"Aventurische Magie" sinnvoll?

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"Aventurische Magie" sinnvoll?

Beitragvon DerKontemplator » Samstag 11. März 2017, 20:03

Hallo zusammen,

Ich bin ein ziemlicher Neuling in der Welt von DSA und obendrein in einer Gruppe aus 4 weiteren Neulingen, die gerade so gut es geht versuchen auf eigene Faust in dieses Universum vorzudringen.
Nach ein paar weniger ernsthaften Abenden erstellen wir uns gerade neue Charaktere und ich dachte da bei mir an so eine Art geächteten Dämonenbeschwörer aus Fasar. (Ich weiß, es ist vermutlich nicht der beste Einstieg ins Magiesystem, aber so ist das jetzt nun mal :D )

Weil ich einfach der Magier-Typ bin wollte ich mir nun auch gleich etwas Material für meine Rolle beschaffen und bin nach kurzer Suche auf "Aventurische Magie" gestoßen... und dessen Rezensionen auf Amazon. Nachdem ich da ein paar gelesen hatte, war ich gelinde gesagt etwas desillusioniert.
Meine Fragen also:
Würdet ihr einem Magie-Anfänger trotz seiner Makel dieses Buch empfehlen?
Gibt es Alternativen?
Sollten wir eher nach einem älteren Regelwerk spielen?
Habt ihr sonstige Empfehlungen was Material angeht ? (vielleicht gerade für diese Richtung von Zauberer)

Würde mich sehr über ein paar Meinungen freuen :)
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Re: "Aventurische Magie" sinnvoll?

Beitragvon AlAnkhra » Samstag 11. März 2017, 21:46

DerKontemplator hat geschrieben:Sollten wir eher nach einem älteren Regelwerk spielen?

Gefährliche Frage, wenn`s nicht wieder seitenlang darum gehen soll, was besser ist: DSA4 oder DSA5... ;)



Bei DSA5 gibt es glaube ich noch keine Alternative zur Magie. Wird aber bestimmt noch kommen.

DSA4 hat klar mehr Material, wie z.B. das Wege der Zauberei, da hat man eigentlich alles wichtige zur Magie an sich drin. Dann gibt es da noch Ergänzungsbände zu den ganzen Akademien, zur Alchemie und einen Band mit allen verfügbaren Zaubern.

DSA5 wird eher ein Sammelsurium zu allen Themen werden, wo man sich entweder jedes Werk holt, um wirklich alle möglichen Regeln zu haben, oder man sieht in die Regelwiki. Das Gute dabei ist, dass es kostenlos ist; der Fluff fehlt halt.
Wenn die Klügeren immer nachgeben, passiert nur das, was die Dummen wollen.

Bisher wusste ich nicht, was ich mit einem Lottogewinn machen soll. Dann kam DSA5 raus...
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Re: "Aventurische Magie" sinnvoll?

Beitragvon Falafelpapst » Samstag 11. März 2017, 22:50

Gefällt dir denn prinzipell die Art, wie nach dem Regelwerk von DSA5 gezaubert wird?

Falls ja denke ich, dass der Band "Aventurische Magie 1" für die Erstellung eines Gildenmagiers schon was für dich sein könnte, sofern dir die bereits im Regelwerk vorhandenen Elemente nicht aussreichen.


Gibt´s denn in deiner Stadt keinen Spieleladen, wo du mal ins Buch reinschauen könntest? Evtl. hilft das hier auch bei der Entscheidungsfindung weiter:

https://www.youtube.com/watch?v=0DW9kxS1_j8
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Re: "Aventurische Magie" sinnvoll?

Beitragvon DRex87 » Sonntag 12. März 2017, 10:33

Ich finde schon, Aventurische Magie I einem Magier mehr gibt als das reine GRW. Natürlich gilt dies aber nur für die Magier, die auch in Aventurische Magie I vertreten sind. Wenn du einen Dämonenbeschwörer spielen willst, wirst du mit dem Band - sofern du nur wegen des Charakters den Kauf in Erwägung ziehst - nicht glücklich werden. Regeln für Dämonologie sind nämlich nicht vorhanden und sollen - so weit ich weiß - in Magie II oder III erst kommen.

LG DRex
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Re: "Aventurische Magie" sinnvoll?

Beitragvon Cassadira » Sonntag 12. März 2017, 11:32

Das Buch ist lange nicht so schlecht wie einige behaupten. Dämonologie steht nicht explizit drin, aber die schiere Auswahl an neuen (auch bösen!) Zaubern, die Zaubererweiterungen, die magischen Sonderfertigkeiten und Stabzauber sind dem GRW 100:1 überlegen. Außerdem kannst du mit der Zauberwerkstatt im höheren AP bereich Zauber verbessern und neu erschaffen.
Das Argument "gibts auch alles im Regelwiki" kann man zu allen Werken anbringen. Für Anfänger finde ich auch die Texte zu Ausbildung und Magiersiegel etc. gut.

Am Ende ist die Frage: Was ist es dir wert? PDF Version ist im Zweifel der Kompromiss. Magier nur mit dem GRW sind flachs gesagt für die Tonne, einen ohne AM1 zu erstellen kann ich mir kaum vorstellen.

Tipp: Hier auch schon an anderer Stelle zu Tode diskutiert: Erstellt Magier auf 1200AP, Krieger usw auf 1100. Dann passt es vom Stärkeverhältnis besser, Magier sind aktuell einfach zu teuer.
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Re: "Aventurische Magie" sinnvoll?

Beitragvon x76 » Sonntag 12. März 2017, 12:36

Wenn man in DSA 5 einen Magier spielen möchte, lohnt sich die AM 1 auf jeden Fall. Alleine schon die neuen Zauber, Zauberstäbe, Erweiterungen, Zauberstile, Denkschulen usw. bringen nicht nur Abwechslung, sondern auch deutlich mehr "Zaubereigefühl" ins Spiel. Allerdings sehen die dort noch nicht erweiterten Professionen (wie z.B. Druiden und Hexen) nun ziemlich mickrig im Vergleich aus, aber auch ihre Möglichkeiten werden vergrößert.

Ich sehe momentan absolut keinen Grund für einen DSA 5 Spieler sich das Buch nicht zu kaufen, denn es wird so schnell keinen Ersatz (z.B. überarbeitete Auflage) geben. Wer dem Geld in solchen Fällen nachtrauert, greift zur günstigen Softcoverversion oder gleich zum PDF. Dies wird nämlich im Regelfall kostenlos auf die neuste Version aktualisiert.

Sofern Euch DSA, wie ihr es momentan spielt gefällt, würde ich auch nicht die Version wechseln. Nur wenn Euch das System nicht gefällt (wohl aber die Spielwelt!), lohnt es sich über DSA 4 nach zu denken. Auf dem Spielniveau das ihr momentan noch habt "unbedarfte Anfänger" werdet ihr sowieso kaum einen Unterschied bemerken, denn dieser steckt vor allem in den tieferen Regelebenen. DSA 4 ist anders, aber auch nicht perfekt. Im Gegensatz zu DSA 5 wird es für DSA 4 jedoch keine neuen Erweiterungen, Überarbeitungen usw. geben und wer aktuell bleiben möchte (z.B. Regiohilfen, Aventurischer Bote) kauft auch als DSA 4 Spieler immer einen mehr oder weniger großen Teil DSA 5 mit.
Zuletzt geändert von x76 am Sonntag 12. März 2017, 13:25, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: "Aventurische Magie" sinnvoll?

Beitragvon adni86 » Sonntag 12. März 2017, 12:46

Hallo DerKontemplator,

da Du Meinungen suchst, hier ist meine: Vergiss die Amazon Rezensionen. Die meisten Kritiker des Buches sind generell mit DSA 5 nicht glücklich, welches neben neuen Regeln und Layout auch eine neue Veröffentlichungspolitik mit sich brachte. Das Buch ist nicht vollkommen, aber gerade wenn Du Magier spielst, kann ich es Dir empfehlen. Schon allein wegen der neuen Stab- und Spruchzauber. Außerdem gibt es dort ein paar interessante Charakterkonzepte.

Falls Du nicht sicher bist und digitale Inhalte eine Option für Dich sind, das PDF ist gerade etwas reduziert:
http://www.ulisses-ebooks.de/product/20 ... oad-kaufen

Ansonsten kann ich Dir noch das Akademien Paket empfehlen, falls Du vor Allem an Hintergrundwissen interessiert bist. Das ist allerdings zu DSA4 erschienen und nicht Up-To-Date. Es enthält aber ohnehin weniger Regeln und dafür mehr Hintergrundinfos, die Zeitlich vor der DSA5-Lebendigen-Spielwelt gegeben sind.
http://www.ulisses-ebooks.de/product/12 ... oad-kaufen

Und wenn ich schon am Verlinken bin, hier einmal zwei treffende Rezensionen zu Aventurischer Magie I
http://www.teilzeithelden.de/2017/02/04 ... es-spiele/
http://nandurion.de/blog/2017/02/07/dis ... che-magie/

Viele Grüße
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Re: "Aventurische Magie" sinnvoll?

Beitragvon Famburasch » Montag 13. März 2017, 01:18

Nach dem ich mich nun etwas länger mit AM1 beschäftigt habe bin ich immer mehr von den Möglichkeiten durch Zaubererweiterungen, das Unterichtssystem und die große Auswahl an (Zauberstil-)Sonderfertigkeiten, Zauberstile, Stabzauber usw. begeistert. Man kann nun nicht nur auf die übrigens meist sehr stimmigen Professionspakete zurück greifen, sondern den Zauberer seiner Wahl nach eigenen Vorstellungen zusammen basteln. Darin sehe ich die Stärke des Bandes. Wegen der Vorgabe des Verlags den Band auf 240 Seiten zu beschränken, sind eben nur die Gesellschaftszauberer drin, dennoch profitieren auch Elfen, Hexen und Druiden von den neuen Möglichkeiten.
Mit etwas Improvisation lassen sich von den Elementaren und Dämonen aus dem GRW auch weitere Sphärenwesen ableiten, so dass, ergänzt um einige passende Zauber aus AM1 plus SFs usw., auch ganz passable Dämonologen erstellt werden können.

Störend finde ich nur die vielen Fehler in den vorgefertigten Wahlzauberpaketen zu den Magierprofessionen, wobei das kaum Spielrelevanz hat, weil man ja ohnehin frei kombinieren kann.

Zumindest mit dem günstigen PDF machst du also nichts verkehrt. Die Regelwiki ist zum Nachschlagen gut, aber als wirkliche Spielhilfe könnte ich nichts damit anfangen.
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Re: "Aventurische Magie" sinnvoll?

Beitragvon Lhysthrobal » Montag 13. März 2017, 08:35

Hallo,

Famburasch kann ich nur zustimmen. Das Werk richtet sich nicht in erster Linie an Dämonenbeschwörer (was immer man auch davon halten mag), kann aber helfen den weiter aufzupeppen. Insbesondere die vielen neuen Stabzauber- und Bannschwertmöglichkeiten bieten bestimmt viele Dinge für so einen. Auch von den neuen Sonderfertigkeiten und insbesondere den nachgereichten Zauber-Erweiterungen kann er profitieren.

Schöne Grüße


L
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Re: "Aventurische Magie" sinnvoll?

Beitragvon Cifer » Montag 13. März 2017, 12:34

@DerKontemplator
Sollten wir eher nach einem älteren Regelwerk spielen?
Der Haken daran ist, dass DSA5 und DSA4.1 nicht miteinander kompatibel sind. Wenn, dann müsstet ihr also insgesamt auf 4.1 umsteigen, eine Kombination aus 5er Grundregelwerk und 4er Magiebänden wird nicht funktionieren.

Ansonsten bin ich von AvMag absolut nicht begeistert und würde mindestens dazu raten, auf eine Überarbeitung zu warten. Bis dahin kann man sich auch mit der Regelwiki behelfen, in dem Sonderfertigkeiten, Zaubersprüche und Rituale ebenfalls drinstehen, wenn es dir erstmal nur um die geht.
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