Regelunklarheiten

Re: Regelunklarheiten

Beitragvon bigben666 » Montag 17. Juli 2017, 16:57

Ist das mit den Fehlern im ZdR-Buch wirklich so schlimm?

Puuh, Ulisses macht es einem da ja echt schwer. Das letzte Rollenspielmaterial von Ulisses war das von Iron Kingdoms und das Weltenbuch war ein einziger Graus. Ich hatte gehofft, dass es hier nicht so schlimm wird.
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Re: Regelunklarheiten

Beitragvon >MARVEL< » Dienstag 18. Juli 2017, 08:30

Ich habs zwar gekauft, hab aber noch nicht so reingeschaut. Keine Ahnung. Ich lese immer mal wieder das Ulisses echt schlimm sein soll, was Fehler anbelangt (berichtigt mich, wenn ich mich irren sollte).
Zumindest haben sie es nicht so mit der Zeit. Ich kaufe genau zwei Spiele von ihnen und bei beiden wartet man Monate oder sogar Jahre auf neues Material.

Das Ding ist, warum ich mich da auch etwas... fühle, das Zeug ist verdammt teuer. 50 € für das D&D GRW, 60 € für ZdR. Und dann noch voller Fehler? Ja, Lizenzen wollen bezahlt werden, schon klar. Die Auflage ist klein... schon klar.

Shadowrun kostet 20 €, die 7te See kostet 20 €.

Ich sage nicht, dass alls Bücher so günstig sein sollen, aber etwas mehr Sorgfalt kann man für solche Preise schon erwarten, finde ich.
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Re: Regelunklarheiten

Beitragvon Colt » Dienstag 18. Juli 2017, 14:08

bigben666 hat geschrieben:Ist das mit den Fehlern im ZdR-Buch wirklich so schlimm?

Puuh, Ulisses macht es einem da ja echt schwer. Das letzte Rollenspielmaterial von Ulisses war das von Iron Kingdoms und das Weltenbuch war ein einziger Graus. Ich hatte gehofft, dass es hier nicht so schlimm wird.


Also. Man kann sowohl mit dem ZdR Regelbuch spielen, alsauch mit dem ARdI Regelbuch. Beide habe einige Fehler, die wahrscheinlich den meisten Leute gar nicht groß auffallen bzw. kein Gamebreaker sind. Insgesamt sind die Bücher alle ordentlich übersetzt und auch zu 99% richtig. Was das ZdR Regelbuch von allen übrigen Ulisses/Heidelberger Star Wars Büchern unterscheidet, sind die bereits hier im Thread aufgeführten Neubezeichnungen von Talenten. Da wurden einfach etablierte Talente, die in den drei Einsteigersets, in "Reise ins Unbekannte", in "Sonnen der Verheissung" und in "Jenseits des Randes" vorkommen (teilweise nur bei NSCs, aber sie kommen vor) neu benannt.
Letztendlich führt das dazu, dass über alle bisheren Erscheinungen verteilt verschiedene Namen für dasselbe Talent vorkommen. Mag sein, dass die neuen Namen besser klingen, dennoch verwirrt es und eine Umstellung inmitten der Veröffentlichungen ist selten gut. Nichtsdestotrotz kann man auch damit leben und einfach die entsprechenden Talente im jeweiligen Regelbuch nachschlagen bzw. in den Talentbäumen werden alle sowieso erklärt. Man muss halt nur schauen, ob man das Talent nicht schon unter anderem Namen in einem anderen Talentbaum gekauft hat. ;)

P.S. dennoch ist das alles etwas ärgerlich, denn wir Marvel schon schrieb: Die Bücher kosten immerhin 60 €!
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Re: Regelunklarheiten

Beitragvon bigben666 » Dienstag 18. Juli 2017, 18:23

Danke für die Erläuterung. Dann werde ich doch zuschlagen. Wenn das Buch alles in allem einen vernünftigen Eindruck macht, ist das OK fürmich.
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Re: Regelunklarheiten

Beitragvon neuwalker » Mittwoch 19. Juli 2017, 15:35

Ich fände es trotzdem hilfreich, wenn sich der Verlag hier mal erklären könnte. Immerhin wollen SW-Fan und Azanael Fanmaterial erstellen, dass sich auf die Talente bezieht und auch ich wollte die neuen Talente in meine Datenbank einpflegen.
Deshalb wäre es hilfreich, wenn wir von offizieller Stelle mal erfahren würden:
• warum sich die Talentnamen geändert haben
• ob das eine einmalige Sache war, oder jederzeit wieder passieren kann
• ob die zweite Auflage von ARdI die geänderten Talentnamen enthält
• ob es PDFs von den bereits veröffentlichten Talentbäumen geben wird (also ARdI 1. Auflage, RiU), damit alle Spieler wieder einheitliche Talentnamen haben.

Vielleicht hätte der Verlag den Mut haben sollen, auch Spieler und Fans als Lektoren einzubeziehen, dann wäre das sicherlich nicht passiert. Und ich kann mir gut vorstellen, dass der eine oder andere hier im Forum hellauf begeistert wäre, wenn er eine Regelbuch 6 Monate vor Erscheinen lesen dürfte.
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Re: Regelunklarheiten

Beitragvon Farnir » Mittwoch 19. Juli 2017, 19:48

>MARVEL< hat geschrieben:Zumindest haben sie es nicht so mit der Zeit. Ich kaufe genau zwei Spiele von ihnen und bei beiden wartet man Monate oder sogar Jahre auf neues Material.


Das die Verzögerungen bei Star Wars nicht von Ulisses verschuldet sind, hast du aber schon mitbekommen, oder?
Bei dem ganzen Theater finde ich es immer noch bemerkenswert, daß der Verlag sich das überhaupt antut.

>MARVEL< hat geschrieben:Das Ding ist, warum ich mich da auch etwas... fühle, das Zeug ist verdammt teuer. 50 € für das D&D GRW, 60 € für ZdR.
Und dann noch voller Fehler? Ja, Lizenzen wollen bezahlt werden, schon klar. Die Auflage ist klein... schon klar.


Japp, Star Wars ist teuer. Das gilt für alle Lizenzprodukte, nicht nur Rollenspiele. Bei den Lego-Packungen fällt es uns jedes Mal auf, wenn die Kinder etwas haben wollen.

Von "voller Fehler" kann hier aber eigentlich keine Rede sein. Die neu übersetzten Talente sind zu viele und zu systematisch, um Fehler zu sein - das sieht zumindest für mich nach Absicht aus.

>MARVEL< hat geschrieben:Shadowrun kostet 20 €, die 7te See kostet 20 €.

Ich sage nicht, dass alls Bücher so günstig sein sollen, aber etwas mehr Sorgfalt kann man für solche Preise schon erwarten, finde ich.


Der Vergleich hinkt.
Ulisses bezahlt Redakteure in Vollzeit, Pegasus arbeitet ausschließlich mit Hobbyisten.
Die Ulisses-Redakteure wollen von ihrem Beruf leben können, den Pegasus-Redakteure reicht das branchenübliche Taschengeld.
Ulisses macht sein Geschäft mit Rollenspielen, Pegasus ist eigentlich ein Brettspielverlag mit einer nicht gewinnrelevanten Rollenspielabteilung.


neuwalker hat geschrieben:Vielleicht hätte der Verlag den Mut haben sollen, auch Spieler und Fans als Lektoren einzubeziehen, dann wäre das sicherlich nicht passiert. Und ich kann mir gut vorstellen, dass der eine oder andere hier im Forum hellauf begeistert wäre, wenn er eine Regelbuch 6 Monate vor Erscheinen lesen dürfte.


Ich bezweifle, dass sie das dürfen. Die Lizenz ist extrem restriktiv.
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Re: Regelunklarheiten

Beitragvon The Slayer » Mittwoch 19. Juli 2017, 21:43

Ich muss Farnir da zustimmen, er hat schon recht mit seinen Aussagen. Ich bin recht zufrieden mit den Büchern hier und da Kleinigkeiten die ich anders übersetzt hätte, aber hey es gibt beim übersetzen nie nur eine 100% korrekte Übersetzung. Von daher sehe ich das recht entspannt.
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Re: Regelunklarheiten

Beitragvon >MARVEL< » Freitag 21. Juli 2017, 08:41

Farnir hat geschrieben:Das die Verzögerungen bei Star Wars nicht von Ulisses verschuldet sind, hast du aber schon mitbekommen, oder?
Bei dem ganzen Theater finde ich es immer noch bemerkenswert, daß der Verlag sich das überhaupt antut.


Ja ja, das lese ich immer wieder. Wie ich aber schon zig Mal aufgezeigt habe schaffen es alle Länder um uns herum erheblich weiter in den Veröffentlichungen des Rollenspiels zu sein. Wieso gerade Ulisses nicht?

Farnir hat geschrieben:Japp, Star Wars ist teuer. Das gilt für alle Lizenzprodukte, nicht nur Rollenspiele. Bei den Lego-Packungen fällt es uns jedes Mal auf, wenn die Kinder etwas haben wollen.


60 €! Ich denke das geht noch eine ganze Ecke über den Legovergleich. Und D&D? Kostet auch 50 €!

Farnir hat geschrieben:Von "voller Fehler" kann hier aber eigentlich keine Rede sein. Die neu übersetzten Talente sind zu viele und zu systematisch, um Fehler zu sein - das sieht zumindest für mich nach Absicht aus.


Und Dinge absichtlich "falsch" zu übersetzen macht es jetzt besser? Im "laufenden Betrieb"? Das grenzt schon an Schikane am Spieler.

>MARVEL< hat geschrieben:Shadowrun kostet 20 €, die 7te See kostet 20 €.

Ich sage nicht, dass alls Bücher so günstig sein sollen, aber etwas mehr Sorgfalt kann man für solche Preise schon erwarten, finde ich.


Farnir hat geschrieben:Der Vergleich hinkt.
Ulisses bezahlt Redakteure in Vollzeit, Pegasus arbeitet ausschließlich mit Hobbyisten.
Die Ulisses-Redakteure wollen von ihrem Beruf leben können, den Pegasus-Redakteure reicht das branchenübliche Taschengeld.
Ulisses macht sein Geschäft mit Rollenspielen, Pegasus ist eigentlich ein Brettspielverlag mit einer nicht gewinnrelevanten Rollenspielabteilung.


Und Übersetzer? Die werden trotzdem nicht "vernünftig" bezahlt. Und Shadowrun? 20 € zu 60 €.
Es ist mir reichlich egal wer wie arbeitet. Und ich bin auch bereit (viel) Geld für mein Hobby zu zahlen. Dann möchte ich aber auch ordentliche Bücher. Es geht hier nicht um simple Tippfehler. Es geht darum im großen Stil seit Jahren festgelegte Begriffe nach gut dünken neu zu übersetzen. Damit kann ich mir jedes Buch eigentlich neu kaufen (übertrieben gesagt). Ich will dank der vielen Bücher nicht NOCH mehr Blätterei haben.[/quote]


Und wie hier auch schon gesagt wurde: Wieso äußert sich Ulisses nicht mal offiziell wegen dieser Neuübersetzungen?
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Re: Regelunklarheiten

Beitragvon Cernusos » Freitag 21. Juli 2017, 10:30

Aus meiner Erfahrung weiß ich, das Übersetzer meist nicht so tief in der Materie drin stecken,
als das sie z.b. wissen das es im Falle des SW-RPGs 3 Linien gibt die sich dem selben Regelwerk bedienen,
und es schon ein veröffentlichtes Buch gibt wo man hätte nachschauen können, bzw. einfach Sachen kopieren hätte können.
Aber meist haben Übersetzer nicht die Zeit oder Muse(?) sich da rein zu arbeiten, wenn nur verlangt wird, das sie
eine Übersetzung abliefern sollen.
Übersetzer sind ja aber erst der Anfang der Kette.
Lektorat und Korrektorat sollten dann Inhaltliche Dinge ausbügeln und Spieltermini anpassen.
Der Layouter schaut dann nach dem Drucksatz und platziert den Text um Grafiken...
Und schlussendlich sollte der zuständige Redakteur drüber schauen und dann sein Go geben,
damit das Buch in den Druck gehen kann.

Also sind mindestens 3-4 Leute die sich hätten auskennen sollen, oder mehr, wenn man mehrere Korretkurleser hat, involviert und mindestens einem
sollte aufgefallen sein das da was nicht stimmt. - Oder der Redakteur hat sich für diese Version entschieden. :evil:
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Re: Regelunklarheiten

Beitragvon Cifer » Freitag 21. Juli 2017, 10:45

Aus meiner Erfahrung weiß ich, das Übersetzer meist nicht so tief in der Materie drin stecken,
als das sie z.b. wissen das es im Falle des SW-RPGs 3 Linien gibt die sich dem selben Regelwerk bedienen,
und es schon ein veröffentlichtes Buch gibt wo man hätte nachschauen können, bzw. einfach Sachen kopieren hätte können.
Aber meist haben Übersetzer nicht die Zeit oder Muse(?) sich da rein zu arbeiten, wenn nur verlangt wird, das sie
eine Übersetzung abliefern sollen.
Reden wir hier grad von Übersetzern im Allgemeinen oder Übersetzern für Rollenspiele? Denn im Allgemeinen sollte ein Übersetzer sich natürlich mit der Materie grob vertraut machen und bekommt normalerweise einen Glossar mit, in dem genau solche bereits bestehenden Übersetzungen schon drinstehen.
Bei Rollenspielen steht dann natürlich das Problem im Raum, dass angesichts der angebotenen Bezahlung das Ganze eher Hobby ist und jeder Übersetzer wohl selbst sehen muss, wieviel Zeit er dem einräumen kann, wenn es ihm nicht gerade die Miete bezahlt.
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