Gildenmagier - Fremdzauber überführen

Knappe, kurze Fragen können hier schnell geklärt werden.

Gildenmagier - Fremdzauber überführen

Beitragvon Thomsaloniki » Montag 25. September 2017, 11:29

Hallo zusammen,

der Gildenmagier darf als Teil seiner Tradition ja zu Spielbeginn einen Fremdzauber in die eigenen Tradition überführen.
Regeltext GRW S. 275:
Gildenmagier können sich bei der Heldenerschaffung einen Zauber einer fremden Tradition aussuchen, den sie so wirken können, als wäre es ein Zauber ihrer Tradition.
Die Überführung dieser Fremdzauber in die eigene Tradition kann nur mühevoll an Akademien vollzogen werden


Heißt das der Gildenmagier erlernt z.B. den Zauber Axxeleratus
a) mit Verbreitung: Gildenmagier
oder
b) mit Verbreitung: Elfen unterliegt aber nicht den Einschränkungen von Fremdzaubern (Probe -2, keine Modifikationen, keine Zaubererweiterungen)

Das wäre insofern interessant, wenn es um die Weitergabe dieses Zaubers ginge.
In Fall b) würde ich meine, kann er ihn nur als Elfenspruch weitergeben, seine "Überführung des Zaubers" ist eine Art individueller Workarround, der nur für diesen einen Magier gilt und funktioniert.

Würde a) stimmen müsste er diesen Zauber auch seinen Schülern mit Verbreitung "Gildenmagier" lehren können, der Spruch wäre dann auch für die Schüler kein Fremdzauber.

Ich finde der Regeltext gibt beide Möglichkeiten her:
So heißt es einerseits
den sie so wirken können, als wäre es ein Zauber ihrer Tradition
- folglich ist er nicht ihrer Tradition, sondern funktioniert nur so "als ob"
andererseits
Die Überführung dieser Fremdzauber in die eigene Tradition
- eine Überführung wäre für mich schon eine Änderung der Verbreitung in "Gildenmagier".

Gegen zweiteres würde evtl. Sprechen, dass die Änderung der Verbreitung in der Zauberwerkstatt beschrieben wird, und ein Student der Magie hat die nötigen Voraussetzung dafür nicht.

Weiterhin habe ich an keiner Stelle gelesen, dass an einer Akademie o.ä. ein "Fremdzauber" explizit als "gildenmagische Variante" gelehrt wird.


Wie ist eure Meinung, bzw. wie handhabt ihr das?
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Re: Gildenmagier - Fremdzauber überführen

Beitragvon Tao_ » Montag 25. September 2017, 12:20

Aus balancing-technischer Sicht würde ich hier in Richtung zweiter Option tendieren: der Magier hat eine persönliche Affinität gegenüber dem Zauber weshalb er die Vorteile hat.

Ansonsten wäre ja über kurz oder lang fast jeder Fremdzauber in Magischer Tradition verbreitet, was ich nicht sehr stimmig finden würde.
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Re: Gildenmagier - Fremdzauber überführen

Beitragvon Deirakos » Montag 25. September 2017, 12:25

Wenn ich mich nicht irre, ist so der Balsam ein allgemeiner Zauber geworden.
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Re: Gildenmagier - Fremdzauber überführen

Beitragvon Tiro » Montag 25. September 2017, 12:27

Ich bin für die Variante "a) mit Verbreitung Gildenmagier".
Auch weil ich den Zusatz von Seite 274 unter der Überschrift "Zaubertraditionen" dazunehme:
Selbst wenn ein Gildenmagier einem anderen Gildenmagier einen ursprünglich elfischen Zauber beibringt, bleibt dieser ein elfischer Zauber mit all seinen Nachteilen für den Gildenmagier.

Das Wort "ursprünglich" gibt dabei den Ausschlag.
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Re: Gildenmagier - Fremdzauber überführen

Beitragvon Cifer » Montag 25. September 2017, 12:33

Deirakos hat geschrieben:Wenn ich mich nicht irre, ist so der Balsam ein allgemeiner Zauber geworden.
Da ist die Frage, wie man den Wandel der Editionen ansieht. In DSA5 gibt es bisher ja sehr wenig Magiehistorie, in DSA 4.1 waren Balsam, Fulminictus, Bannbaladin und etliche andere Sprüche aus dem elfischen Kanon in etliche anderen Traditionen gewandert.

Allgemein gesprochen: Ein Gildenmagier kann immer nur einen einzigen Zauber als gildenmagisch deklarieren, den das Regelwerk nicht als gildenmagisch kennt. Eine Kaskadierung über den Lehrmeister des Lehrmeisters des Lehrmeisters ist nicht möglich.
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Re: Gildenmagier - Fremdzauber überführen

Beitragvon AlariFirefly » Montag 25. September 2017, 16:02

Ich sehe das ähnlich wie Cifer. Hintergrundtechnisch würde ich das so erklären, dass der Lehrmeister des Magiers den Zauber entweder selbst überführt hat, oder in überführter Form gelehrt bekommen hat, oder ein zufällig gleicher Zauber in der gildenmagischen Tradition entwickelt wurde. Das ist eine für mein Verständnis eine plausiblere Erklärung als "ich wirke den Zauber wie ein Elf", insbesonders wenn besagter Magier aus Al'Anfa kommt und von elfischer Magie im Besten Fall Bücherwissen hat. Der Sturmgebrüll wird den Schülern des Vadif Sal Karim wohl auch eher weniger durch einen druidischen Gastdozenten beigebracht. In der Theorie hat jeder Zauber die Möglichkeit in gildenmagischer Tradition zu existieren und wenn bei einem Zauber Gildenmagier nicht bei der Verbreitung angegeben sind heißt das meiner Meinung nach in erster Linie, dass dieser Zauber nicht von genug Gildenmagiern (in der eigenen Tradition) beherrscht wird, als dass es einer Erwähnung wert wäre.
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