Drei Zauber die mich wundern!

Regelfragen kommen hier rein.

Drei Zauber die mich wundern!

Beitragvon Scoon » Dienstag 19. September 2017, 14:24

  • Geht es nur mir so oder empfindet ihr den Invoactio Minima auch als ein wahlobligatorisches AP-Grab? Ich meine sicher, es ist schon stimmig, dass man sich erst einmal an dieser kleinen Manifestation übt. Aber dafür, dass sie in 99% der Fälle nicht sinnvoll einzusetzen ist, empfinde ich die Vorraussetzung mit FW10 unnötig hoch. Man braucht diesen Zauber eigentlich nur für das Folgeritual und die Merkmalskenntnis.
  • Genau so unschön ist, das man den Manifesto auf Objekt gesetzt hat. Das schneidet sich inhaltlich und wirft dem Spieler unnötig Steine in den Weg.
  • Schließlich bin ich auf den Eisenrost gestoßen. Ist es nicht seltsam, dass ich mit QS6 zwar eine Plattenrüstungs mit 25 Stein Gewicht funktionsunfähig machen kann, aber kein Vorhängeschloss von gerade mal 3 Stein?
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Re: Drei Zauber die mich wundern!

Beitragvon AlariFirefly » Dienstag 19. September 2017, 17:59

Was dein Problem mir dem Manifesto ist, irgendeine Zielkategorie braucht der Zauber halt, außerdem ist es die gleiche wie beim Invocatio Minima. Natürlich ist der Invocatio Minima in den meisten Fällen nutzlos, das trifft aber auch auf viel anderes in DSA5 zu. Der Zauber hat wenigstens noch den Vorteil nach A gesteigert zu werden und ich muss nicht erst wie beim Invercano mindestens 48 AP investieren, damit meine ohnehin schon schlechte Parade nicht noch zusätzlich beim Reflektieren erschwert wird. Was den Eisenrost angeht: der ist ohnehin nur für Leute, die den Desintegratus noch nicht gefunden haben, der zwar mehr AsP kostet, die höhere Zauberdauer kann aber runtermodifiziert werden, was beim Eisenrost nicht geht. Außerdem ist die Reichweite des Desintegratus höher und er ist günstiger zu steigern... warum ein Vorhängeschloss zerstören, wenn ich stattdessen die Türe pulverisieren kann?
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Re: Drei Zauber die mich wundern!

Beitragvon Lhysthrobal » Dienstag 19. September 2017, 18:52

Hallo,

einen A-Zauber würde ich nicht als AP-Grab bezeichnen. Allerdings hätte man den Invocatio Minima als auch den Manifesto in der Tat in Zaubertricks zerlegen können.

Wo ist denn das konkrete Problem mit Zielkategorie "Objekt"?

Über die Sinnhaftigkeit/Nützlichkeit bestimmter Zauber kann man sich aber in der Tat trefflich streiten.

AlariFirefly zeigt mit dem Invercano da ein weiteres Problem (in meinen Augen heftigeres Beispiel auf; ich finde den Zauber für sehr risikoreich).

Schöne Grüße


L
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Re: Drei Zauber die mich wundern!

Beitragvon Morgel » Dienstag 19. September 2017, 19:10

Ich bin noch nicht zu 100% eingelesen und -gespielt in die Magie/Zauber von DSA 5. Aber mein erster Eindruck vermittelt mir das Gefühl, dass vor allem die Palette an Zaubern insgesamt untereinander in Bezug auf Kosten/Nutzen nicht optimal gewichtet ist. Das war teilweise schon zu DSA 4.1 Zeiten ein Problem, weil es halt auch echt schwierig ist. Aber schauen wir mal in DSA 5. Nach meinem Empfinden ist leicht nachzuvollziehen, wenn Zauberer den Elementaren Diener, den Ignifaxius (bzw. Elementarvariante) und den Ablativum haben wollen. Ein guter Ignifaxius hat schnell eine Asp/TP Relation von 1 zu 2, was für Kampfmagier endlich mal toll ist, der E. Diener bietet mit den aktuellen Elementarregeln ein kompetentes und nützliches Pet an der Seite des Zauberers, der Ablativum (zwar Kategorie D) neutralisiert jegliche Art von Magie in einem ziemlich guten AsP-Kosten/Nutzen Verhältnis ...

Der Ablativum ist bsw. definitiv wirkungsvoller als sämtliche anderen antimagischen Schutzzauber wie bsw. Gardianum etc.
EInen kompetenten Ignifaxius wird man im Kampf immer einem Blitz vorziehen (das zB war bei DSA 4.1 nicht so, gut anderes Thema, da war der Blitz imba)
Und wer einen Elementaren Diener lernen kann, sollte es tun.

Wenn ich mir zB den Horriphobus anschaue. Hm... da muss schon einiges an QS überig bleiben, dass er potente Wirkung erzielt.
Es gibt da einiges, ohne dass ich die Muße habe ins Detail zu gehen, was meiner Meinung nach besser ausbalanciert sein könnte.

Aber wie gesagt, ich hoffe, dass durch Spielerleben und Feedback der Leute künftig noch Verbesserungen vorgenommen werden können.

LG,
Morgel

Edit: Man wird es auf künftigen Conventions sehen, wenn einem immer die gleichen Zauber begegnen ... ;-)
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Re: Drei Zauber die mich wundern!

Beitragvon Erastäus von Salvunk » Mittwoch 27. September 2017, 11:49

Scoon hat geschrieben:
  • Geht es nur mir so oder empfindet ihr den Invoactio Minima auch als ein wahlobligatorisches AP-Grab? Ich meine sicher, es ist schon stimmig, dass man sich erst einmal an dieser kleinen Manifestation übt. Aber dafür, dass sie in 99% der Fälle nicht sinnvoll einzusetzen ist, empfinde ich die Vorraussetzung mit FW10 unnötig hoch. Man braucht diesen Zauber eigentlich nur für das Folgeritual und die Merkmalskenntnis.
  • Genau so unschön ist, das man den Manifesto auf Objekt gesetzt hat. Das schneidet sich inhaltlich und wirft dem Spieler unnötig Steine in den Weg.
  • Schließlich bin ich auf den Eisenrost gestoßen. Ist es nicht seltsam, dass ich mit QS6 zwar eine Plattenrüstungs mit 25 Stein Gewicht funktionsunfähig machen kann, aber kein Vorhängeschloss von gerade mal 3 Stein?


Zum EIsenrost: Wie kommst du darauf, dass man ein Vorhängeschloss damit nicht verrosten lassen kann? Hat das mehr als 20 Strukturpunkte? Falls ja, gibt es ja noch eine Zaubererweiterung die zusätzlich QSx10 Strukturpunkte verrosten lässt. Habe ich da was falsch verstanden oder wo liegt mein Denkfehler?

Als Gildenmagier mag man übrigens den Desintegratus bevorzugen. Es gibt aber auch andere Traditionen, wie z.B. Hexen, die den Eisenrost nutzen, weil er eben aus ihrer Tradition stammt und damit modifiziert und ohne Erschwernis gesprochen werden kann.
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Re: Drei Zauber die mich wundern!

Beitragvon Scoon » Mittwoch 27. September 2017, 23:46

@Alari
Ich halte es für keine gute Begründung, dass auch vieles anderes in DSA5 nutzlos ist. Natürlich sind Fluff-Zauber auch etwas schönes, aber wenn man gezwungen wird einen solchen zu wählen, um darüber Crunch zugänglich zu bekommen, empfinde ich das als ein eher ungünstiges Regeldesign.

@Lysthrobal
AP-Grab nur insofern, dass die AP einfach keinen wirklichen nutzen bringen. Beim Manifeto hatte ich tatsächlich die Zielkategorie mit dem Merkmal verwechselt. Shame on me! =D

@Erastäus
Ein Vorhängeschloss hat laut Regelwiki 100 StP. Das bekommt man also selbst mit Qualität 6 und der Zaubererweiterung nicht unbrauchbar.
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Re: Drei Zauber die mich wundern!

Beitragvon Deirakos » Donnerstag 28. September 2017, 07:11

Eisenrost ist halt ein Kampfzauber.
Edit: Wegen Vorhängeschloss: Ich lese das so, dass der StP Schaden dauerhaft ist, du kannst den Zauber also 2 Mal wirken (was von den Kosten und der Zauberdauer genau so lang wäre wie der Desintegratus)

Wenn du außerhalb eines Kampfes Gegenstände zerstören willst, nimm den Desintegratus (ist nur ein B Zauber und kann mit 2 Zaubererweiterungen bis zu 180StP zerstören)

Willst du Schlösser knacken, dann nimm den Foramen.

Zauberer sind keine Schweizer Taschenmesser, sie müssen sich spezialisieren und können nicht einen Zauber für alles verwenden.

und Zum Manifesto, damit kannst du Wasser in der Wüste/andere Orte wo du schwer an Wasser kommst beschwören, finde ich jetzt nicht nutzlos.
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Re: Drei Zauber die mich wundern!

Beitragvon Grumbrak » Donnerstag 28. September 2017, 07:17

Zum Vorhängeschloss & Eisenrost:

Die Strukturpunkte des Vorhängeschlosses sind so hoch gewählt, damit man erst mehrfach mit der Axt draufschlagen muss, um es "profan" zu zerstören.

Der Eisenrost kann ja Schwachstellen angreifen (nur Bügel, statt ganzem Schloss) - hier sollte man mit der Gruppe / Meister sprechen wie genau ein Objekt definiert ist (Die "Was ist ein Erzeugnis" Frage (Hammergriff oder Hammergriff mit Kopf zusammen, was ist wenn Griff als Ersatzteil einzeln verkauft wird) war übrigens auch in der europäischen Rechtsprechung lange nicht eindeutig geklärt).

Da der Bügel beweglich ist und als einzelnes Teil existiert (vor dem Zusammenbau des Schlosses) könnte man argumentieren, dass man nur den Bügel rosten lässt... oder die Strukturpunkte des gesamten Schlosses reduziert werden, sodass die gewaltsame Öffnung danach leichter geht...
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Re: Drei Zauber die mich wundern!

Beitragvon AlariFirefly » Donnerstag 28. September 2017, 08:08

Das ist eben schon eine Begründung, schließlich hast du den Thread hier 'Drei Zauber die mich wundern!' und nicht 'Zwanzig Zauber, zwölf Sonderfertikeiten, sechzehn Liturgien und 53 Fokusregeln, die mich wundern!' genannt. Die Auswahl ist recht willkürlich und genauso gut könnte man SFs wie Opernsänger, Ackerbau und Kupferstich als AP-Grab bezeichnen. Wenigstens hat der Invocatio Minima das gleiche Merkmal, wie die höheren Stufen Minor und Maior, das ist bei der Beschwörung von Elementaren nicht der Fall, man braucht also den Manifesto und einen weiteren Zauber mit Merkmal Sphären um die Merkmalkenntnis lernen zu können. Als AP Grab ist der Invocatio Minima im Vergleich zu vielen anderen Zaubern eher nicht zu werten. Wenn ich mir stattdessen den Ignisphaero ansehe, der bei einer Steigerung auf FW16 mit allen Zaubererweiterungen 132 AP frisst und ich Ende einen Zauber habe, den ich nicht einsetze, weil ich entweder nicht mehr genug AsP habe, meine Verbündeten auch von der Explosion erfasst werden würden, oder beides, dann steigere ich lieber einen von vornherein nutzlosen Zauber und keinen, der in der Theorie, unter besonderen Umständen irgendwann einmal das Potenzial haben könnte nicht völlig verkehrt zu sein und setze die restlichen Punkte in AsP, Eigenschaften und SFs.

Was den Eisenrost angeht: Würden Vorhängeschlösser dadurch schon mit niedrigem QS zerstört werden würde das den Foramen absolut nutzlos machen, das wollte man vermutlich verhindern. Dass selbst QS6 nicht ausreicht finde ich selbst fragwürdig.
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Re: Drei Zauber die mich wundern!

Beitragvon Erastäus von Salvunk » Donnerstag 28. September 2017, 09:10

Scoon hat geschrieben:@Alari
@Erastäus
Ein Vorhängeschloss hat laut Regelwiki 100 StP. Das bekommt man also selbst mit Qualität 6 und der Zaubererweiterung nicht unbrauchbar.


Ok, danke für den Hinweis. Diese hohen Strukturpunkte überraschen mich, aber Deirakos hat es ja gut erläutert: Zurnot nimmt man dann einfach einen weiteren Eisenrost zur Hand. Die Zauberdauer ist mit einer Zauberwerweiterung auf 2 Aktionen reduzierbar und somit denke ich anwendbar.
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