Götterdämmerung 2014 - Gefechtsbericht vom Spielort Köln

Götterdämmerung 2014 - Gefechtsbericht vom Spielort Köln

Beitragvon Frabby » Samstag 5. April 2014, 17:51

Wenn jemals Zweifel am Ausgang des Kampfes um Pontiac City bestanden haben sollten, dann wurden diese jedenfalls in den ersten zwanzig Sekunden des Gefechts hinweggewischt. Trotz entschlossener Gegenwehr schaffte es Kurita nicht, die Speerspitze des Steiner-Angriffs zu brechen.
Kurita hatte der schieren Masse und Feuerkraft Steiners schlicht nichts entgegenzusetzen.

Die Steiner-Taktik war einfach aber effektiv: Mit ihren schweren und überschweren 'Mechs an der Spitze des Angriffs brachen sie in enger Formation in die Stadt ein, flankiert von leichteren 'Mechs, die der Sturmlanze den Rücken freihielten.
Eine einzelne Lanze (Zeus, Quickdraw, Cicada, Cicada) überwand gleichzeitig an anderer Stelle die Stadtmauer, um den Verteidigern in den Rücken zu fallen.

Kurita hatte zwar gleichviele 'Mechs, aber deutlich weniger Masse aufzubieten. Die Verteidiger waren wesentlich flinker als die Angreifer, aber in der Enge der Stadt konnten sie diesen Vorteil gegen einen zahlenmäßig ebenbürtigen Gegner, der seine Formation zusammenhielt, nicht ausspielen. So stellten sie sich tapfer dem Sturm entgegen und versuchten sogar, die schwerfälligen Angreifer gleich zu Anfang zu überrennen. Zwei Jenner versuchten sofort beim ersten Feindkontakt Todessprünge. Einer davon gelang sogar; der andere wurde noch im Sprung abgeschossen und krachte mit zwei Gyroskoptreffern dem Orion, den er hatte angreifen wollen, vor die Füße. Einige Kurita-'Mechs brachen kurzzeitig in die angreifende Formation ein und drei Angreifer, aber auch zwei Verteidiger kamen zum Sturz.
Es reichte aber letztlich nicht, die angreifende Formation war zu tief gestaffelt, ihre Panzerung zu dick für die Waffen und ihre Feuerkraft zu stark für die dünne Panzerung der leichten Verteidiger. Bereits in der zweiten Runde wurde ein Kurita-Vindicator zerfetzt, als er sich auf kurze Distanz einem Cyclops und einem Awesome entgegenstellte (und einem Orion und einem Enforcer und einem Clint mit AK/10 und und und...).

Ein bißchen Artillerie regnete überraschend in der Stadt nieder, richtete aber keinen nennenswerten Schaden an und beschädigte tatsächlich nur einen Kurita-Assassin. Wir erfuhren später daß es Kurita-Artillerie war. Da das Gefecht von Anfang an auf kurze Distanzen geführt wurde und Kurita- und Steiner-'Mechs jedenfalls die ersten 2-3 Runden wild durcheinander standen hätte den Verteidigern aber auch die beste Artillerie eher geschadet als genützt.

Gleichzeitig drohte die dritte Steiner-Lanze die Verteidiger tatsächlich in die Zange zu nehmen, da sich ihnen zunächst nur zwei Panther entgegenstellten. Mit teilweise bereits schweren Schäden nutzten die Verteidiger dann ihre überlegene Geschwindigkeit, um sich vom Hauptangriff zu lösen und sich statt dessen in der Deckung der Stadt der dritten Steiner-Lanze zu stellen.
Das "Lösen" funktionierte allerdings nicht so gut wie erhofft. Nach nur vierzig Sekunden waren insgesamt vier Kurita-'Mechs zerstört, drei weitere lagen manövrierunfähig und schwerstbeschädigt am Boden (zwei davon in unmittelbarer Nähe zu je mehreren Steiner-'Mechs, die sie fröhlich zusammentreten würden). Allerdings konnten die Verteidiger doch wenigstens einen Erfolg verbuchen: Eine Kurita-Spider zerstörte mit einem Faustschlag die Kopfsektion des Steiner-Awesome, nachdem dieser zuvor durch den Todessprungangriff und einen Zufallstreffer seine Kopfpanzerung verloren hatte. Allerdings kassierte die Spider im Gegenzug einen 80-Tonnen-Tritt und verlor ein Bein.

Nach der 4. Runde wurde das Gefecht abgebrochen, weil die Spielzeit abgelaufen war. Kurita war klar geschlagen und hätte in der nächsten Runde absehbar zwei oder mehr weitere 'Mechs verloren. Daß Steiner quasi im letzten Augenblick noch den Awesome einbüßte vermochte an der Situation nichts mehr zu ändern, da waren wir uns alle einig. Bis auf einen Assassin, der den rechten Arm verloren hatte, wiesen die übrigen Steiner-'Mechs überwiegend nur leichte bis mittlere Panzerungsschäden auf und waren mit ihrer Hitze (wieder) im grünen Bereich. Kurita dagegen hatte durch die erlittenen Verluste und Schäden bereits so viel Feuerkraft eingebüßt, daß da taktisch nichts mehr zu retten war.

Spieler-Fazit: Es war schön mal wieder zu spielen und natürlich macht es ein bißchen mehr Spaß wenn man auch gewinnt. Gruß & Gratulation zur wacker geschlagenen Schlacht an meinen Widersacher Arno und vielen Dank an Spielleiter Willy!

Aber ich sehe ehrlich gesagt nicht, wie Kurita das jemals hätte schaffen sollen - keine versteckten Einheiten, keine Minenfelder oder Vibrabomben, keine Luft-/Raumjägerunterstützung, nutzlose Artillerie die sogar die eigenen Einheiten statt der Gegner beschädigte.
Steiner:Cyclops, Awesome, Zeus, Orion, Quickdraw, Enforcer, Clint, Clint, Cicada, Cicada, Assassin, Javelin = 665 Tonnen
Kurita: Quickdraw, Vindicator, Whitworth, Assassin, Assassin, Panther, Panther, Jenner, Jenner, Jenner, Hermes, Spider = 460 Tonnen

Dafür hat sich Kurita ganz ordentlich geschlagen und konnte immerhin den Awesome zerstören. Verloren haben sie den Vindicator, zwei Jenner und einen Panther; ein Assassin, die Spider und der dritte Jenner waren am Ende der vierten Runde bereits zu Boden gegangen.

Fotos habe ich nicht gemacht, aber vielleicht kann die ja jemand anders nachreichen.

Edit: Kleine Korrekturen
Frabby
 
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D.J.

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