Waffengift Menge

Knappe, kurze Fragen können hier schnell geklärt werden.

Re: Waffengift Menge

Beitragvon Grumbrak » Montag 17. Juli 2017, 11:39

Leomar hat geschrieben: dass der Wert des Giftes deutlich höher ist als der Wert der Jagdbeute.


Genau das ist was mich bei platten Angaben wie 10D stört.
Der Wert eines Gegenstandes ist immer das, was der andere bereit sit dafür zu geben. Der Wert des Giftes ist nur bestimmt durch seinen Nutzen: als Jagdgift Der klassische Moha stellt es selbst her, oder tauscht es.
Er benutzt es um seine alltägliche Jagd zu ermöglichen (ansonsten kann er mit dem Blasrohr keinen Affen jagen).
Daher muss (!) es deutlich billiger sein, als die zu jagende Beute (er kann ja auch mal nicht mit dem Blasrohrpfeil treffen...ergo wird ein zweiter Schuss notwendig). Der Wert des Waffengiftes ist für den klassichen Moha halt auf die Jagd begrenzt. D.h. darf das Gift dort keinen hohen Wert haben. Entweder weil es einfach verfügbar ist, oder von jedermann herstellbar. Ist es teurer als die Jagdbeute (z.b. will der Schamane 8 Affenpelze haben für eine Portion des Giftes (für einen Dorn), dann wird das keiner bezahlen können). Dann muss der Schamane um nicht zu verhungern, vielleicht doch den Preis reduzieren:

"<samtfüßiger Ja'he'ma> ich gebe Dir diese 3 vergiftete Pfeile mit, aber geh sparsam damit um, sonst wird Dein Stamm heute abend nur Brei essen können."

Warum dann die Hohen Kosten? (Oder anders die Interpretation des RAI) Die Erschaffer des Spiels wollten gerne stimmungsvoll Gifte im Spiel haben und zugleich verhindern, dass Zwielichtige Charaktere diese regelmässig nutzen und so Plotse (ziemlich sicher die Ror-rekte schreibweise der Mehrzahl von Plot) sprengen.

Anderes Beispiel: Wenn man beim Alchimisten seiner Wahl (sagen wir in einer kuschligen Kleinstadt wie Gareth) gleich 10 Portionen Gift kauft (und die erste Storck Riesen gleich sofort am Alchmisten ausprobiert, dann sind die 9 Portionen sogar umsonst.... oder kosten negativ Geld (wenn in der Kasse des Alchemisten noch mehrere dutzend Dukaten waren).

Fazit: Der Kauf von Giften (und verbesserten Waffen, etc) sollte immer im Rollenspiel erfolgen. Der Preis ist eine Angabe, wie viel ein Alchemsit verlangen würde, wenn er die Rohstoffe selber bezahlen muss... nicht die Angabe, wieviel ein Alchemist verlangt, der ggf. im Keller gefessel ist, der die Rohstoffe geliefert bekommt und dessen Familie das zeitliche segnet, wenn das Mittel nicht funktioniert...
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Re: Waffengift Menge

Beitragvon Leomar » Montag 17. Juli 2017, 16:20

Grumbrak hat geschrieben:...Genau das ist was mich bei platten Angaben wie 10D stört.
Der Wert eines Gegenstandes ist immer das, was der andere bereit sit dafür zu geben. Der Wert des Giftes ist nur bestimmt durch seinen Nutzen: als Jagdgift Der klassische Moha stellt es selbst her, oder tauscht es...


Bloß weil ein Verhungernder bereit ist, selbst für einen Apfel ein Vermögen zu bezahlen, ist doch die Preisangabe des Apfels weder verkehrt noch unsinnig. Ebenso verhält es sich mit dem Preis des Giftes. Der Preis dieses Giftes sollte ein solides Mittelmaß des üblicherweise bezahlten sein, bloß ist dies hier anscheinend nicht der Fall. Anders ausgedrückt, stört mich weniger die Preisangabe an sich, sondern dass sie falsch zu sein scheint bzw. der angegebene Preis deutlich zu hoch erscheint.


Grumbrak hat geschrieben:...Er benutzt es um seine alltägliche Jagd zu ermöglichen (ansonsten kann er mit dem Blasrohr keinen Affen jagen).
Daher muss (!) es deutlich billiger sein, als die zu jagende Beute (er kann ja auch mal nicht mit dem Blasrohrpfeil treffen...ergo wird ein zweiter Schuss notwendig). Der Wert des Waffengiftes ist für den klassichen Moha halt auf die Jagd begrenzt. D.h. darf das Gift dort keinen hohen Wert haben. Entweder weil es einfach verfügbar ist, oder von jedermann herstellbar. Ist es teurer als die Jagdbeute (z.b. will der Schamane 8 Affenpelze haben für eine Portion des Giftes (für einen Dorn), dann wird das keiner bezahlen können). Dann muss der Schamane um nicht zu verhungern, vielleicht doch den Preis reduzieren...


Dem stimme ich zu, der aktuell angegebene Preis ist zu hoch.

Nun mag eventuell argumentiert werden, der angegebene Preis sei jener, welcher ein Fremder auf dem Markt in Al'Anfa an einen Händler bezahlen müsse, der dieses nicht selbst hergestellt, sondern im Rahmen einer kleinen Expedition im Dschungel einem Schamanen abgekauft hat. Doch lösen auch solche Überlegungen nicht das Problem; der Preis ist und bleibt zu hoch, solch einem Händler würde bestenfalls ein Unkundiger das Gift für solch einen Preis abkaufen, doch Wucher sollte nicht den Standard darstellen.


Grumbrak hat geschrieben:...Warum dann die Hohen Kosten? (Oder anders die Interpretation des RAI) Die Erschaffer des Spiels wollten gerne stimmungsvoll Gifte im Spiel haben und zugleich verhindern, dass Zwielichtige Charaktere diese regelmässig nutzen und so Plotse (ziemlich sicher die Ror-rekte schreibweise der Mehrzahl von Plot) sprengen...


Dies wäre eine mögliche, doch vom Spieldesign für ein RPG mit die schlechteste Entscheidung. Zum einen blieben dann noch immer Frage offen, wie z.B., weshalb NSCs solch einen überteuerten Preis bezahlen und weshalb das Gift überhaupt so überteuert ist. Zum anderen könnte ein Charakter schlicht auf die Idee kommen, selbst solche Spielereien herzustellen und zu verkaufen.
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Re: Waffengift Menge

Beitragvon Calic » Montag 17. Juli 2017, 17:33

Da die Diskussion hier immer noch stattfindet weise ich mal auf die gleiche frage meinerseits vor einer weile hin:
Hier

Mein Argument bzgl. Preis hatte ich auf den DSA4.1 Preisen aus der Zoo-Botanika basiert.
Die Gifte in DSA5 und DSA4.1 sind so ziemlich sehr dieselben, außer, dass Gifte keine variierende Qualität mehr haben und alle exorbitant teurer geworden sind (unter anderem da sie nur noch jeweils eine Anwendung besitzen)

Ich bin mit der Behauptung "is nunmal so" nicht zufrieden. Bei uns in der Gruppe wurde zumindest das Blasrohr wieder etwas nützlicher, indem jede Dosis Gift hierfür 5 Anwendungen besitzt.
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Re: Waffengift Menge

Beitragvon Leomar » Montag 17. Juli 2017, 20:50

Die Anwendungen könnten auch nach Waffe bzw. bestrichener Fläche variieren; eine Menge, die z.B. für einen Zweihänder genügt, sollte auch für zwei Langschwerter / vier Dolche / 15 Pfeile genügen.
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Re: Waffengift Menge

Beitragvon NexusRTI » Montag 17. Juli 2017, 21:20

Leomar hat geschrieben:Die Anwendungen könnten auch nach Waffe bzw. bestrichener Fläche variieren; eine Menge, die z.B. für einen Zweihänder genügt, sollte auch für zwei Langschwerter / vier Dolche / 15 Pfeile genügen.

Passt auch nicht wirklich, da die Dosis, die in den Blutkreislauf muss, um eine definierte Wirkung zu entwickeln nicht abhängig sein kann von der Waffe mit der sie eingebracht wird.
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Re: Waffengift Menge

Beitragvon Leomar » Montag 17. Juli 2017, 23:30

Ganz allgemein gilt bei jedem Gift, dass die Wirkung umso schädlicher ist, je mehr das Opfer zu sich nimmt.

Allerdings kommen bei der Wahl der Waffen noch ganz andere Faktoren hinzu, unter anderem die Größe der Waffe und die Form des Angriffs. Während ich z.B. bei einem Pfeil recht genau weiß, mit welchem Teil der Waffe ich treffen werde und dies auch noch in einem guten Winkel, ist dies bereits bei einem Schwert nicht mehr der Fall und zudem die Wahrscheinlichkeit höher, einen größeren Teil des Giftes an der Kleidung des Opfers abzuwischen. Um bei einem Treffer zumindest halbwegs sicher eine hinreichende Giftdosis an das Opfer abzugeben, muss auf das Schwert folglich mehr Gift aufgetragen werden, als dies bei einem Pfeil der Fall ist.

Sollte jemand auf die Idee kommen, bei Spielern nie auszuschließen, seinen Zweihänder großflächig bestreichen zu wollen oder auch nur das obere Drittel, verbraucht er schlicht mehr Gift, als der Jäger, der stets nur eine Pfeilspitze in das Gift taucht. Wenn dann auch noch bei einem seitlichen Schnitt die Hälfte des Giftes am Gambeson abgewischt wird, während der Pfeil beinahe alles an das Opfer weitergibt, genügt auch eine kleinere Menge. Ob das Verhältnis der benötigten Giftmenge von Zweihänder zu Pfeil nun 1 zu 15 oder 1 zu 6 oder 1 zu 20 ist, soll jede Runde für sich oder besser die Autoren, welche für solche Regeln zuständig sind, entscheiden.
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