G7 wer hat es geschafft?

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Re: G7 wer hat es geschafft?

Beitragvon Anacarn » Dienstag 11. April 2017, 21:09

Wir haben Alptraum ohne Ende, Unsterbliche Gier und Pforte des Grauens sehr ausführlich schon in den 90ern durchgespielt - mMn auch die stärkeren der Abenteuer. Bastrabuns Bann haben wir auf die Recherchen und Beschaffung der Komponenten konzentriert und das Drumherum ziemlich weggelassen. Rohals Versprechen und Siebenstreich waren für uns dann wieder nur Sidekicks (sorry). Rausch der Ewigkeit war dann der krönende Abschluss, der einfach sein musste - unsere Chars sind allerdings nicht wie gewünscht verstorben, sondern haben sich hernach freiwillig ins Exil begeben. Und wenn sie nicht gestorben sind ...

Gesamtdauer: Als Studenten für die ersten drei Abenteuer, wohlgemerkt die Ursprungsabenteuer, die wohl noch schneller spielbar waren, erinnerlich ca. 6 Monate, mit verteilten Spielabenden und -wochenenden. Für Bastrabuns Bann dann alleine ca. 3 Monate, für Rohals Versprechen und Siebenstreich nur noch 2 addiert, für Rausch der Ewigkeit gerafft und mit einer zweiten Gruppe (Anfänger-Chars) auch etwas um die 3 Monate - alles in allem also ca. 1,5 Jahre, durch die Veröffentlichungszeitpunkte aufgeteilt, d.h. mit Zwischenräumen. Aber da muss man wirklich wissen, was man will. Und zum Ende hin hat uns die G7 einfach nicht mehr wirklich gefallen.

Fazit: Zu Ende gespielt, aber nicht wie vorgesehen.
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Re: G7 wer hat es geschafft?

Beitragvon Alberik » Freitag 14. April 2017, 08:31

Es beruhigt mich zu hören, dass der Feldzug in Tobrien bei vielen der Tiefpunkt der Kampagne war. Unser Spielleiter meinte, dass es nicht mehr lange dauert, bis wir bei Rohals Versprechen sind. :lol:
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Re: G7 wer hat es geschafft?

Beitragvon Galjan » Montag 17. April 2017, 17:15

Wir haben viele Jahre für die G7 gebraucht, zwischendurch einmal den Meister gewechselt und einen Spieler verloren. Eine Durststrecke gab's aber nur bei einem Spieler, der die Kampagne schon kannte, und auch erst ziemlich gegen Ende. Das letzte Abenteuer haben wir daher etwas beschleunigt gespielt.

Es gibt viele tolle Sachen an der Kampagne: dass sie Bezug auf sehr viele ältere Abenteuer nimmt, dass sie das Gesicht Aventuriens verändert, dass die Helden mit den wichtigsten NPCs überhaupt zusammentreffen und teils genauso berühmt und geachtet werden, und allein die schiere Größe der Kampagne ist auch etwas ganz Besonderes. Es gibt aber auch einige nicht so tolle Sachen -- z.B. ziemlich viel Railroading oder dass die Helden sehr häufig knapp zu spät kommen, und ja, speziell das in Tobrien kann auch frustrierend sein.

Ich würde die Kampagne auch nur empfehlen, wenn man zuversichtlich sein kann, die Gruppe über längere Zeit dabei halten zu können, und wenn der Meister bereit ist, viel Aufwand in die Vorbereitung zu stecken.
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Re: G7 wer hat es geschafft?

Beitragvon Schattenkatze » Mittwoch 19. April 2017, 20:19

Es beruhigt mich zu hören, dass der Feldzug in Tobrien bei vielen der Tiefpunkt der Kampagne war.

Wenn der besser aufgezogen wäre, könnte der potentiell sehr gut sein, oder irgendwo mehr Spaß machen. Aber es ist eine kaum oder nicht zusammenhängende Sammlung von kleineren und mittleren AB, die teilweise ursprünglich gar nicht für die Gezeichneten gedacht waren und kurzerhand für diese übernommen wurden. Dazu reiht sich da eine Niederlage an die andere (bzw. es wird da Railroading der übelsten Sorte betrieben), während im übrigen Tobrien durchaus mal gewonnen werden darf, und es mit dem Schwertzug wider Borbarad in meinen Augen ein interessantes Setting besteht: Leute finden, organisieren, gezielte Aktionen planen und durchführen, die zumindest Teilsiege und kleinere Seige und Erfolge sein können dabei durch Tobrien ziehen bis hin zur Eroberung Ilsurs und die Stadt halten.
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Re: G7 wer hat es geschafft?

Beitragvon Delta » Freitag 28. April 2017, 10:09

Die in der Neuauflage vorgesehenen AB sind meines Erachtens nach auch völlig untauglich, würde ich beide in der Form definitiv rauslassen oder massivst umschreiben. Man merkt beiden ABs extrem an dass sie nie für die Gezeichneten geschrieben wurden und das kann zu ebenso abstrusen wie sinnlosen Situationen führen.

Spoiler zu Winter des Wolfes oder wie die beiden Szenarien eben heißen
+ SPOILER
Dass ausgerechnet die Gezeichneten losgeschickt werden den Talisman zu holen ist schon schwer zu vermitteln, dass man dann auch noch den ersten Gezeichneten dabei hat, der aber den versteckten Zauber auf dem Talisman nicht erkennen soll ist schon lächerlich, aber dass dann ausgerechnet dem Wort des potentiell zu diesem Zeitpunkt besten Hellsichtzauberers Aventuriens kategorisch kein Glauben geschenkt wird ist einfach nur noch albern (unsere erste Gezeichnete hat zu dem Punkt magische Analysen unter +30 meistens schon nur noch der Form halber würfeln müssen wenn es nicht unter massivem Zeitdruck oder ähnlichem stattfand)


Es ist eine Sache dass man in Tobrien nunmal verlieren muss, ich denke jeder der sich auf die 7G einlässt sollte sich mit sowas abfinden können. Ich habe aber einen Großteil des Krieges dann lieber sehr allgemein gehalten zusammen gefasst, den Kriegsverlauf beschrieben und den Spielern Gelegenheit gegeben zu erklären wo sich ihre Charaktere wie in der Zeit einbringen und mich auf wenige Schlüsselpunkte wie eben den Fall Ysilias konzentriert.
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Re: G7 wer hat es geschafft?

Beitragvon Wurm » Dienstag 2. Mai 2017, 12:22

Wir haben damals irgendwann nach Abu Terfas abgebrochen weil es wirklich unerträglich wurde. Heute fände ich diese "Kampagne" nur noch aus der Zeit gefallen. Ich kann nur raten diesen Alptraum ohne Ende (Railroading, Logikbrüche) sein zu lassen und lieber etwas moderneres zu spielen.

JdF kann man machen aber gerade das Finale ist leider vermurkst und auch tritt wieder ein komischer Zwischenteil auf, den keiner versteht. Kann man anpassen (habe ich gemacht), ist aber aufwändig.

Wenn man sich nur alle zwei Monate trifft würde ich lieber kurze Module spielen, die man an ein bis zwei Treffen abschließen kann.

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Re: G7 wer hat es geschafft?

Beitragvon Thallion » Dienstag 2. Mai 2017, 17:09

Wir haben 3 Jahre an der Kampagne gespielt. Von 2008 - 2010.
Ruhe in Frieden Barnabosch Sohn des Belgramosch, 5. Gezeichneter.
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Re: G7 wer hat es geschafft?

Beitragvon Belentor » Montag 15. Mai 2017, 16:20

Also ich kann die Kampagne empfehlen. Bei uns hat es wirklich allen Spaß gemacht. Drei Helden sind ums Leben gekommen, und wir haben 255 Stunden reine Spielzeit gebraucht. Vorberteitung sicher auch so lange.
Wir haben ausführlich mit allen Nebenquests gespielt.
Achtung Spoiler. Hier zum Nachlesen
http://www.huepfisworld.at/index.php?op ... &Itemid=78

Derzeit spielen wir die Nebenlinie im Zuge einer Horaskampagne:
Auch hier Achtung Spoiler
http://www.huepfisworld.at/index.php?op ... &Itemid=78
"Alles lief nach Plan, nur der Plan war Scheiße"
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Re: G7 wer hat es geschafft?

Beitragvon ScraNagar » Dienstag 16. Mai 2017, 06:48

Einen schönen guten Morgen,

wir haben zu DSA 3 Zeiten einmal die G7 Reihe beendet. Aktuell stehen wir nach nun mehr als 10 Jahren (mit einem Meisterwechsel) am Ende von Rausch der Ewigkeit. Wie hier schon viele gesagt haben, lohnt es sich, einfach den Mainplot (diese vier dicken Bände) anzugehen und die Nebenplots dann mit anderen Helden nachträglich oder falls möglich parallel zu spielen. Um wieder Spaß an der G7 Kampagne zu haben, haben sich die Romane (zu der G7 Kampagne) als guter Zeitvertreib geeignet, so dass dann jeder selber die Handlung miterleben wollte. Auch haben sich diverse Internetseiten, wie z.B. http://de.wiki-aventurica.de/ oder http://www.borbarad-projekt.de/ besonders für Quellenangaben (für Aventurischen Boten oder ältere Publikationen) oder alternative Gestaltung von Meisterpersonen und Plots als sehr hilfreich erwiesen.

Danke an die Vorredner, für Ihre Dokumentationen der Kampagne :) voll genial!

Viel Erfolg euch, haltet euch nicht mit allem zu sehr auf, zieht einfach den Main Part durch.

Beste Grüße -V-
„Wer nichts weiß, muss alles glauben.“
Marie von Ebner-Eschenbach
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Re: G7 wer hat es geschafft?

Beitragvon Schattenkatze » Montag 22. Mai 2017, 21:25

und wir haben 255 Stunden reine Spielzeit gebraucht.

Wir gehen auf die 1.500 Spielstunden zu und stehen am Anfang von RdE (und bei über 2000 Word-Tagebuchseiten), bei stark eingekürztem SiZ und Siebenstreich.

Viel Erfolg euch, haltet euch nicht mit allem zu sehr auf, zieht einfach den Main Part durch.

Da ist so viel anderes, was aber Spaß macht. :)
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