Umsteiger Fragen bei der Heldenerschaffung

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Re: Umsteiger Fragen bei der Heldenerschaffung

Beitragvon schandgalgen » Dienstag 17. Januar 2017, 00:21

Sadwick hat geschrieben:
Deirakos hat geschrieben:Stell es dir wie ein "normales" Rollenspiel vor. Skyrim hat einen bestimmten Start, wenn er dir nicht passt holst du dir mods, nur sind diese mods nicht von Bethesda unterstützt. Ergo kannst du es machen bist aber auf dich gestellt und auf die hilfe gleichgesinnter angewiesen.

Bingo. Schöner Vergleich!


Das ist eher ein besonders schlechter Vergleich, denn Skyrim bietet mir eine (1) Geschichte, ein Narrativ an. Klar kann ich einen Haufen Nebenquests machen, aber das ändert nichts daran, dass es die Grundstruktur des Spiels ist den Dohvakin zu spielen. Man könnte ein Rollenspiel wie Skyrim vielleicht mit einem Soloabenteuer vergleichen, aber sicher nicht mit einem klassische Pen and Paper. Das lebt ja gerade davon viele Freiheiten zu haben. Und ja, es ist natürlich ein größeres Problem Mods/Hausregeln in einem Spiel mit mehreren Personen zu nutzen, als alleine.
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Re: Umsteiger Fragen bei der Heldenerschaffung

Beitragvon Sadwick » Dienstag 17. Januar 2017, 00:35

schandgalgen hat geschrieben:Das ist eher ein besonders schlechter Vergleich, denn Skyrim bietet mir eine (1) Geschichte, ein Narrativ an. Klar kann ich einen Haufen Nebenquests machen, aber das ändert nichts daran, dass es die Grundstruktur des Spiels ist den Dohvakin zu spielen. Man könnte ein Rollenspiel wie Skyrim vielleicht mit einem Soloabenteuer vergleichen, aber sicher nicht mit einem klassische Pen and Paper. Das lebt ja gerade davon viele Freiheiten zu haben. Und ja, es ist natürlich ein größeres Problem Mods/Hausregeln in einem Spiel mit mehreren Personen zu nutzen, als alleine.

Es gibt für Skyrim zahlreiche tolle Questmods, mehr als ich in einem Leben spielen könnte. Hab schon viel Zeit in Skyrim verbracht und bis heute die Hauptquest nicht mal zu einem Viertel angerührt. ;)

Den Vergleich Mods und Hausregeln finde ich sehr gelungen, da es jeweils um von Spielern kreierte Modifikationen handelt welche unterschiedliche Geschmäcker bedienen sollen.
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Re: Umsteiger Fragen bei der Heldenerschaffung

Beitragvon Deirakos » Dienstag 17. Januar 2017, 00:35

schandgalgen hat geschrieben:Das ist eher ein besonders schlechter Vergleich, denn Skyrim bietet mir eine (1) Geschichte, ein Narrativ an. Klar kann ich einen Haufen Nebenquests machen, aber das ändert nichts daran, dass es die Grundstruktur des Spiels ist den Dohvakin zu spielen. Man könnte ein Rollenspiel wie Skyrim vielleicht mit einem Soloabenteuer vergleichen, aber sicher nicht mit einem klassische Pen and Paper. Das lebt ja gerade davon viele Freiheiten zu haben. Und ja, es ist natürlich ein größeres Problem Mods/Hausregeln in einem Spiel mit mehreren Personen zu nutzen, als alleine.


es geht um die optionen die du am anfang hast.
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Re: Umsteiger Fragen bei der Heldenerschaffung

Beitragvon schandgalgen » Dienstag 17. Januar 2017, 02:23

Also wenn mir jemand sagen würde dieses oder jenes Pen & Paper Rollenspielsystem sei von den Optionen für den Start ins Abenteuer genauso wie zum Beispiel Skyrim, würde ich von diesem System aber gehörig die Finger lassen. Außer vielleicht für eine launige Bier und Brezel Runde. Wer möchte denn bitte auf Dauer ein Spiel spielen, in dem all meine Optionen am Anfang darauf hinaus laufen, dass ich ein Gefangener bin, der ohne alles erst einmal loslaufen muss und sich dann ins Abenteuer findet? Jedes Mal wenn ich ne neue Runde spiele startet es auf die selbe Art und Weise? Ne Danke.
Vielleicht verstehe ich auch einfach nicht, was du mir sagen willst, aber ich glaube nicht, dass "Optionenvielfalt am Anfang wie bei Skyrim" ein guter Punkt für irgendein Rollenspielsystem ist und habe auch nicht das Gefühl, dass DSA5 dem auch nur annähernd nahe kommt... Zum Glück.

Sadwick hat geschrieben:Es gibt für Skyrim zahlreiche tolle Questmods, mehr als ich in einem Leben spielen könnte. Hab schon viel Zeit in Skyrim verbracht und bis heute die Hauptquest nicht mal zu einem Viertel angerührt. ;)

Und klar gibt es für Skyrim viele Questmods, aber das hat jetzt was mit der Frage nach Vielfalt und Möglichkeiten bei der Charaktererschaffung zu tun? Ich mein, das sind ja schließlich Mods, also Hausregeln. Es gibt auch einen Mod für Skyrim, der einem einen anderen Anfang als die Hinrichtungsszene bietet.

Tut mir Leid, aber irgendwie komme ich jetzt nicht mehr ganz mit. Mal rekonstruieren...

Die Sache, um die es doch eigentlich ging, war, dass bestimmte Charakterkonzepte mit den DSA5 Regeln schwer bis gar nicht hintergrundgetreu umzusetzen sind, obwohl sie an sich eine mögliche Option bieten (siehe Adel III oder evtl. schon II und Kosten für standesgemäße Kleidung). Und dann gab es Vorschläge, wie man das möglicherweise ändern könnte. Daraus entwickelten sich ein paar kurze Anmerkungen, was DSA für Startmöglichkeiten bieten kann und soll und ob. Die Frage hat sich also dahin entwickelt ob DSA (5) für solche Charakterkonzepte ausgelegt ist oder sein soll(te). Und da kam dann der Skyrim Vergleich.

Alles klar. Weiter im Text. Ich halte das immer noch für keinen guten Vergleich. Skyrim und DSA sind grundverschiedene Dinge. Das eine ist ein Solo-Computerspiel mit einer klar definierten Storyline, die sich nicht ändert. Bietet es innerhalb dieses Rahmens viele Freiheiten und Möglichkeiten? Ja. Kann ich das ganze durch Mods noch viel weiter treiben? Sicher. Aber das Grundgerüst ist doch immer noch ein absolut anderes. Eben mehr wie ein Solo-Abenteuer oder ein CYOA, bei dem dann an manchen Stellen jemand eigene Erweiterungen eingefügt hat oder die Abschnitte umgeschrieben hat.
Das andere ist ein Regelsystem mit einer Hintergrundwelt, in welcher man im Rahmen einer Gruppe theoretisch (fast) jede Rolle einnehmen kann, um dann gemeinsam nicht weiter spezifizierte Dinge zu unternehmen, die nach den vorgestellten Regeln ablaufen. Anstatt nur der Dhovakin zu sein, kann ich eben auch Alrik der meistertalentierte Zauberschmied mit der eigenen Schmiede im Planwagen sein. Oder Alrik von Alrikshausen der Turnierritter. Oder Alrik Runkelrübe der Rübenbauer... Und zwar von Anfang an und nicht weil ich als tabula rasa in die Welt gekommen bin und mich dann im Laufe dessen entwickelt habe.

Was ich sagen will ist, ich habe DSA nie als ein übermäßiges "From Rags to Riches" Spiel wahrgenommen, bei dem man quasi aus dem Nichts sich hochgearbeitet hat und schließlich dann wer war. Klar, man hat mit der Zeit immer an Macht und Einfluss und Reichtum gewonnen, aber man konnte halt auch schon auf einem entsprechenden Level starten, welches andere vielleicht hinterher als ihre Endentwicklung angesehen haben (etwa den Ritterschlag). Und das ist ja grundlegend in DSA5 noch genau so. Mit Reich X kann ich ja durchaus einen Ritter standesgemäß darstellen (nicht unbedingt einen Turnierritter, aber hey...), aber danach wird es halt schwierig. Ein Ritter ist aber nur die unterste Stufe des Spielern offen stehenden Vorteils Adel. Momentan fehlt halt ein wenig die Möglichkeit diesen Standesunterschied vernünftig darzustellen, zum Beispiel durch einen Vorteil wie Besonderer Besitz. Dass das Regelwerk dies nicht von vornherein anbietet ist in meinen Augen ein Versäumnis, weil solche Dinge für mich eben doch essentiell zu meinem DSA Verständnis dazu gehören.
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Re: Umsteiger Fragen bei der Heldenerschaffung

Beitragvon TrollsTime » Dienstag 17. Januar 2017, 07:28

Ich fände es schön, wenn man mit 5.1 oder noch besser: Einem entsprechenden Subregelwerk (optional) Lebensstil-Regeln einführt - ob jetzt als zusätzlicher Vorteil oder nicht -, die dann folgendes beinhalten:
-- Angemessene Spesen und Kleidung, sprich "Bis wo sind Lebenshaltungskosten frei"
-- Hintergrund ("Jeder hat eine Familie, auch du Bauer Beppo! Vielleicht spendieren die dir ein Huhn oder du kannst dir die Sense ausleihen!", "Freiherr von Spitz: Ihr Vater hat ihre Apanage großzügig auf 200D/a erhöht!", "Händler: Das Schiff deines Vaters liegt im Hafen, ihr könntet umsonst nach Brabak schippern!", "Mbele? Die G'tongi der schwarzen Pyramide von K'thall haben eine Botschaft für dich: Die von dir bewahrten Seelenkristalle der Echsenteufel von Mak'Shupparam sind gereinigt. Du darfst sie bei den bleichen Teufeln von G'reth gegen Stahl und Vieh tauschen, wenn du magst!")
-- finanzielle Reserven/Ressourcen, die bei Spielbeginn (Ritter mit Pferd etc) oder später angezapft werden können und sich nur langsam "regenerieren"
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Re: Umsteiger Fragen bei der Heldenerschaffung

Beitragvon Leomar » Dienstag 17. Januar 2017, 10:23

PC-Spiele bieten einige Vorteile, z.B. eine erheblich erleichterte Datenverwaltung, schöne Bilder, Klänge oder auch die Option Schlachten mit hunderten oder tausenden SCs und NSCs zu veranstalten. Diese Vorteile kann ein P&P-Spiel gewöhnlich nicht bieten, auch wenn die Charakterbögen noch so übersichtlich werden und einige Gruppen während des Spiels einzelne Szenen mittlerweile mit Musik, wenigen Bildern, z.B. Karten oder Portraits wichtiger Charaktere, untermalen. Moderne Technologie zu nutzen ist durchaus akzeptabel und vielfach nützlich, doch je mehr sich das P&P-Rollenspiel dem PC-Rollenspiel annähern möchte, geradezu anbiedert und dabei seine eigenen Stärken vergisst, desto mehr kann es nur verlieren. P&P-Rollenspiele bereiten nun einmal mehr Arbeit, sind nicht so bunt usw., aber sie bieten eine unerreichte Freiheit, erlauben praktisch jede Handlung und jedes Ereignis, dass sich die Gruppe nur vorzustellen in der Lage ist, eine Gruppe, die aus realen Menschen besteht, die physisch, nicht bloß virtuell beieinander sind. Das P&P-Rollenspiel erlaubt eure gemeinsame Geschichte zu erzählen, eigene Abenteuer zu erleben, nicht immer dieselbe Geschichte mit wenigen Variationen und deutlich weniger Handlungsoptionen, die Hunderttausende andere Menschen ebenfalls erlebt habn. Dies sind die Stärken des P&P-Rollenspiels und auf diese muss sich konzentriert werden, wenn es überlebensfähig sein und nicht endgültig verdrängt werden soll.
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Re: Umsteiger Fragen bei der Heldenerschaffung

Beitragvon Nick-Nack » Mittwoch 18. Januar 2017, 13:45

TrollsTime hat geschrieben:Ich fände es schön, wenn man mit 5.1 oder noch besser: Einem entsprechenden Subregelwerk (optional) Lebensstil-Regeln einführt - ob jetzt als zusätzlicher Vorteil oder nicht -, die dann folgendes beinhalten:
-- Angemessene Spesen und Kleidung, sprich "Bis wo sind Lebenshaltungskosten frei

Dazu gibt es, falls ich mich nicht täusche, bereits was im Scriptorium :)
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Re: Umsteiger Fragen bei der Heldenerschaffung

Beitragvon Tengwean » Mittwoch 18. Januar 2017, 14:40

Nick-Nack hat geschrieben:
TrollsTime hat geschrieben:Ich fände es schön, wenn man mit 5.1 oder noch besser: Einem entsprechenden Subregelwerk (optional) Lebensstil-Regeln einführt - ob jetzt als zusätzlicher Vorteil oder nicht -, die dann folgendes beinhalten:
-- Angemessene Spesen und Kleidung, sprich "Bis wo sind Lebenshaltungskosten frei

Dazu gibt es, falls ich mich nicht täusche, bereits was im Scriptorium :)

Ja, hier.
Nicht alles,was Gold ist,funkelt,
Nicht jeder,der wandert,verlorn,
Das Alte wird nicht verdunkelt;
Noch Wurzeln der Tiefe erfrorn.
Aus Asche wird Feuer geschlagen,
Aus Schatten geht Licht hervor;
Heil wird geborsten Schwert;
Und König,der die Krone verlor
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Re: Umsteiger Fragen bei der Heldenerschaffung

Beitragvon schandgalgen » Mittwoch 18. Januar 2017, 16:36

Tengwean hat geschrieben:
Nick-Nack hat geschrieben:
TrollsTime hat geschrieben:Ich fände es schön, wenn man mit 5.1 oder noch besser: Einem entsprechenden Subregelwerk (optional) Lebensstil-Regeln einführt - ob jetzt als zusätzlicher Vorteil oder nicht -, die dann folgendes beinhalten:
-- Angemessene Spesen und Kleidung, sprich "Bis wo sind Lebenshaltungskosten frei

Dazu gibt es, falls ich mich nicht täusche, bereits was im Scriptorium :)

Ja, hier.


ich hab mir das mal angeguckt. Die Aufschlüsselung ist schön geschrieben. Ich muss allerdings sagen, dass ich die kurzen knappen Informationen aus dem WdS bei DSA 4.1 doch noch etwas besser finde. Auch scheinen mir die Kosten zumindest im unteren Bereich doch höher zu sein. Der Tagelöhner (was von der Beschreibung her dem Elenden und damit niedrigsten Lebensstil in 4.1 entspricht), gibt schon alleine für Nahrung im Durchschnitt das doppelte von dem aus, was der Lebensstil im Monat bei DSA 4.1 gekostet hätte...
Aber davon ab hilft das ganze natürlich auch nicht beim eigentlichen Problem weiter. Sprich der Tatsache, dass es keinen guten Mechanismus gibt, der es erlaubt einen entsprechenden Lebensstil auch vernünftig im Spiel und insbesondere von der Erschaffung an darzustellen. Was man hier natürlich machen könnte wäre ein Vorteil Lebensstil einzuführen (anhand der Spielhilfe aus dem Scriptorum ein spontaner Vorschlag: I-III für 15 AP pro Stufe), bei dem man einen automatischen Lebensstil von abgesichert/wohlhabend/sehr wohlhabend erhält, etwa durch die eigene Familie, eine Leibrente oder was auch immer. Die unteren zwei Stile würde ich rausfallen lassen, da diese eigentlich automatisch durch ein Abenteuerleben zu bewältigen sind. Ebenso würde ich die oberen beiden Stile ausschließen, da Hochadel bei der Heldenerschaffung ja auch außer Reichweite ist und ein solcher Lebensstil somit auch nicht standesgemäß wäre.
Aber auch das hilft nicht beim zweiten Problem, dass es eben keine offizielle (optionale) Regelung hierfür gibt, was einer Hausregel (wie toll und gebalanced sie auch sein möge) immer vorzuziehen ist.
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Re: Umsteiger Fragen bei der Heldenerschaffung

Beitragvon Nick-Nack » Mittwoch 18. Januar 2017, 16:57

schandgalgen hat geschrieben:Aber auch das hilft nicht beim zweiten Problem, dass es eben keine offizielle (optionale) Regelung hierfür gibt, was einer Hausregel (wie toll und gebalanced sie auch sein möge) immer vorzuziehen ist.

Darüber kann man sich trefflich streiten. Ich sehe es genau andersherum: eine tolle, gebalancte Hausregel ist einer nicht so tollen, schlechter gebalancten offiziellen Regel immer vorzuziehen :)
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