Rückschritte in der Stabzauberforschung

Knappe, kurze Fragen können hier schnell geklärt werden.

Rückschritte in der Stabzauberforschung

Beitragvon Thomsaloniki » Dienstag 12. September 2017, 19:12

Vorsicht: Thread beinhaltet auch Ironie

Die viel beschworenen Fortschritte in der Stabzauberforschung erweisen sich bei genauem Hinsehen als Marketing-Geplänkel ähnlich dem Werbegewäsch der Autoindustrie.
Da ist beim neuen Modell alles schick und trendy, voller Optionen und Individualisierungen und am Ende macht man der Kofferaum auf und merkt, dass der Kinderwagen nicht mehr rein passt, der beim Vorgängermodell noch mühelos rein ging.

Konkret:
Früher (DSA 1-3 = mein DSA Einstieg) gab es die klassischen Stabzauber:
Bindung
Ewige Flammme
Seil
Kraftfokus
Flammenschwert
Chamäleon
Apport

Will man sich heute einen klassischen Zauberstab bauen stößt man auf Probleme: Volumenprobleme
Bindung (Vol = 0)
Ewige Flamme (Vol = 2)
Seil des A. (Vol = 2)
Kraftfokus (Vol = 6)
Flammenschwert (Vol = 7)
Chamäleon (Vol = 5)
Apport (Vol = 3)
Wir addieren und kommen auf: 25 Punkte

Stäbe haben Serienmäßig ein (Kofferaum-)Volumen von 18
Volumenerweiterung gibt 1-5 macht zusammen maximal 23
Gut, nehm ich ihn in Steineiche massiv (passt zum Wohnzimmerschrank) kommt nochmal 1 dazu
macht 24

Mist!
Der Kinderwagen passt nicht mehr in den Kofferaum.

Oder ums mit "Belkar" zu sagen: Weapon shrinkage - "Damn it"

Überseh ich was?
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Re: Rückschritte in der Stabzauberforschung

Beitragvon Feros » Dienstag 12. September 2017, 19:40

Vorsicht! Dieser Beitrag ignoriert jegliche Ironie!

Klar, früher war alles besser... und aus Holz! Das gilt auch für Stabzauber und Autos. Früher hab ich mühelose meinen imaginären Kinderwagen in mein Holzauto bekommen, aber die Zeiten ändern sich nun mal. Und so musste ich auch mit ansehen, wie die Autos immer und immer teurer wurden und dabei viel weniger boten. Wenn ich mich heute einen billigen Neuwagen kaufen möchte, zahle ich auch bestimmt 10.000€, das waren früher 20.000DM, das waren 40.000 Ostmark und das waren 100.000.000.000.000 Mark! Ja, früher war alles besser...

Aber zurück zum Thema. Für 10.000€ hätte ich bestimmt 10.000 Holzautosbekommen! Das wären 10.000 imaginäre Kofferräume und vollstellbar viel Platz...

Und leider muss ich sagen, dass ich es bei Stabzaubern sehr schade finde, dass sie eben nicht mehr vorstellbar viel Platz haben (auch wenns etwas OP ist), aber durchaus nachvollziehen kann, dass das System so gewählt wurde. Mir fehlt aber die möglichkeit, den Stab adäquat zu erweitern (ja man kann sich Volumenpunkte kaufen, aber...). Mir fehlt der alte Magus, der mit seinem Stab auf den Boden klopft und um ihn herum geht die Welt unter.

Edit: Hatte ein par Nullen vergessen ;)
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Re: Rückschritte in der Stabzauberforschung

Beitragvon NexusRTI » Dienstag 12. September 2017, 20:03

Da hat jemand sein Kling gelesen. Oder gehört ;)
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Re: Rückschritte in der Stabzauberforschung

Beitragvon Thomsaloniki » Dienstag 12. September 2017, 20:41

NexusRTI hat geschrieben:Da hat jemand sein Kling gelesen. Oder gehört ;)


Kennen sie diesen Pinguin? :D
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Re: Rückschritte in der Stabzauberforschung

Beitragvon Lyral » Mittwoch 13. September 2017, 07:02

Früher, hat man bei der Generierung AP Geschenkt bekommen, jeder Kerl hatte ein zweit Studium und fand zu den Göttern (Spät Weihe) und der Bannbaladin (DSA1) war ein Gamebreaker ohne Gleichens.
Die Leute konnten sich besser Verteidigen (Höhere PA).
Und auch die Götter wissen nicht was Sie tun sollen. Mal gibts keine KE mehr zurück, mal muss man diese verfluchten Ketzer dafür bekehren. Dann tröpfelt es täglich zumindest etwas und inzwischen saufen diese gierigen Geweihten die ganze Karmalenergie in Massen weg. Mal gibts kleine Wunder , große Wunder, kleine Segen, große. Mal bist du so mächtig dass du eine Stadt mit einem Erdbeben einäschern kannst und kaum legst du dich ein paar jahre aufs Ohr. Nichts geht mehr.
Zum Glück gab es zumindest große Fortschritte in der Schlafforschung und Medizin. Früher musste man noch einen Drachen besiegen, eine Jungfrau retten und eine Armee von Zwergen in ein Badehaus bekommen, damit wunden heilten (LE nur nach jeden Abenteuer), nun reicht ein kleines Nickerchen und schon ist mein gebrochenes Bein wieder heile.

Naja solange es genügend Parkplätze für mein Pferd vor jedem Supermarkt und jeder Spelunke gibt wird man sich wohl damit arrangieren müssen, das sich Dinge ändern.
Wobei es zum Thema "Mein Badokelfen Dämonologen Spätweihe Magier" kann dies und jenes nicht mehr!!!!!11111elfelfelfelf" glaube ich schon mehr Threads gibt, als es Sterne am aventurischen Himmel gibt.
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Re: Rückschritte in der Stabzauberforschung

Beitragvon TrollsTime » Mittwoch 13. September 2017, 15:23

Solange ich jetzt einen Magier mit sprechendem Mops (Vertrautentier) bauen kann, ist alles gut!
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Re: Rückschritte in der Stabzauberforschung

Beitragvon Leomar » Mittwoch 13. September 2017, 16:31

Thomsaloniki hat geschrieben:...Will man sich heute einen klassischen Zauberstab bauen stößt man auf Probleme: Volumenprobleme...


Die Zauberer in DSA5, verglichen mit DSA4, DSA3 usw., stoßen auf allerlei Probleme, z.B. viel höhere AP-Kosten, also weniger Magie und/oder praktisch keine weltlichen Fähigkeiten; niedrigere AsP; allgemein schlechtere Werte; viele neue Nachteile, die vorher nicht existierten; sehr häufig eine schwächere oder sogar viel schwächere bzw. schlechtere Wirkung ihrer Magie, ...

Viele Konzepte funktionieren in DSA5 nicht mehr. Beispielsweise ist der Magier nun nicht mehr ein zwar kampfschwacher, körperlich eher eingeschränkter, aber hochgebildeter Zauberkundiger, sondern zudem eher mäßig gebildet bis ungebildet und magisch kaum über dem vormaligen Magiedilettanten. Kampfmagier (z.B. von Schwert & Stab), die Bildung, Magie und Kampfkraft vereinten, existieren nur noch dem Namen nach.

Wen wundert es ernsthaft, dass unter dieser allgemeinen Schwächung auch die Stabzauber gelitten haben. Die Stabzauber sind im Verhältnis teurer (AP, VP und teilweise auch AsP) und bewirken weniger, sind teilweise sogar vollkommen unnütz.
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Re: Rückschritte in der Stabzauberforschung

Beitragvon Hjalbin » Mittwoch 13. September 2017, 17:25

Thomsaloniki hat geschrieben:Vorsicht: Thread beinhaltet auch Ironie


Gut, nehm ich ihn in Steineiche massiv (passt zum Wohnzimmerschrank) kommt nochmal 1 dazu
macht 24



Hab ich da was falsch verstanden? Steineichenzauberstab hat doch die gleichen Volumspunkte, nur brauch das Flammenschwert weniger, oder?

Und warum hat das Ding eigentlich die selben Trefferpunkte wie andere Magierstäbe, obwohl Material Steineiche +1TP bringt? Und warum geht der Betäubungsschlag (Waffenvorteil) mit Steineiche nicht leichter, mit Zedernholz aber schon? Fragen über Fragen...
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Re: Rückschritte in der Stabzauberforschung

Beitragvon Tengwean » Donnerstag 14. September 2017, 06:13

Richtig, Steineiche senkt die nötigen VP fürs Flammenschwert, also hat man quasi 24 VP.

Zu zweitens: ich würde einfach mal meinen, dass das daran liegt, dass diese Sachen (+1TP, Betäubung erleichtert) nicht im GRW sind, sondern in Erweiterungsbänden (AKO1 & ARÜ1). Natürlich hätte man ihm zwei Vorteile geben und 1W6+3 TP hinschreiben können, aber ich glaube, man wollte es einfach halten.

Gruß
T
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