drüber nachdenkt, scheint deine Rechnung aber logischer. Linie ist nicht so breit, dafür länger.

Mit der Gruppenzusammensetzung gibt's immerhin zwei Charaktere, die böse Schaden machen können. Der Waldläufer dank Erzfeind und der Paladin über Böses Niederstrecken. Wenn die Gruppe schon Stufe 11 ist, kann der Paladin den Bonus vom Bösen niederstrecken für 10 Runden auch auf alle anderen übertragen. Und dann wird der Waldläufer (evtl. noch mit Hast und Schärfe auf dem Bogen) ziemlich fies...

Geht's um einen speziellen Drachen? Zufällig den weißen bei den Runenherrschern? Da wart ihr doch letztes Mal stehengeblieben...
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Re: Drachenodem aus der Luft

Beitragvon Ju-mo » Freitag 26. Mai 2017, 10:28

Im Englischen steht es so drinnne wie Stebehil es meinte.
Und da es logischer erscheint wird das Deutsche whs falsch sein


Naja lautlos nicht, kommt auf den Wahrnehmungswert deiner SC an.
Ich würde sie würfeln lassen, da ich leider keine Ahnung habe wie lautlos ein Drache fliegen kann.
Dafür hat er zum Glück ja einen Heimlichkeitswert, mit +16 ja nicht mal ganz so mies, dazu die +20 durch Unsichtbarkeit, macht einen +36 Bonus.
Also besteht schon die Möglichkeit das die SC seine Anäherung nicht mitbekommen.


Ja der Drache klingt hart, aber immer bedenken, dass die SC wenn sie gut treffen immensen DMG machen können.
Das übersieht man gerne, aber mir hat letztens eine Fernkämpfer Stufe 5 meinem Troll mit einem vollen Angriff gut 90 DMG reingehaut.
Troll war vorher schon tot, aber er wollte schauen was er so im gesamten gemacht hätte.
Und der war nur durch Lied des Mutes gebufft, also eig ziemlich wenig.
Ein guter Krit vom Fernkämpfer, mit dem von Delethor erwähnten DMG Boost vom PAL, wird deinem Drachen ordentlich zusetzen.

Da kann ich mir schon vorstellen, dass er gut 100 TP auf einmal verliert.
3 ST + 4 Erzfeind + 3 Barde +2 magisch + 6 deadly Aim + 11 PAL = 1W8 + 29 x3 = 3W8 + 87
Mit Hast und schnell schießen hat er euch so schon einges an Pfeilen was eher treffen wird.
Bei einem vollen Angriff gut gewürfelt kommt er sicher auf 200 DMG die er dem Drachen macht.
Und je nachdem wer noch Buff Zauber hat (KLE, BAR) geht AB und/oder DMG noch weiter nach oben.
Bei 41 RK kommt es halt auch stark darauf an, was für einen AB sie haben.

Bei "nur" 283 wird das schon ziemlich gefährlich für den Drachen.

Obwohl die 50% Misschance recht hart sind, aber die SR sollten die SC eig ignorieren können.
Eine magische Waffe sollte auf dem Level jeder haben.

Allerdings hat er Angriff im vorbeifliegen, heißt er könnte mit seinen 60m Bewegugnsrate, runter fliegen, während/bei der 180° Wende Feuer speien und wieder aufsteigen.
15m über den Boden die Wende 57m Bewegungsrate (60-3), macht 28,5m die er immer runter und rauf fliegen kann.
also 15+ 28,5 = 43,5m, das haut dem WAL schon mal einmal die Entfernung als Malus rein (-1 oder -2, je nach Talent)
Nicht viel hilft dem Drachen aber auch.
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Re: Drachenodem aus der Luft

Beitragvon stebehil » Freitag 26. Mai 2017, 19:31

Delethor hat geschrieben:Steht hier genau anders rum drin... :shock:
Wenn man etwas drüber nachdenkt, scheint deine Rechnung aber logischer. Linie ist nicht so breit, dafür länger.


Ich denke, da sind die Überschriften vertauscht.

Delethor hat geschrieben:Geht's um einen speziellen Drachen? Zufällig den weißen bei den Runenherrschern? Da wart ihr doch letztes Mal stehengeblieben...

Jup, genau der. Haben wir heute gespielt, war ein harter Kampf. Aber der Waldläufer hat mit dem Bogen echt gut reingehauen, das stimmt. Am Ende hat es gestimmt, den Drachenhort haben sie sich erarbeitet.
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Re: Drachenodem aus der Luft

Beitragvon Ju-mo » Freitag 26. Mai 2017, 20:34

Ja Bogenschützen sind ziemlich hart
Einfach weil sie ziemlich gleich den vollen Angriff bekommen.
Dazu können sie ein bisschen auf die Defensive verzichten, weil ihnen die Distanz helfen sollte (bzw. die Nahkämpfer)


Wie lange (Runden) haben sie den ca gebraucht?
Oder kommt dass eh bald in deinem spieleleiterbericht hinein? :)
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