Hexen und ihre Emotionen

Regelfragen kommen hier rein.

Re: Hexen und ihre Emotionen

Beitragvon Frederic » Dienstag 26. September 2017, 15:34

AlariFirefly hat geschrieben:Das Problem sehe ich weniger bei solchen Situationen, lässt sich ja auch gut erklären. Das Problem ist eher, wenn die Emotionen unpassend sind: Die rachsüchtige Hexe will den Wilderer, der ihren Vertrauten ermordet hat mit einem Bannbaladin in falscher Sicherheit wiegen, um ihn dann ohne große Gegenwehr verfluchen zu können. Rachegelüste sind nicht gerade passende Gefühle für einen Freundachaftszauber, erschweren den Zauber allerdings zumindest regeltechnisch nicht, während gedämpfte Gefühle eben schon eine Erschwernis zur Folge haben.


Ich sehe das auch so. Ich sehe die Emotionen der Hexe eher als etwas "unberechenbares" an etwas worüber sie selber nur wenig Kontrolle hat. Wenn sie zB. jemanden Schaden möchte, erfasst sie eine Mordlust die so groß ist dass sie eben, sollte sie 2KR abwarten eine Erleichterung von 1 erhält. Die Mordlust ist etwas worüber die Hexe recht wenig kontrolle hat, was sie ja aber nicht daran hindert keinen Schadenszauber zu sprechen oder gar einen Freundschaftszauber, nur eben nicht mit dem Bonus.

Die Fragen die ich mir aber gestellt habe sind:
1. Kann die Hexe auch ein gewisses Gefühl haben ohne sich hinein zu steigern? Vom spielerischen würde ich sagen ja. Wenn das Vertrautentier von der Hexe getötet wird, wird sie wohl kaum 4KR brauchen u Mordlust gegen den Übeltäter zu verspüren... Regeltechnisch und wegen dem Balancing würde ich eher nein sagen...

2. Muss die Hexe sich für jeden Zauber in eine Emotion hineinsteigern? Die Frage könnte man auch so formulieren, wie lange halten die Emotionen, in die sich eine Hexe hineinsteigert an. Wenn sie sich in Mordlust steigert bevor sie einen Gegner anfreift, verebbt diese dann direkt nach dem Spruch oder würde sie auch für den nächsten KR die Erleichterung erhalten? Hier würde ich wiederum sagen dass es spielerisch nur logisch ist und passen würde, denke auch das es regeltechnisch ok ist, wollte aber wissen wie ihr das handhabt und ob ihr das nicht als zu mächtig seht.
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Re: Hexen und ihre Emotionen

Beitragvon Deirakos » Dienstag 26. September 2017, 15:49

Ich würde das Gefühl anhalten lassen, bis die Quelle/das Ziel derer beseitigt ist. Ich würde aus Balance Gründen vllt den Bonus alle paar KR um eine Stufe absinken lassen.
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Re: Hexen und ihre Emotionen

Beitragvon RomulanPraetor » Dienstag 26. September 2017, 20:38

Um ehrlich zu sein habe ich bei Hexen keinerlei Balancing Zweifel;

Ich würde als Meister, abhängig des Rollenspiels des Spielers, der Hexe eine bestimme Emotionslage unterstellen. Will sie jetzt eine Erleichterung, die nicht zur Situation passt, dann muss sie sich reinsteigern. Was sie wiederum evtl. wertvolle Kampfrunden kosten kann.
Generell bin ich den Hexenspielern eher großzügig gegenüber, wenn mir jemand erklären kann warum er die Erleichterung bekommen sollte...
Es gibt aber auch Zauber die meienr MEinung nach sehr unemotional sind und daher nicht/nur schwer zu erleichtern sind; Katzenaugen - weder Wut, Trauer, Sorge, Hoffnung passen hier meiner Meinung nach - aber das ist wohl eh eine Frage für die jeweilige Spielgruppe (meine kommt meist nicht auf die Idee nach Erleichterungen zu fragen und ich vergesse es auch häufiger... DSA 5 ist ja nicht ganz arm mit Sonder/Bonus/Zusatz/Eventualitäten Regeln, sodass man da gerne mal was übersieht)
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Re: Hexen und ihre Emotionen

Beitragvon Lyral » Donnerstag 28. September 2017, 07:43

Also ich hab es so verstanden, und wir praktizieren es so:

Grundregel 1.) Die Hexe profitiert von ihrer Gefühlslage. Ist sie wütend und will aus Wut Schaden anrichten unterstützt die Tradition dies. Bonus sofort vorhanden
2.) Ist sie wütend und will jemanden Heilen ist sie in der Lage ihre gefühlslage "künstlich" zu ändern und sich gewollt in einer andere Gefühlslage hineinsteigern. Also dann erhält sie den Bonus X erst nach Y Kampfrunden
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Re: Hexen und ihre Emotionen

Beitragvon Frederic » Donnerstag 28. September 2017, 09:20

Lyral hat geschrieben:Also ich hab es so verstanden, und wir praktizieren es so:

Grundregel 1.) Die Hexe profitiert von ihrer Gefühlslage. Ist sie wütend und will aus Wut Schaden anrichten unterstützt die Tradition dies. Bonus sofort vorhanden
2.) Ist sie wütend und will jemanden Heilen ist sie in der Lage ihre gefühlslage "künstlich" zu ändern und sich gewollt in einer andere Gefühlslage hineinsteigern. Also dann erhält sie den Bonus X erst nach Y Kampfrunden


Ich mag den Ansatz, würde es aber vielleicht eher so handhaben dass man ohne sich hineinzusteigern nur eine Erleichterung von 1 erhält, außer in besonderen Fällen... Die Räuber haben einen Gefährten getötet, haben die Helden gefangen gehalten, ...
Also generell eher Erleichterung von 1, wenn es "persönlich" ist auch mal von 2... oder aber man steigert sich hinein...
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Re: Hexen und ihre Emotionen

Beitragvon Lyral » Donnerstag 28. September 2017, 09:59

Also genau so handhaben wir es auch.

So diese Grundhaltung die man aus der Situation heraus oder RP hat ist in 90% der Fälle bei +1 angesiedelt bei uns.
zB mein Hexer hat einen jahrelangen Freund in der Gruppe (Hintergrundgeschichte + Lebenslangebande zu seiner Familie etc.) oder wenn es ums Vertrautentier geht sind sofortige +2 Erleichterungen erlaubt.

Also Räuber X greift mich an: +1
Räuber X verletzt mein Vertrautentier: Puls 180 und Erleichterung von +2

Uns ist halt wichtig dass es a.) auch gespielt wird und b.) stimmig bleibt.

Also wenn die Gruppe überfallen wird und die erste Ansage ist: Ich habe schiss und suche nach einem Ausweg zu fließen bekommst du halt +1 auf einen Hexenknoten zB der eine Schlucht darstellt um den Feind auszuhalten aber bestimmt nicht auf die Hexengalle um den Feind anzugreifen.
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folgende User möchten sich bei Lyral bedanken:
Grumbrak

Re: Hexen und ihre Emotionen

Beitragvon Derya Eulenhexe » Freitag 29. September 2017, 12:31

AlariFirefly hat geschrieben:Das Problem sehe ich weniger bei solchen Situationen, lässt sich ja auch gut erklären. Das Problem ist eher, wenn die Emotionen unpassend sind: Die rachsüchtige Hexe will den Wilderer, der ihren Vertrauten ermordet hat mit einem Bannbaladin in falscher Sicherheit wiegen, um ihn dann ohne große Gegenwehr verfluchen zu können. Rachegelüste sind nicht gerade passende Gefühle für einen Freundachaftszauber, erschweren den Zauber allerdings zumindest regeltechnisch nicht, während gedämpfte Gefühle eben schon eine Erschwernis zur Folge haben.

Falsch. Die Erschwernisse gelten laut Traditionsbeschreibung nicht nur bei gedämpften Gefühlen sondern auch beim Zaubern entgegen ihrer Gefühle.
La sorcière chouette est une chouette sorcière.
Winter is coming, owls!
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Re: Hexen und ihre Emotionen

Beitragvon orkenspalter » Montag 2. Oktober 2017, 19:02

Hier geht's weiter. Durch den Forenwechsel bedingt ist für diesen Thread im Orkenspalter-Forum ein Fortsetzungsthread angelegt worden:
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